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Islamdebatte bei "Hart aber fair": Träumen von der Toblerone-Republik

Ist das Minarettverbot ein "leuchtendes Beispiel" für die demokratische Bekämpfung des "politischen Islam"? Ein Schweizer vertrat die These bei Plasbergs Talk - und bekam Recht. Nicht von der Talkrunde, sondern den Zuschauern. Eine Sendung, die zum Lehrstück über den Kulturkampf wurde.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,664896,00.html
  1. #190

    wenn die Masken fallen..

    Zitat von Andreas Heil Beitrag anzeigen
    Die Debatte wird erstaunlich schief und unsachlich geführt und damit zeigt gerade die säkulare westliche poppersche Demokratie nicht zum ersten Mal, dass sie eine ausgesprochene Schönwetterveranstaltung ist.
    Ich persönlich finde es außerordentlich schade, dass Ihr Eingangsbeitrag zum Thema im Lokus verschwunden ist.
    Zeigte dieser doch sehr deutlich, dass Sie, der hier sonst den großen Demokraten und Befürworter des demokratischen Sozialismus gibt, wie erstaunlich schnell die Maske fällt, wenn ein Volk in urdemokratischer Abstimmung ein klares NEIN ausspricht.
    Andererseits gibt das zukünftigen Debatten bzgl. der Demokratie und Ihrem Verständnis dieser, eine ganz besonders schöne Würze.
    Zur gestrigen Sendung:
    Meine Hochachtung vor dem Schweizer!
  2. #191

    Plasbergs Briefing-Stadl

    Zitat von sysop
    Ist das Minarettverbot ein "leuchtendes Beispiel" für die demokratische Bekämpfung des "politischen Islam"?
    Absolut ja!
    Zur Sendung:
    Es war dümmliche, volkserzieherische Gehirnwäsche. Der (sehr gut und ruhig argumentierende) schweizer Journalist wurde regelmäßig niedergebrüllt.
    Und die hart aber fair Propagandamaschine versuchte dem (unbedarften) Zuschauer unterzujubeln, dass “Großmoscheen” ein Zeichen von "Transparenz" seien.
    Die (überwiegend) islamkritische Meinung im h-a-f Gästebuch wurde fast vollständig ausgeblendet.
    Ein Sendung-mit-der-Maus-Beitrag zum Thema Islam wäre informativer gewesen.

    Fazit: eine der schlechtesten h-a-f Sendungen. Das Format hat übrigens seit es in der ARD ausgestrahlt wird, deutlich an Schärfe verloren, und ist damit absolut entbehrlich.
  3. #192

    Eigentor

    Zitat von Jogiberlin Beitrag anzeigen
    Der Chefredakteur der schweizerischen Zeitung konnte sich ohne Widerspruch auf eine Abstimmung im SPON berufen, bei der angeblich 70 % der Beteiligten ebenfalls gegen Minarette gestimmt hatten. Dabei hatte SPON die Abstimmung wegen Manipulation von außen vorzeitig beendet. Auch hier erfolgte, wohl mangels Kenntnis, kein Widerspruch. Schade.
    Die Behauptung, daß die Abstimmung manipuliert wurde, ist doch eine reine Schutzbehauptung.
    Es gibt einen einfachen Schutz gegen Manipulationen und der besteht in einer IP-Sperre. Um diese zu umgehen, müssen sie sich also nur ins Internet neu einwählen und bekommen dann eine neue IP zugewiesen und könnten dann auf Spiegel-Online erneut abstimmen.

    Solche Manipulationen sind denkbar bei Abstimmungen mit geringer Beteiligung.

    Anhand der Masse an Clicks und Beiträgen hier im Forum, lässt sich ableiten, dass sehr viele Menschen abgestimmt haben werden. Von daher gehen gezielte Manipulationsversuche unter. So schnell kann man seine IP nicht wechseln, um ein gewünschtes Resultat zu erzielen. Mann müsste dann schon tausende von Abstimmungen imitieren.
    Das ist nicht glaubhaft.

    Ich behaupte, daß es den Verantwortlichen schlicht zu peinlich war und nicht in das Weltbild passte.

    So kann es gehen...
  4. #193

    Streng.

    [QUOTE=soulamite72;4656067]
    Zitat von hurgelwurg Beitrag anzeigen
    Ich als Deutscher mit muslimischen Hintergrund habe eine streng religiöse Buddistin geheiratet und bin in den letzten 20 Jahren fünf mal im evangelischen Gottesdienst -aus reiner Neugier- gewesen. Ich kann das tun, weil ich an keine Religion glaube. Aber ich frage Sie: wieviele strenggläubige Katholiken und Protestanten sind in den muslimischen Gottesdienst gegangen? Ich sage es auch hier wieder: Das Problem ist nicht die Religion an sich, sondern die Orthodoxie!
    Wieviele Strenggläubige Moslems waren im einem Gottesdienst?
    Über den Tellerrand zu schauen ist meistens nicht schlecht, mein bisher einziger Besuch einer Moschee (München) wird allerdings auch mein letzter gewesen sein, hat nicht geschadet, aber meine Meinung vielleicht sogar zu stark bestätigt.
  5. #194

    wenn man etwas weiter denkt

    Zitat von homeuser Beitrag anzeigen
    [ZITAT]Im Grunde kennt der fundamentalistische Islam bis heute keine Säkularisierung und keine
    Aufklärung, kurz: keine strikte Trennung von Staat und Religion, keine Trennung von ......[/ZITAT]
    Achso aber "wir" kennen diese Trennung zwischen Staat und Religion? - Bloss seltsam dass wir von den Christlich-Demokratischen diktiert *hust* ähm ich meine regiert werden.

    Soviel zum Thema Trennung von Staat und Religion in Deutschland.
    Nicht das es falsch verstanden wird: Ich finde die Grenzen die der Religionsfreiheit auch irgendwo gesetzt werden müssen in Form der Abstimmung in der Schweiz vollkommen in Ordnung.
    Bloss: Kreuze müssen aus den Schulen verschwinden und eine Fundamentalistisch-Christliche Partei muss WEG von der Regierung dieser Bananenrepublik!
    Es ist pervers das auf die Anderen gezeigt wird, obwohl man hier selbst keine Trennung von Religion und Staat hinbekommt.

    Religion ist eine Sache des Einzelnen, und genau darum gibt es KEINE Rechtfertigung das eine Partei an der Macht ist die ihre Entscheidungen mit "Göttlichen Wundern" oder "Christlichen Werten" rechtfertigt.

    Erst wenn das erreicht ist, darf man (völlig zurecht) auch auf die Islamisch-Regierten Länder zeigen, die genauso wie Deutschland eine Trennung von Religion und Politik haben sollte. Aber: Das Dummvolk will es halt so wie es gerade ist, hier und auch woanders!
    komme ich zu dem Schluß: Bevor die Vertreter des Atheismus es erreicht haben, daß das Christliche ganz aus dem öffentlichen Leben verschwunden ist, wird der Islam in Deutschland und dem säkularisiertem Europa, so stark sein, daß es sich verbietet öffentlich seine Meinung zum Islam zu aüßern. Aber dann ist es zu spät. Zu oft werden Äpfel mit Birnen verglichen. Man kann nicht aller Ernstes den Islam mit der kath. Kirche gleichstellen. Nicht jeder Moslem ist ein Torrorist, aber alle Terroristen sind Islamisten.
  6. #195

    Erfreulich

    Die Auseinandersetzung mit dem Islam kann die fast eingeschlafene Bewegung der Aufklärung und des Humanismus wieder auf Touren bringen. Wohlgemerkt, es geht nicht darum, ob mit, oder ohne "Gott", was immer man darunter verstehen mag; sondern darum, daß religiöse Eiferer und Führer sich über Andere stellen und zu sagen haben, was richtig und was falsch ist!!! Übrigens, damit es klar ist: Alle "heiligen Schriften", egal, ob Bibel, oder Koran, wurden von Menschen geschrieben, von wem denn sonst. Ergo sind sie mit der nötigen Distanz zu lesen. Das erspart Überheblichkeiten und lässt auf die Absichten der jeweiligen Verfasser schließen.
    Wer sich darüber im Klaren ist, hat schon viel verstanden.
  7. #196

    Toberone-Republik

    Ich bin Verfechter von mehr direkter Demokratie und keiner Glaubensgemeinschaft angehörig, doch wenn ich hier lese, dass Forist Tarkash von einer "Hauptreligion" in Deutschland spricht und Forist Rokker von "Normalgläubigen", dann ist es unabdingbar,dass bestimmte, in der Verfassung als unantastbar verankerte Grundgerechte nicht durch direkte Volksbegehren geändert werden dürfen.
  8. #197

    Erdogan

    Zitat von Thorsten Thiel Beitrag anzeigen
    Aiman Mazyek, der Generalsekretär der Muslime in Deutschland, hat denen, die er vertreten soll, keinen guten Dienst erwiesen. Mit der Art und Weise seines Auftretens und seinem verbohrten Verhalten hat er genau die Eindrücke und Meinungen bestätigt, die die Mehrheit der Deutschen mittlerweile hat.

    Und der türkische Premierminister Erdogan hat mit seinen unbeherrschten Äußerungen zu erkennen gegeben, wes Geistes Kind er in Wirklichkeit ist. Und so einer will die Türkei in die EU führen?! Gott bewahre ...
    Ja warum flippt er denn so aus? Ist sein verschleierter geheimer Plan aufgeflogen? Sind da welche (die Schweizer) aufgewacht?
    Es muss schon klar gesagt werden, und da steht Erdogan ganz vorn, dass der Islam über Einwanderung und über die demografische Linie versucht, in Europa Fuß zu fassen und in letzter Konsequenz und "demokratisch" unterwerfen will.

    In allen westlichen Ländern würden gleiche Abstimmungsergebnisse zu erwarten sein, wenn die herrschende Elite uns fragen würde. Wir haben eben keine wirkliche Demokratie mit direkter Beteiligung.

    hansi99
  9. #198

    gleich nochmals ein phrasendrescher

    @Herrmayer
    sie behaupten, dass es keinen Unterschied gäbe zwischen fundamentalistischem Islam und Christentum in bezug auf Trennung von Religion und Staat und bringen dann den Schulpflichtverweigerer als Beispiel.
    damit outen sie sich als jemanden der Pagageien-Weisheiten von sich gibt und nicht im Geringsten die Materie kennt.

    der Schulpflichtverweigerer Christ gilt zurecht als Fundamentalist, er ist jedoch ebenso wie sie und ich für einen trennung von kirche und staat, denn zu 98% gehört er einer Freikirche an, welche die Staatskirche ablehnt, weil sie eben eine Vermischung von Staat und religion als unheilig abtun.
    Soviel zum ersten.
    Wenn man nun die abrahamitischen Religionen untereinander vergleicht, sieht es folgendermassen aus.
    das vorchristliche Judentum war auf jedenfall politisch, denn es sah einen theokratischen Staat vor.

    Das Christentum hingegen war zumindest in seinen Wurzeln von anfang an NICHT politisch. Jesus sagte, dass sein "Reich Gottes" nicht politisch sei und seine ersten Anhänger vertraten ebenfalls diese Botschaft. erst mit Konstantin wurde hier ein radikaler Wandel vollzogen.

    Der Islam hingegen ist in seinen Wurzeln, d.h. in seinen bindenden Schriften politisch. Auch Mohammed gründete einen theokratischen Staat und das Ziel ist es, einen solchen Staat zu errichten in welchem der muslim dann endlich "in Frieden" leben kann (Christen und Juden mit beschränkten Freiheiten ebenfalls, sofern sie die ihnen bestimmte kopfsteuer bezahlen.)
    die wichtigkeit des theokratischen STaates ist im Islam nicht zu unterschätzen. nach muslimischen Kalender bezeichnet Jahr 0, nicht die Geburt mohammeds oder seine erste Gottesoffenbarung oder sein tod - sondern das Jahr als er in Medina den ersten Gottesstaat gründete.

    Als Herrmayer bevor sie grosse Sprüche klopfen und sich als sachverständiger hervortun wollen, sollten sie doch ein wenig die Fakten studieren.
    dann würden sie sehen, warum die Islamdebatte unbedingt geführt werden muss, denn der Koran ist auch für den gemässigten Moslem der nichts von Terrorismus hält immer noch absolut bindend und nicht Zeit und kulturbedingt.
  10. #199

    bestätigt?


    Wieviele Strenggläubige Moslems waren im einem Gottesdienst?
    Über den Tellerrand zu schauen ist meistens nicht schlecht, mein bisher einziger Besuch einer Moschee (München) wird allerdings auch mein letzter gewesen sein, hat nicht geschadet, aber meine Meinung vielleicht sogar zu stark bestätigt.
    Was genau bestätigt?


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