dapdDas Thema Salafismus belastet die Islamkonferenz an diesem Donnerstag. Manche wollen intensiv über die Fundamentalisten debattieren, die Gratisexemplare des Koran verteilen. Andere halten das für übertrieben. Innenminister Friedrich erntet Kritik von Union und FDP - und Lob von den Grünen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828261,00.html
religionsfreiheit ist ein grundrecht. steht so im grundgesetz. solange sich also die religionsausüber an die für alle menschen geltenden gesetze halten, ist nichts gegen sie vorzubringen. ich habe kein problem damit, was ein mensch glaubt. ein problem entsteht für mich nur dann, wenn er sich nicht an die geltenden gesetze hält. gesetzesbruch ist durch religionsfreiheit nicht gedeckt. das sollte endlich für alle religionen genau gleich gelten. wir haben das deutsche demokratische recht auf basis des grundgesetzes. religiöse sonderrechte haben darin keinen platz. das bedeutet: KEINE scharia, KEIN kirchenrecht, KEIN judenrecht... nur das eine recht, das recht ist! darüber hinaus steht es keinem menschen zu, die religion irgendeines anderen menschen "anzumerkennen" oder "nicht anzumerkennen". anerkennen tut nur einer und der sitzt im himmel. also richtet nicht auf dass ihr nicht gerichtet werdet!
dann wäre judentum und christentum ebenfalls eine gefahr. seh ich nciht so. religion ist privatsache und sollte auch in geltendem recht so gesehen werden. und wenn kauder sagt, der islam gehört nicht zu deutschland, obwohl nix davon im grundgesetz steht, dann taugt er nicht zum politiker und sollte endlich einen ordentlichen beruf ergreifen. herr kauder, die religionsfreiheit steht in der verfassung und nicht dass der islam darunter nicht fällt.
Und warum laufen mir immer reihenweise die Bestätigungen dafür"Unter Innenminister Friedrich erwarte ich keine Fortschritte mehr", sagte Omerika der "taz". "Durch seine notorischen Ausfälle hat er gezeigt, wie wenig er sich eigentlich mit dem Thema auseinandersetzt." Insbesondere kritisierte Omerika Friedrichs Umgang mit einer Studie über junge Migranten, aus welcher der Innenminister Belege für eine mangelnde Integrationsbereitschaft abgelesen hatte. Friedrich habe die Ergebnisse "verzerrt dargestellt", sagte Omerika.
vor die Füsse?
Oder träume ich das nur Frau Omerika.
Zu einer Erfolgreichen Integration gehören immer zwei Seiten.
Die eine Seite in Deutschland erzählt mir ständig, wie toll und super und multikulti und bereichernd das Ganze ist und die andere Seite mit verlaub sche...t drauf sich zu intergrieren.
Und die Koran Verteilung ist nicht gerade dazu angetan dieses Bild zu ändern.
Wobei ich niemandem seine Religion absprechen will.
Aber dessen Religionsfreiheit findet seine Grenzen sowie er
meine Freiheit berührt von jeglicher Religion in Ruhe gelassen zu werden. Was allerdings auch für andere Religionen zutrifft.
Nur in diesem Fall ist es mal wieder sehr dominant.
Eben dies ist leider ein weit verbreiteter Irrtum. Im Koran steht nirgendwo wortwörtlich, dass
a) Ehebrecher gesteinigt werden müssen
b) die Homosexualität mit dem Tod bestraft werden soll
c) Frauen in der Moschee nicht beten dürfen
d) Juden und Christen - wie Salafistenführer Abou-Nagie behauptete - in die Hölle gehen
e) Konvertiten/Apostaten mit dem Tod bestraft werden müssen
...
An all das glauben jedoch Salafisten felsenfest. Fast alle kritischen Aspekte ihrer "Glaubensschule" basieren auf den Hadithen (Überlieferungen), den erst Jahrhunderte nach dem Tod des Propheten schriftlich fixierten Aussprüchen von ihm und Beschreibungen seines "Weges" des Denkens/Handelns ("Sunnah").
Entgegen der Behauptungen der Salafisten (aber auch vieler anderer Sunniten und teilweise Schiiten) sind diese Überlieferungen keineswegs als 100% authentisch zu betrachten. Der Gedanke, dass 200 Jahre nach Mohammad Menschen aus dem entfernten Nordosten Persiens (wie u.a. der legendäre Hadithüberlieferer al-Bukhari) nach Arabien wandern, sich dort "investigativ" betätigen und zu dem Schluss kommen, dass ein Hadith "sahih" (100% sicher) sei, weil Abu soundso ein aufrichtiger Mensch war und bestätigte, dass sein Vater Abu soundso2 mindestens genauso vertrauenswürdig war und dessen Vater Ibn soundso auch über jeden Zweifel erhaben war..und schliesslich 6 Generationen vor ihnen Abu soundso6 vom Propheten hörte, wie dieser sagte: "..." ist absurd und absolut keine Basis aufgrund der man verheerende Entscheidungen treffen sollte.
Dazu kommt, dass bei vielen "sahih" Hadithen Widersprüche zu anderen "sahih" Hadithen bestehen und/oder zum Koran selbst. Die Qualifizierung selbst der Primärerzähler (des Mannes/der Frau, der/die etwas direkt vom Propheten hörte) ist problematisch, weil verschiedene Fraktionen ein- und denselben Menschen als "vertrauenswürdig" bis hin zu "Lügner" bezeichnen, je nach Gusto.
Insofern ist es an sich Schwachsinn, wenn eine angeblich puristische Bewegung, wie die der Salafisten, einen Grossteil ihres ideologischen Konstrukts auf solch schwachbrüstige Quellen wie die Hadithliteratur zurückführt.
Richtig, das passt vorne und hinten nicht. Ich habe selbst vor über 10 Jahren einer hessischen Moschee drei verschiedene "deutsche" Korane geschenkt, und ein arabischer Freund sagte, diese wären mit dem Verweis das seien "Übersetzungen von Juden" von einem salafistischen geprägten Moscheegänger entfernt worden.
In dem Zuge sollte gesagt werden, dass es Unsinn ist, dass der Koran nicht übersetzt werden soll und stattdessen alle Islam- und Koraninteressierten Menschen erst mal Arabisch lernen müssen.
Das Argument der Unübersetzbarkeit basiert auf der Grundlage (die ich für korrekt halte), dass das Arabisch des Koran komplex und anspruchsvoll sei und nichts, was man nach 2-3 "Arabisch für Dummies" Kursen oder wenigen Monaten Aufenthalt in arabischen Ländern lückenlos und "korrekt" versteht. Gerade dann ist es doch zielführender, wenn gut geschulte Übersetzer, vielleicht bilinguale Vertreter dieser Zunft den Text übersetzen.