Israel: Netanjahu kündigt vorgezogene Neuwahlen an

DPAIsraels wird früher als geplant ein neues Parlament wählen. Ministerpräsident Netanjahu entschied sich für den Schritt, weil er wegen innenpolitischer Streitereien nicht mit einer Mehrheit für das nächste Haushaltsbudget rechnen kann.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-860414.html
  1. #1

    Es wird spannend...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Israels wird früher als geplant ein neues Parlament wählen. Ministerpräsident Netanjahu entschied sich für den Schritt, weil er wegen innenpolitischer Streitereien nicht mit einer Mehrheit für das nächste Haushaltsbudget rechnen kann.

    Netanjahu kündigt Neuwahlen in Israel an - SPIEGEL ONLINE

    ..., aber gibt es ernsthafte Alternativen?
  2. #2

    Ein taktischer Schachzug...

    ...auf dem Weg zum großen Krieg!
  3. #3

    Kaum, denn

    Zitat von josian Beitrag anzeigen
    ...auf dem Weg zum großen Krieg!
    wenn Obama sich gegen seinen Kontrahenten durchsetzen kann, wird er in seiner 2. Amtszeit ganz anders vorgehen können. Das gilt sowohl für seine bisher nicht eingelösten Versprechen gegenüber den Arabern, als auch für eine ganz neue Einschätzung des AIPAC Einflusses auf die amerikanische Politik.
    Er kann das eher angehen, was wirklich im Sinne der meisten Amerikaner ist, statt überbordende Rücksicht auf das Wollen der Reichen und Mächtigen in Medien und Finanzen nehmen zu müssen.

    Sollten - wider Erwarten - allerdings die Republikaner gewinnen, gehen nicht nur in den USA viele Lichter aus.
  4. #4

    Neuwahlen

    Daher der Ganze vorige Tam Tam
  5. #5

    ...

    Zitat von der gärtner Beitrag anzeigen
    ..., aber gibt es ernsthafte Alternativen?
    Naja, Shaul Mofaz ist ein guter Mann. Ehud Barak könnte auch besser abschneiden, als erwartet. Wer weiß. Aktuell ist Netanyahu sicher weit vorne, aber ob er die Disziplin hat, im Wahlkampf auf "ungeschickte Auftritte" zu verzichten, welche ihn als kaltherzigen Egomanen darstellen, bleibt abzuwarten. Bisher hat er oft jemanden gehabt, der bereit war, den "bad Cop" zu spielen. Das wird in Zuklunft nicht einfacher.

    Drei Monate sind eine lange Zeit und je nachdem, welche Themen den Wahlkampf bestimmen, kann sich das Blatt sehr schnell drehen.

    Themen könnten sowohl die immer noch angespannte Lage des Wohungsmarktes sein, die Beihilfen für die Siedler, Politik gegenüber Flüchtlingen aus Afrika aber auch die Tatsache, dass der Frieden mit den palästinensischen Arabern nicht vorankommt. "Selbst, wenn die PA heute nicht kooperativer ist, als Ägypten vor dem Yom Kippur Krieg, ist das kein Grund, sich hinter Bibis Bar Lev Linie zurückzuziehen" ist keine leere Phrase.

    Am Ende wird der Wahlausgang sehr von den Nachrichten in den kommenden Monaten abhängen. Egal, wer das rennen macht, der Staat Israel wird wieder einmal beweisen, dass seine Demokratie ein Leuchtturm in einem schwarzen Meer aus Fanatikern und Despoten bleibt. Aber vielleicht taucht ja vor den dann nächsten Wahlen noch eine andere Insel auf.
  6. #6

    Scharfmacher vs. Atombomben

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Israels wird früher als geplant ein neues Parlament wählen. Ministerpräsident Netanjahu entschied sich für den Schritt, weil er wegen innenpolitischer Streitereien nicht mit einer Mehrheit für das nächste Haushaltsbudget rechnen kann.

    Netanjahu kündigt Neuwahlen in Israel an - SPIEGEL ONLINE
    Will er sich für den Krieg gegen Iran legitimieren lassen?
    Wie sieht es denn andererseits mit fder Offenlegung des Atomwaffenbestands seitens Israel aus, und sind die Atomwaffen in Pakistan und Indien in sicheren Händen?
  7. #7

    alles kalkuliert..

    Wenn davon auszugehen ist das Israel ernst macht und den Iran demnächst angreift...wird das keine Angelegenheit von einigen Wochen...ein längerer militärischer Konflikt mit dem Iran, würde Nettiranhau die Wiederwahl kosten..so hat er erstmal Zeit...ein paar mehr Raketen abzufeuern...
  8. #8

    Gute Taktik;

    denn Falke Nethanyahu genießt momentan breite Unterstützung der Wählerfalken. Insofern ist die Kritik an seiner Regierung falsch, insoweit sie die israelische Mehrheit als Tauben bezeichnet. Ich kann diesen Unsinn nicht mehr hören: "Die Regierung will Krieg, die Wähler nicht."
    Die Wähler wissen ganz genau, wen und was sie wählen. Und deshalb haften sie auch (demokratisch) für die Konsequenzen.
    Die Bürger in den diktotorischen Nahoststaaten können sich (zur Not) damit herausreden, nichts mit ihrer Regierung zu tun zu haben.