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Israels Opposition zum Nahost-Konflikt: "Netanjahu will keinen Frieden"
Der Friedensprozess in Nahost stockt, mal wieder. Doch die Zeit drängt, meint*der israelische Oppositionelle Schaul*Mofas. Im Interview schlägt er ein Abkommen vor, bei dem die Palästinenser sofort einen Staat ausrufen könnten, die Siedlungen würden später aufgelöst.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...770477,00.html
- #1 27.06.2011 10:13 von
Der Mann hat Recht
Allerdings berührt er die beiden Hauptprobleme nicht (gut: das ist ja seine These, dass man über die Hauptprobleme erst am Ende redet)
Beide Seiten müssen "Scheiße fressen":
die Palästinenser müssen akzeptieren, dass es kein Rückkehrrecht für die Flüchtlinge gibt (das würde übrigens nicht nur Israel zerstören, sondenr auch Palästina!).
Und die Israelis müssen erkennen, dass sie den Palästinensern Ostjerusalem als Hauptstadt geben müssen (ohne die Western Wall).
Bisher haben die Israelis gegelaubt, die Zeit spiele für sie, aber durch die arabischen Umstürze dreht sich das. - #2 27.06.2011 10:33 von schnuppe
war lange fällig
Endlich mal ein Artikel, in dem ungeschminkt die Wahrheit gesagt wird.
- #3 27.06.2011 10:39 von
- #4 27.06.2011 10:42 von
Friedenspflicht
Bevor ein eventueller Palistinänser-Staat in die UNO aufgenommen werden könnte, müsste er sich erst mal an die Vorbedigung für alle neuen Staaten halten, den der Friedenpflicht - sprich der Anerkennung des israelischen Staates. So lange er das nicht tut, kann er nicht in die UNO aufgenommen werden.
- #5 27.06.2011 10:45 von plleus
- #6 27.06.2011 10:48 von
- #7 27.06.2011 10:55 von BartSimpson
Bemerkenswert, der Satz
Netanjahu tut das, um dem Friedensprozess Hindernisse in den Weg zu legen. Er will keinen Frieden.
Nicht dass das neu wäre, und dass das nicht jeder wüsste, aber neu ist, dass so ein Satz in der deutschen Presse erscheint.
Habe selten eine so ehrliche Analyse der Sachlage gelesen. Natürlich ist das von Mofas vorgeschlagen Vorgehen nicht völlig ausgereift, aber gerade durch Bedenken bzgl. diverser Einzeproblemen wird der Friedensprozess ja ständig absichtlich ausgebremst. Deswegen sollte man sich endlich auf eine grobe Skizze für einen Friedensprozess einigen, und dann systematisch die Einzelprobleme lösen. Daher ist der Vorschlag vor allem kostruktiv, jedenfalls konstruktiver als alles, was bisher von Netanjahu kam.
Einfach wird dass freilich nicht werden. Ost-Jerusalem ist sicherlich ein sehr schwerwiegendes Problem. Die Palästinenser sollten meiner Ansicht nach auch hier einen Teil zurückerhalten, und beide Seiten sollten freien Zugang zu Jerusalem, und vor allem zu den heilige Stätten garantieren. Problematisch würde auch sein, dass die Palästinenser radikale Elemente in ihren Reihen haben, die die Palästinenser gar nicht kontrollieren können. Die werden auch weiterhin mit Raketen schießen, Steinen werfen usw. Erst eine einigermaßen gefestigte palästinensische Regierung könnte sich darum kümmern. Es würde keinen Sinn machen, in dieser Hinsicht 'Waffenruhe' als Vorbedingung zu stellen.
Der springende Punkt aber, so scheint mir ist nicht der, dass Netanjahu keinen Frieden will. Der ist nämlich nur Opportunist, und hält sich nur wegen seines sturen Verhaltens an der Macht. Es sind kleine, aber vor allem einflussreiche Teile der Bevölkerung Israels, die eigentlich keinen Frieden wollen (bei den Palästinenser umgekehrt genauso). Die müsste man erst ins politische Abseits drängen. Dass jemand wie Avigdor Lieberman in der Politik geduldet wird oder geduldet werden muss, spiegelt dieses Problem wider. - #8 27.06.2011 10:58 von
- #9 27.06.2011 11:05 von raka
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Bin ich froh, dass die Opposition das sagt und ich mich für dieselben Worte nicht als Antisemit beschimpfen lassen muss.Zitat von SPON-Artikel
Wann werden wir lernen, Unrecht als Unrecht zu benennen, ohne diese Brille, die soviel Unrecht und Ungerechtigkeit auf der Welt begründet hat. Wann werden unsere Regierenden die nötigen Konsequenzen ziehen und entsprechenden Druck auf Israel ausüben?
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