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Italien-Katastrophe von 2009: Erdbebenforscher wegen Totschlags angeklagt
Erdstöße sind nicht exakt vorhersagbar. Dennoch wird in Italien nun Forschern der Prozess wegen Totschlags gemacht, weil sie vor dem katastrophalen Beben von L'Aquila im April 2009 nicht gewarnt haben sollen. Wissenschaftler in aller Welt sind entsetzt.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...765230,00.html
- #100 29.05.2011 14:23 von
Niveau deutscher Medien
Es ist unglaublich mit welcher Herablässigkeit in deutschen Medien oftmals über das Ausland berichtet wird. Liebe Leute, dort wurde die Wissenschaft erst zur "Serienreife" gebracht. Die ersten Universitäten gab es dort, moderne Kunst und Kultur wurden hier geprägt, grundlegende Erkenntnisse aus allen Gebieten der Naturwissenschaften hier erlangt. Hier hat auch unser heutiges Wirtschaftssystem, allen voran das Bankensystem, seinen Anfang genommen. Also bitte etwas mehr Respekt vor jedem unserer Nachbarn. Denn was ich hier schreibe gilt für fast jedes Nachbarland. Wir Deutschen wissen vermeintlich immer alles besser und alle sind erst mal dumm, bevor nicht das Gegenteil bewiesen wäre.
Zum Thema: Natürlich muss eine Staatsanwaltschaft ermitteln, wenn sie von Bürger dazu angerufen wird und es auch nur den kleinsten Anhaltspunkt geben könnte, dass an der Sache was dran ist. Es wäre eine Voreingenommenheit, es nicht zu tun.
Das Gericht hat dann mit entsprechenden Sachverständigen zu prüfen, was an den Anklagepunkten dran ist. Und nach einhelliger Meinung ausgebildeter Forscher haben die Kollegen alles richtig gemacht. Somit steht nichts zu befürchten und es kann hochoffiziell festgestellt werden, dass die Wissenschaftler keine Schuld trifft. - #101 29.05.2011 14:28 von Silverhair
Juristen
Das wird häufig versucht! Das Rechtsystem ist immer noch irgendwo auf den Stand der Hexenverfolugung. Ersäuft die Hexe, dann war sie unschuldig, ersäuft sie nicht dann war sie schuldig und muss gehängt werden!
Das die Menschen letztlich für ihre Entscheidungen selber verantwortlich sind - das gerät langsam aber sicher wieder in vergessenheit!
Und das Wirtschaftsystem "Kapital" versucht da die naturgesetze umzudrehen!
Das in Politik und der verbundenen Wirtschaft praktisch kaum noch Naturwissenschaftler zu finden sind, sondern nur Juristen und Banker hat auch damit zu tun das wenn man sich an "Fakten" halten muss das meiste schlicht einem als reinster Nonsens erscheint - als Mittelalterliche Magie und Heilspredikten!
Erdbeben oder Heiraten - man hat nur eine Entscheidung, man glaubt das es das richtige ist, oder man läuft weg - beim Erdbeben "überlebt" man aber schlichtweg wenn man Wegläuft - die Toten zählen in der Evolution nicht mehr .. beim Heiraten ist das schwierig, da verfolgen einen die Juristen noch bis in die Hölle oder Himmel! - #102 29.05.2011 14:35 von Silverhair
Richtig u. Falsch
Problem - ihr "Erkenntnisstand" ist genauso zufällig sicher wie ihr Kenntnisstand über "Erdbeben"!
Natürlich forscht man an sicheren Gebäuden - aber auch da werden schlicht "Ökonomische" Annahmen gemacht , wann ist es sicher, wann nicht mehr, und wann kostet es was!
Beim Erdbeben das gleiche, wer bleibt hat einen ökonomsichen (Geld) vorteil , wer wegläuft verliert!
Am "sichersten" ist es beide Erkennisse zu verwenden , sichere Gebäude, bessere Vorhersagemöglichkeiten -damit steigt ihre "Überlebensfähigkeit" und die ist letztlich alles entscheidende!
Wer überleben will nutzt beides - und versteift sich weder auf das eine oder andere, noch darauf das Geld "wichtig" wäre .. wer Tod ist braucht keines mehr! - #103 29.05.2011 15:09 von
Lebenslang für die Physiker
Die Sache mit den Erdbeben ist nicht die Einzige wo man sich Fragen muss ob unsere Rechtssystem um ein Paragraf erweitern sein sollte, der Verhinderung des Erkenntnisgewinn unter Strafe stellt.
Schauen wir auf die Geschichte der angeblichen Klimaerwärmung wo durch Energiemonopolen korrumpierte Wissenschaftler angebliche Erderwärmung erfunden haben und dadurch den Druck auf die Gesellschaft ausübten die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke zu dulden. Erst durch diese kriminelle Machenschaften ist zu Verlängerung der Laufzeiten der Fokushima Reaktoren gekommen und damit zu der Katastrophe.
Oder nächste Beispiel wo bei LHC 10 Milliarden Euro verkorrumpiert wurde. Diese Ruine steht meistens seit Jahren schon ohne einen Erkenntnisgewinn. Auch dort sollte man prüfen in welche Dunkle Kanäle diese Gelder geflossen sind.
Diese Projekt hat sich zu einem richtigem Schwarzen Loch für unsere Steuer entwickelt. - #104 29.05.2011 15:44 von
- #105 29.05.2011 19:15 von
Interessanter Vorschlag
Das mit der Wasserfolter ist vielleicht ein wenig hart, aber die Kirche kannte in der Vergangenheit ja auch wenig Skrupel bei der "Wahrheitsfindung".
Ich frage mich gerade, ob der Papst eigentlich rechtlich gesehen für "Gott" vertretungsberechtigt ist? In der Regel bedarf es dafür doch einer entsprechenden Vollmacht, oder?
Ob man die Pfaffen wenigstens als Komplizen verurteilen kann? - #106 29.05.2011 20:40 von
Blödsinn
Bei Sturmwarnungen werden die Prognosen immer besser und die Anzahl der Getöteten sinkt stetig. Versicherungen benötigt man trotzdem, denn Häuser werden immer Schänden nehmen. Das niemand mit hundertprozentiger Sicherheit eine Prognose geben kann, sollte uns nicht dazu verleiten, gar keine Prognosen zu keinem Thema mehr zu geben. Jede Versicherungen nutzt Prognosen zur Tarifbestimmung.
Ich stecke in der Geologie zu wenig drin, um den aktuellen Stand in Gänze zu kennen. Aber es gibt genügend Ansätze. Warum z.B. haben einige Tiere ein so gutes Empfinden gegenüber drohenden Erdbeben? Sind es Mikrovorbeben oder austretende Gase? Oft reichen wenige Minuten Vorwarnung, um das Schlimmste zu verhindern und sich in Sicherheit zu bringen. - #107 29.05.2011 20:46 von
Nachtrag
In Fällen von grober Fahrlässigkeit wie bei den Ursachen zum ICE-Unfall von Eschede werden Wissenschaftler natürlich und zu Recht verurteilt.
Geisteswissenschaftler werden in der Tat für die Gefahren von Ideen nie zur Rechenschaft gezogen, bei Naturwissenschaftlern sieht das anders aus. - #108 29.05.2011 21:05 von
Der Sinn der Wissenschaften
Sie haben keine Ahnung von der Materie, oder?
Jeder Naturwissenschaftler ist im Grunde genommen nur darauf aus, irgendetwas zu prognostizieren. Die Vergangenheit war schön und gut, die Zukunft und deren Verlauf aber ist für uns das Relevante.
Jede Medikamentenentwicklung basiert auf dem Verhalten von kranken Menschen in der Vergangenheit und soll in der Zukunft helfen. Dabei ist kein Mensch wie ein anderer. Bei grundlegenden Fehlern in der Methodik des Vorgehens werden Wissenschaftler schon heute zu Recht für ihre Fehler zur Rechenschaft gezogen. Und trotzdem entwickeln Pharmazeuten weiterhin Medikamenten.
Die Geologie ist eine junge Wissenschaft, da ist die Basis des Wissens sehr gering und die Unsicherheit groß. Darum wird die Anklage ohne Konsequenzen bleiben. Aber auch das wird sich ändern, wenn die Dynamik der Erde besser werden wird. Die Plattentektonik z.B. wurde erst 1960 durch die Vermessung der Tiefsee entgültig bestätigt, die Ursache der Konvektionsströme im Erdkern ist immer noch unklar. Aber jedes Jahr steigt unsere Erkenntnis und damit die Wahrscheinlichkeit von Prognosen. - #109 29.05.2011 21:13 von
Sie sind sehr mutig
Sie sind sehr mutig und scheinen sehr wissend zu sein. Testen Sie jedes Nahrungsmittel selber und eigenverantwortlich, oder trauen Sie willkürlichen Grenzwerten und deren Einhaltung, wenn Sie in einen Apfel beißen?
Steigen Sie auf Haushaltsleitern oder prüfen Sie vor jeder Nutzung, ob diese stabil ist? Kennen Sie jedes Bauteils ihres Autos, oder fällt es für Sie unter Eigenverantwortung, wenn das ABS-Steuergerät durch Softwarefehler jedes Bremsen verhindert?
Ich weiss nicht, in welcher Welt Sie leben, aber nicht im naturwissenschaftlich geprägten Europa des 21. Jahrhunderts. Dann beten Sie weiter und hoffen auf das Gute.
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