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Israel: Ultra-Orthodoxe wehren sich gegen Wehrdienst

REUTERSUltra-Orthodoxe müssen nicht zum Wehrdienst: So war es in Israel über Jahrzehnte geregelt. Jetzt hat sich das höchste Gericht des Landes gegen die Freistellung der Tiefreligiösen ausgesprochen und fordert eine Gesetzesänderung. Prompt regt sich Widerstand.

Israel: Ultraorthodoxe wehren sich gegen Wehrdienst - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
  1. #40

    Zitat von herbert_schwakowiak Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich finde ich es gut, wenn jemand sich weigert in der Armee zu 'dienen' und Menschen zu töten.
    Seltsam ist allerdings die beschränkung auf eine religiöse Minderheit.
    Sind die Israelis schon mal auf die Idee gekommen, eine Wehrdienstverweigerung aus Gewissensgründen, wie es sie in Deutschland bis vor kurzem gab, einzuführen?
    Die Israelis haben lauter Nachbarn, die sich auf die Fahnen geschrieben haben, sie vernichten zu wollen. Die können es sich nicht leisten, deutschen Pazifismus-Träumen hinterherzujagen.

    In einem Land, das regelmäßig mit Raketen angegriffen wird, muss jeder Bürger mit einer Waffe umgehen können und wissen, wie man sich im Verteidigungsfall zu verhalten hat.
  2. #41

    Stimmt auffallend!

    Zitat von RudiLeuchtenbrink Beitrag anzeigen
    Sie arbeiten nicht, sie dienen nicht und sind auch noch frech gegenüber den Menschen die sie ernähren. Ihre selbstgewählte Aufgabe besteht im Studium alter Texte und der fleißigen Vermehrung.
    Uri Averni hat das schön beschrieben, wer soll denn in diesem Land arbeiten und es führen wenn diese faulen Drohnen einmal die Mehrheit der Bevölkerung stellen werden ?

    Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu. Aber wenn Sie in der gleichen Diktion in Deutschland etwas über (einheimische oder auch zuwandernde) Sozialschmarotzer sagen (ich spreche NICHT von denen, die wirklich auf Hilfe angewiesen sind! Ich habe selbst so einen Fall in der Bekantschaft, der definitiv nicht mehr arbeiten kann), werden Sie gleich als "rechts", "Faschist" oder sonst etwas Nettes beschimpft.
  3. #42

    Israel vs. Afghanistan - wo ist der Unterschied?

    Zitat von keksguru Beitrag anzeigen
    denn es geht nur um 1% der Bevölkerung.... meine Güte warum müssen die alle so starrsinnig sein? Oder ist das "normal" in Israel? Gerechtigkeit für jedermann ist was Schönes, aber es bleibt die Frage offen, ob es das denn unbedingt wert ist. Auf der anderen Seite, die Haredim kosten auch die Regierung viel Geld, denn sie kriegen Geld vom Staat für ihre Lebensweise.... vielleicht ist es an der Zeit, dem Staat was zurückzugeben.

    Der SPIEGEL brachte gerade in letzter Zeit öfters Artikel über diese Typen. Ich seh da keinen Unterschied zu den Irren, die Amokläufe veranstalten, wenn ein anderes Märchenbuch in Afghanistan verheizt wird. Den radikal sidn dies Ultraorthodoxen allemal....
    Kleine Mädchen wegen "unpassender" Kleiderlänge anspucken...... gehts denen noch ganz gut?
  4. #43

    Nicht den zweiten vor dem ersten Schritt...

    Zitat von skepti Beitrag anzeigen
    Niemand darf gegen seinen Willen zum Kriegsdienst gezwungen werden. Das ist ein grundlegenes Menschenrecht, was von fast allen demokratischen Staaten eingehalten wird. Mit einem Zwangswehrdienst steht Israel auf einer Stufe mit Staaten wie der ehemaligen DDR, Russland oder der Türkei. Die einzige Lösung ist eine Aussetzung der Wehrpflicht. Sollte man dies nicht umsetzen wollen, ist zumindest ein ziviler Ersatzdienst anzubieten, der keinen Bestrafungscharakter haben darf.

    Ich frage mich, wie man nun auf dieses Urteil reagieren wird. Immerhin bedeutet es auch, dass arabische Israelis auch Wehrdienst leisten müssten. Vielleicht wird man einfach "Torah-Studium" als Ersatzdienst oder gar als Wehrdienst anerkennen.
    Aus verschiedendenen Gruenden hat die Wehrpflicht in Israel einen anderen Stellenwert als bei uns.
    Natuerlich kønnten die Israelis die Einfuehrung des Zivildienstes diskutieren, aber derzeit scheint es eher so als ob eine Minderheit, die wundersamerweise pløtzlich so minder nicht mehr war, eine Privileg ausnutzt, um sich von einem essentiellen Dienst an der Gesellschaft zu druecken, die sie alimentiert.
  5. #44

    Zitat von fuzzi-vom-dienst Beitrag anzeigen
    Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu. Aber wenn Sie in der gleichen Diktion in Deutschland etwas über (einheimische oder auch zuwandernde) Sozialschmarotzer sagen (ich spreche NICHT von denen, die wirklich auf Hilfe angewiesen sind! Ich habe selbst so einen Fall in der Bekantschaft, der definitiv nicht mehr arbeiten kann), werden Sie gleich als "rechts", "Faschist" oder sonst etwas Nettes beschimpft.
    Das interessante daran ist ja, das die Ultras in Israel die sekulären/demokratischen Kräfte schon als 'Nazis' beschimpft haben, weil besagte sekuläre/demokratische Kräfte nicht überall in Israel die Frauen hinten im Bus sitzen haben wollten sondern eben, im Zuge der Gleichberechtigung dort, wo sie sich eben hinsitzen wollten. Diese schmarotzende Minderheit beschimpft also eine Mehrheit als Nazis, weil besagte Mehrheit es gewagt hat, sich nicht der Minderheit unterzuordnen.
    Und solche Leute sollen das Andenken an die Shoa aufrecht erhalten???
  6. #45

    Wie kommen Sie darauf?

    Zitat von keksguru Beitrag anzeigen
    denn es geht nur um 1% der Bevölkerung.... meine Güte warum müssen die alle so starrsinnig sein? Oder ist das "normal" in Israel? Gerechtigkeit für jedermann ist was Schönes, aber es bleibt die Frage offen, ob es das denn unbedingt wert ist. Auf der anderen Seite, die Haredim kosten auch die Regierung viel Geld, denn sie kriegen Geld vom Staat für ihre Lebensweise.... vielleicht ist es an der Zeit, dem Staat was zurückzugeben.
    Die Haredim stellen in Israel ca. 15% der heutigen Bevölkerung.
  7. #46

    Sind sie so sicher?

    Zitat von Laubenkuschler Beitrag anzeigen
    Funktioniert in Israel aber nicht, da dann in Null komma nichts Israels Nachbarn die erste große Offensive starten würden ... und das wär's dann für immer gewesen mit Israel.
    Gut, wenn ich mir den Iran-Präses und die dortigen Mullahs ansehe könnte es unter Umständen schon sein. Allerdings wäre kurz darauf die Welt dann doch etwas friedlicher, weil für die derzeitige Lage sind auch mindestens zwei notwendig und die sind sich bisher in nichts nachgestanden.
    Ein andere Variante wäre das wir dann dort unten auch noch mitmischen müßten, weil die existenz Israel zugesichert wurde.
  8. #47

    Das bedeutet was genau?

    Zitat von husker Beitrag anzeigen
    Die Israelis haben lauter Nachbarn, die sich auf die Fahnen geschrieben haben, sie vernichten zu wollen.
    So ist das eben, wenn man einen Staat dort ausruft, wo schon wer anders wohnt. Wenn ein Fremder kommt und ein Haus besetzt, dürfen die Nachbarn auch stinkig sein.
  9. #48

    ...

    Zitat von alexkie Beitrag anzeigen
    Die Haredim stellen in Israel ca. 15% der heutigen Bevölkerung.
    Der Spiegel hat schlicht und einfach ne 0 vergessen und dann sind wir bei der konservativen Schätzung von vor 5 Jahren oder so. Da die Haredi aber die mit Abstand höchste Wachstumsrate der Bevölkerung haben und sich gerne mal einem Zensus entziehen, dürften ihre 15% eher der Realität entsprechen. Da dieser Anteil Jahr für Jahr immer weiter ansteigt, dürfte sich das Problem irgendwann einfach von selbst regeln. Entweder hat dann die restliche Bevölkerung die Schnautze entgültig voll von den grossmäuligen Schmarotzern oder Israel wurde überrannt, weil die Armee schlicht zu klein geworden ist.
  10. #49

    Drückebergerei

    Zitat von zehwa Beitrag anzeigen
    Aus verschiedendenen Gruenden hat die Wehrpflicht in Israel einen anderen Stellenwert als bei uns.
    Natuerlich kønnten die Israelis die Einfuehrung des Zivildienstes diskutieren...
    Undenkbar. Das Land befindet sich seit 64 Jahren permanent in erhöhter Verteidigungsbereitschaft und hat vier Kriege erfolgreich abgewehrt, die die Vernichtung Israels zum Ziel hatten. Eine Freiwilligenarmee wäre viel zu klein.

    Die Drückebergerei der Haredim wird schlicht wegen deren höherer Geburtenrate zu einem "demografischen" Problem für Israels Verteidigungsbereitschaft und Israels Sozialsysteme. Jedenfalls unter den geltenden Gesetzen. Also müssen die Gesetze entsprechend geändert werden.


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