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Islamistische Fundamentalisten: Rebellen im Norden Malis rufen Scharia aus

AFP PHOTO / ANSAR DINESie verbieten Frauen, Hosen zu tragen und wollen westliche Musik aus dem Radio verbannen: Im Norden Malis hat eine Gruppe islamistischer Rebellen die Scharia ausgerufen. Sie nutzt die Schwäche des malischen Militärs, das in einen Putschversuch verstrickt ist. Dem Land droht die Teilung.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...825612,00.html
  1. #20

    .

    Zitat von Atheist_Crusader Beitrag anzeigen
    Ein fundamentalistisches Regime kann durchaus der Schritt zwischen totalem Chaos und einer demokratischeren Herrschaftsform sein.
    Ich bin da eher skeptisch, zum einen hats sowas bisher noch nicht gegeben, zum anderen ist der Islam gesamtgesellschaftlich also auch politisch angelegt, ganz im Gegenteil z.B. zum Christentum wo eine Trennung zwischen Glauben und Staat (Gebt es Kaisers was des Kaisers ist....) schon angelegt ist (auch wenn sie erst nach Kämpfen gegen die Kirche errungen wurde).
  2. #21

    Vielleicht

    Zitat von Atheist_Crusader Beitrag anzeigen
    Für uns mag das unverständlich klingen, aber für afrikanische Verhältnisse kann ein Gottesstaat durchaus eine Verbesserung darstellen. Wo es gänzlich an Recht und Ordnung fehlt, da sieht selbst ein brutales Regelwerk wie die Scharia gut aus,auch wenn sie radikal durchgesetzt .....
    Das mag vielleicht für afrikanische Länder gelten, in denen wirklich Chaos herrscht, wie in Somalia. Aber laut Wikipedia galt Mali
    bis zum Militärputsch im März 2012 als gelungenes Beispiel einer Demokratisierung in Afrika, ist aber eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt.
    Nein, eine fundamentalistisches Regime ist sicher ein Rückschritt!
  3. #22

    Die Geister die ich rief........

    Zitat von homerlein Beitrag anzeigen
    Wie kommen Sie darauf, dass der "Westen" Gaddafi gestürzt hat? Es waren die Libyer selbst, die das erledigt haben, NATO hat es nur beschleunigt - oder sind Sie eine andere Meinung?
    Was in Mali gerade passiert, hat mit Libyen oder die sog. "Arabische Frühling" nicht zu tun. Und wissen Sie warum? Es gibt in Mali kein Internet (vereinfacht gesagt). Ungebildete Leute, abgeschnitten von Informationen, hungernd, terrorisiert... glauben Sie im Ernst, dass diese Menschen etwas anders interessiert als reines Überleben?
    Wenn Sie diese Entwicklung entgegen wirken wollen, bauen Sie eine Schule dort (oder wenigstens wählen Sie nur Politiker, die Mali auf die Karte finden können)
    Was Schreiben Sie denn für einen Unsinn?
    Ich kenne Mali aus eigener Anschauung schon seit Jahrzehnten und kenne die dortigen Volksgruppen und deren Anführer.

    Die dortige Al Quaida bzw. deren Vorläufer gibt es schon seit Beginn der 90 iger Jahre. Osama hat schon damals mit einigen Geschenken und Investitionen in Mali von sich Reden gemacht und damit wichtige Bambara-Führer sowie deren Geheimorden von sich eingenommen. Dadurch gelang es eine starke islamistische und vom Westen kaum beachtete Untergrundbewegung aufzubauen.
    Auch in Mali wie in anderen Ländern rekrutierte AL Quaida vornehmlich alphabetisierte und durchaus zumindest rudimentär gebildete Kämpfer.
    Zudem unterstützen gerade die Wahabiten den landesweiten Aufbau von Koranschulen um so auch die arabische Schriftsprache und Kultur populärer zu machen.

    Die Abtrennung Nordmalis ist eine unmittelbare Folge des Umsturz Gaddafi's und der Rückkehr dessen bis an die Zähne bewaffneten Tureg-Hilfstruppen sowie die unkontrollierte Verbreitung Gaddafis Waffenarsenale im Norden Afrikas und im Nahen Osten.

    Sie sind ziemlich einsam mit der Behauptung die "Libyer" selbst hätten Gaddafi entmachtet. Wenn das möglich gewesen wäre hätte die Nato nicht über 6 Monate Luftangriffe fliegen müssen bis die eigenen Monitionsvorräte zuneige gingen. Zudem steht ihre Aussage im krassen Gegensatz zu den britischen Pressemeldungen, das die SAS an wichtigen Bodenoffensiven entscheidenden Anteil hatte. Die Britten hatten nicht nur wg Lockerbe sondern auch wg. Nordirland und der Ausrüstung der IRA eine lange Rechnung mit Gaddafi offen.

    Die Bodentruppen der sog. "Rebellen" rekrutierten sich aus von CIA-Spezialisten trainierten überwiegend ausländischen Djihadisten, ausländischen Militärs und einigen wenigen Oppositionellen aus Bengasi und Misrata.
    Von einem Umsturz Gaddafis durch die "Libyer" kann überhaupt keine Rede sein
    sofern man sich nicht auf die Position stellt die anderen vormals mehrheitlichen ProGaddafi-Libyer spielen keine Rolle mehr weil diese im äusserst blutigen Bürgerkrieg umgebracht worden sind.


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