Ratespiele*im Ramadan:*Von*"Wer wird Millionär?", dem weltweit erfolgreichen Showkonzept, gibt es jetzt eine islamische Version. In Pakistan*beantworten die Kandidaten ausschließlich Fragen rund um die Religion. Der Hauptpreis*lässt allerdings*nur wahrhaft Gläubige in Verzückung geraten.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,779607,00.html
Wie kommen Sie darauf? Ist es für Sie so unvorstellbar, dass auch Moslems Spaß haben können? Der Koran gehört dort doch genau so zum Allgemeinwissen wie bei uns Darth Vader, Micky Maus oder Fußballergebnisse - also warum keine Spielshow draus machen?
Die Zuschauer schalten bestimmt nicht ein um sich in irgendeiner Art und Weise belehren zu lassen. Bei uns meidet der Großteil der Fernsehzuschauer doch auch jegliche Bildungsprogramme. Und die Kandidaten wollen genau wie bei uns mal ins Fernsehen und tolle Preise (Eigentumswohnung in Mekka 8D) gewinnen!
Religion ist ja nicht an sich was Schlechtes sondern gibt auch Anweisungen die hilfreich für den Zusammenhalt einer Gesellschaft sind.
Solange in der Sendung also nicht zum heiligen Krieg aufgerufen wird find ich die Sendung ne nette Sache.
"...Reiskocher, Kopftuch, Sandalen, Fragezeichen, Burka,....."
"....ich kaufe ein S wie Steinigung........"
..." gehe ich recht in der Annahme, daß sie mit ihrem Schwert auf dem Marktplatz..."
Es handelt sich um einen gleichgeschalteten "Spaß", dessen Regeln vorgegeben sind und der religiös gebunden ist.
Sie sollten diesen verordneten Religionsspaß in dieser düsteren Satireshow nicht mit der ungezwungenen Heiterkeit und Ausgelassenheit westlicher Unterhaltungssendungen vergleichen.
Moment, Sie vermengen gerade Wissenschaft und Ethik miteinander. Das Ersetzen von fehlenden wissenschaftlichen Erkenntnissen durch religiöse Erzählungen ist in der Tat kritisch zu sehen. Dass in den religiösen Überlieferungen aber auch Gebote enthalten sind, die das Zusammenleben der Menschen regeln und erleichtern sollen, kommt in Ihrer Betrachtung zu kurz. Wenn man so will, ist Religion somit auch ein Vorläufer des Strafgesetzbuchs.
Dass es in den großen Weltreligionen Spielraum für Interpretation gibt, stimmt. Dieser lässt sich leider auch bishin zum Fanatismus und zur Tyrannei ausdehnen.
Diese Angst hat jedes Kind von ganz alleine, wenn man ihm die Existenz des Todes erklärt. Die wird nicht "eingeredet". Die Antwort des Christentums besteht darin, zu behaupten, dass es einen gütigen, freundlichen Gott gibt, der einen nach dem Tod weiter leben lässt. Das kann man glauben, oder auch nicht. Wenn nicht, dann kann man es auch bloß als "Opium fürs Volk" empfinden. Bewiesen werden kann aber auch das nicht.
Kann niemand akzeptieren, dass Muslime auch Spaß haben können?? Das, was wir hier im Westen als "Spaß" verstehen, finden Menschen in Pakistan ganz und gar nicht schön. Die denken bestimmt, dass wir verrückt nach Geld sind. Stimmt auch irgendwie... Die Kultur dort ist eben ganz anders und solche Shows unterhalten halt die Familien.
Also ich finde das schön:)