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Islamkonferenz: Friedrich in der Salafisten-Falle

dapdDas Thema Salafismus belastet die Islamkonferenz an diesem Donnerstag. Manche wollen intensiv über die Fundamentalisten debattieren, die Gratisexemplare des Koran verteilen. Andere halten das für übertrieben. Innenminister Friedrich erntet Kritik von Union und FDP - und Lob von den Grünen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828261,00.html
  1. #20

    Religions-Konferenz

    Zitat von paulahner Beitrag anzeigen
    Eine Frage an die Autorin: "Eigentlich ist Innenminister Hans-Peter Friedrich im Umgang mit dem Islam nicht als besonders vorsichtiger Politiker bekannt."

    Warum ist für deutsche Politiker besondere Vorsicht mit dem Islam erforderlich? Ich verstehe das nicht. In Deutschland sind seit den 60ern Italiener, Spanier, Griechen, Jugoslaven. Keine dieser Gruppen hat jemals Sonderrechte für sich beansprucht.

    Ich bitte um Hilfstellung.
    Und ich bitte um eine Buddhismus-Konferenz...
  2. #21

    religionsfreiheit gehört zu deutschland!

    Zitat von Hubatz Beitrag anzeigen
    Solange sich die Allgemeinheit der Muslime nicht öffentlich vom Salafaschismus distanziert (wie es bei den Deutschen und den Neonazis der Fall ist), solange glaube ich auch nicht an den Salafismus als kleine Strömung des Islam.
    religionsfreiheit ist ein grundrecht. steht so im grundgesetz. solange sich also die religionsausüber an die für alle menschen geltenden gesetze halten, ist nichts gegen sie vorzubringen. ich habe kein problem damit, was ein mensch glaubt. ein problem entsteht für mich nur dann, wenn er sich nicht an die geltenden gesetze hält. gesetzesbruch ist durch religionsfreiheit nicht gedeckt. das sollte endlich für alle religionen genau gleich gelten. wir haben das deutsche demokratische recht auf basis des grundgesetzes. religiöse sonderrechte haben darin keinen platz. das bedeutet: KEINE scharia, KEIN kirchenrecht, KEIN judenrecht... nur das eine recht, das recht ist! darüber hinaus steht es keinem menschen zu, die religion irgendeines anderen menschen "anzumerkennen" oder "nicht anzumerkennen". anerkennen tut nur einer und der sitzt im himmel. also richtet nicht auf dass ihr nicht gerichtet werdet!

    Zitat von Hubatz Beitrag anzeigen
    Der Islam ist eine Gefahr für unser Land. Sowie jede andere krude, mittelalterliche und intolerante Ideologie / Religion.
    dann wäre judentum und christentum ebenfalls eine gefahr. seh ich nciht so. religion ist privatsache und sollte auch in geltendem recht so gesehen werden. und wenn kauder sagt, der islam gehört nicht zu deutschland, obwohl nix davon im grundgesetz steht, dann taugt er nicht zum politiker und sollte endlich einen ordentlichen beruf ergreifen. herr kauder, die religionsfreiheit steht in der verfassung und nicht dass der islam darunter nicht fällt.
  3. #22

    aha

    Zitat von Apologet Beitrag anzeigen
    Genau, denn Islamismus hat nichts mit dem Islam zu tun. Alkoholismus hat auch nichts mit Alkohol zu tun.
    und der "heldenbischoff williamson" hat nix mit dem christentum zum tun, stimmts?
  4. #23

    .

    Zitat von fuzuli Beitrag anzeigen
    Ein Türke aus der Türkei fragte;
    "Warum gibt es ein Islam Konferenz auf der politischen Ebene mit deutschem Innenminister in Deutschland? Wird der Islam dadurch nicht in die Politik eingeführt und Islam das Wort in der Politik erteilt?"

    Ich fand die richtige Antwort leider nicht.
    Da diese Konferenz massgeblich auf Betreiben türkischer Organisationen zurückzuführen ist, sollte er einfach den Erdogan fragen. Wenn einer die Antwort kennt, dann der.
  5. #24

    Hmmmm?

    "Unter Innenminister Friedrich erwarte ich keine Fortschritte mehr", sagte Omerika der "taz". "Durch seine notorischen Ausfälle hat er gezeigt, wie wenig er sich eigentlich mit dem Thema auseinandersetzt." Insbesondere kritisierte Omerika Friedrichs Umgang mit einer Studie über junge Migranten, aus welcher der Innenminister Belege für eine mangelnde Integrationsbereitschaft abgelesen hatte. Friedrich habe die Ergebnisse "verzerrt dargestellt", sagte Omerika.
    Und warum laufen mir immer reihenweise die Bestätigungen dafür
    vor die Füsse?
    Oder träume ich das nur Frau Omerika.
    Zu einer Erfolgreichen Integration gehören immer zwei Seiten.
    Die eine Seite in Deutschland erzählt mir ständig, wie toll und super und multikulti und bereichernd das Ganze ist und die andere Seite mit verlaub sche...t drauf sich zu intergrieren.
    Und die Koran Verteilung ist nicht gerade dazu angetan dieses Bild zu ändern.
    Wobei ich niemandem seine Religion absprechen will.
    Aber dessen Religionsfreiheit findet seine Grenzen sowie er
    meine Freiheit berührt von jeglicher Religion in Ruhe gelassen zu werden. Was allerdings auch für andere Religionen zutrifft.
    Nur in diesem Fall ist es mal wieder sehr dominant.
  6. #25

    ..

    Zitat von endbenutzer Beitrag anzeigen
    Mal nachgefragt: Gibt es eigentlich irgendein Land auf der Erde, das sich derart intensiv mit den Befindlichkeiten einer religiösen Minderheit auseinandersetzt wie Deutschland? Ich kann es langsam nicht mehr hören. Islamkonferenz, runder Tisch zum Thema Islam, Dialog mit dem Islam etc. Könnte man dieses Thema nicht mal auf sein Normalmaß reduzieren und sich vielleicht mit dringenderen Dingen befassen?
    Das liegt vermutlich daran, dass sich unsere ganze Gesellschaft bei kaum einem anderen Thema in so großer Gefahr befindet- und man gleichzeitig so wehrlos ist.
  7. #26

    ...

    Zitat von endbenutzer Beitrag anzeigen
    Mal nachgefragt: Gibt es eigentlich irgendein Land auf der Erde, das sich derart intensiv mit den Befindlichkeiten einer religiösen Minderheit auseinandersetzt wie Deutschland? Ich kann es langsam nicht mehr hören. Islamkonferenz, runder Tisch zum Thema Islam, Dialog mit dem Islam etc. Könnte man dieses Thema nicht mal auf sein Normalmaß reduzieren und sich vielleicht mit dringenderen Dingen befassen?
    Die Inhalte der Islamkonferenz verstehe ich nicht. Das GG regelt doch alles. Worüber wird dort diskutiert und weshalb ist Integration dort immer so schwierig; überall?

    Es wird dieser Idologie zu viel Aufmerksamkeit gewidmet.
  8. #27

    Wenn schon aus der Überschrift des Artikels...

    Zitat von roland56 Beitrag anzeigen
    ... ist in diesem Zusammenhang wohl das Übelste.

    Islamkonferenz? Wozu? Zur Durchsetztung von Sonderrechten? Plattform für Leute wie Kolat?
    ...hervorgeht, daß der Innenminister von den GrünInnen gelobt wird, braucht man eigentlich den Text gar nicht lesen, um zu wissen, daß er etwas falsch gemacht hat.
  9. #28

    Der war gut! :-)

    Zitat von meon Beitrag anzeigen
    Auf ein eindeutig ablehnendes Wort zu den Muslimverbänden von der Bundesregierung werden wir wohl noch länger warten müssen.

    Ich freue mich auch jeden Fall schon auf Friedrichs Statement zu "Sind die Sith eine Abspaltung der Jedi oder eine parallel entstandene, eigenständige Gruppierung von......
    Ich sage dazu nur: /push

    Hehe, das war ja mal ein richtig launiger witziger Kiommentar, schöner Lacher zur Morgenstunde, danke sehr! (keine Ironie)
  10. #29

    Gute Punkte

    Zitat von Eckhard Beitrag anzeigen
    Ich hab mal gelernt, dass es nur 2 anerkannte islamische Richtungen gibt, die den Koran wortwoertlich interpretierenden Salafisten...
    Eben dies ist leider ein weit verbreiteter Irrtum. Im Koran steht nirgendwo wortwörtlich, dass
    a) Ehebrecher gesteinigt werden müssen
    b) die Homosexualität mit dem Tod bestraft werden soll
    c) Frauen in der Moschee nicht beten dürfen
    d) Juden und Christen - wie Salafistenführer Abou-Nagie behauptete - in die Hölle gehen
    e) Konvertiten/Apostaten mit dem Tod bestraft werden müssen
    ...

    An all das glauben jedoch Salafisten felsenfest. Fast alle kritischen Aspekte ihrer "Glaubensschule" basieren auf den Hadithen (Überlieferungen), den erst Jahrhunderte nach dem Tod des Propheten schriftlich fixierten Aussprüchen von ihm und Beschreibungen seines "Weges" des Denkens/Handelns ("Sunnah").
    Entgegen der Behauptungen der Salafisten (aber auch vieler anderer Sunniten und teilweise Schiiten) sind diese Überlieferungen keineswegs als 100% authentisch zu betrachten. Der Gedanke, dass 200 Jahre nach Mohammad Menschen aus dem entfernten Nordosten Persiens (wie u.a. der legendäre Hadithüberlieferer al-Bukhari) nach Arabien wandern, sich dort "investigativ" betätigen und zu dem Schluss kommen, dass ein Hadith "sahih" (100% sicher) sei, weil Abu soundso ein aufrichtiger Mensch war und bestätigte, dass sein Vater Abu soundso2 mindestens genauso vertrauenswürdig war und dessen Vater Ibn soundso auch über jeden Zweifel erhaben war..und schliesslich 6 Generationen vor ihnen Abu soundso6 vom Propheten hörte, wie dieser sagte: "..." ist absurd und absolut keine Basis aufgrund der man verheerende Entscheidungen treffen sollte.
    Dazu kommt, dass bei vielen "sahih" Hadithen Widersprüche zu anderen "sahih" Hadithen bestehen und/oder zum Koran selbst. Die Qualifizierung selbst der Primärerzähler (des Mannes/der Frau, der/die etwas direkt vom Propheten hörte) ist problematisch, weil verschiedene Fraktionen ein- und denselben Menschen als "vertrauenswürdig" bis hin zu "Lügner" bezeichnen, je nach Gusto.

    Insofern ist es an sich Schwachsinn, wenn eine angeblich puristische Bewegung, wie die der Salafisten, einen Grossteil ihres ideologischen Konstrukts auf solch schwachbrüstige Quellen wie die Hadithliteratur zurückführt.

    Zitat von Eckhard Beitrag anzeigen
    ...Also meine Frage: sind die verteilten Korane auf arabisch oder in deutscher Uebersetzung, denn letzteres passt nicht mit den Salafisten zusammen.
    Richtig, das passt vorne und hinten nicht. Ich habe selbst vor über 10 Jahren einer hessischen Moschee drei verschiedene "deutsche" Korane geschenkt, und ein arabischer Freund sagte, diese wären mit dem Verweis das seien "Übersetzungen von Juden" von einem salafistischen geprägten Moscheegänger entfernt worden.

    In dem Zuge sollte gesagt werden, dass es Unsinn ist, dass der Koran nicht übersetzt werden soll und stattdessen alle Islam- und Koraninteressierten Menschen erst mal Arabisch lernen müssen.

    Das Argument der Unübersetzbarkeit basiert auf der Grundlage (die ich für korrekt halte), dass das Arabisch des Koran komplex und anspruchsvoll sei und nichts, was man nach 2-3 "Arabisch für Dummies" Kursen oder wenigen Monaten Aufenthalt in arabischen Ländern lückenlos und "korrekt" versteht. Gerade dann ist es doch zielführender, wenn gut geschulte Übersetzer, vielleicht bilinguale Vertreter dieser Zunft den Text übersetzen.


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