Irans Präsident in New York: Ahmadinedschads zynischer Zirkus

REUTERSEr bittet US-Medien zur Audienz, keilt gegen Israel und gibt in Sachen Syrien das Unschuldslamm: Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad nutzt seinen alljährlichen Uno-Auftritt in New York für die üblichen Drohgebährden. Was steckt dahinter?

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-857717.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er bittet US-Medien zur Audienz, keilt gegen Israel und gibt in Sachen Syrien das Unschuldslamm: Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad nutzt seinen alljährlichen Uno-Auftritt in New York für die üblichen Drohgebährden. Was steckt dahinter?

    Ahmadinedschad in New York: Drohungen gegen Israel - SPIEGEL ONLINE
    Vorweg: Ich bin sicherlich kein Sympathisant des iranischen Regimes (genausowenig, wie von allen anderen sogenannten "Regierungen").

    Aber: Diese Anti-Iran-Rhetorik hier im Westen finde ich nicht gut.
    Im Iran Leben 75 Millionen Menschen, die zum Großteil mit Sicherheit keinen Krieg wollen.

    Es ist eine westliche Illusion, dass eben dieses Regime im Iran die Füße still hält, wenn seine Atomanlagen angegriffen werden. Es wird unausweichlich zu einer militärischen Reaktion kommen, die
    a) nicht vorhersehrbar in ihrem Ausgang ist und
    b) hauptsächlich die Zivilbevölkerung Israels und Irans treffen wird.
  2. #2

    unklar

    Herr Pitzke hat hier ein wunderbares Beispiel für tendenziösen Journalismus geliefert.
    Für Ahmedinejad gibt es Begriffe wie "dreiste Lügen", "verklausulierte Drohungen", "zynischer Zirkus" sowie Verben wie säuseln, poltern, schmähen usw.. Nur konkrete Informationen über das was er gesagt hat, die gibt es nicht.
    An dieser Stelle kann Novosti aushelfen - http://de.rian.ru/world/20120925/264503871.html

    "Die Gewalt in Syrien muss unverzüglich eingestellt werden - aber ausschließlich durch Dialog, so der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad.
    „Wir müssen alle zur Gewalt 'nein' sagen und dies schon heute tun...
    Seinen Worten nach darf die Situation in Syrien nur durch Dialog geregelt werden."

    Das klingt weitaus konstruktiver als alles, was von den sogenannten "Freunden Syriens" verlautbart wird.
    Auch beachtlich, woher Herr Pitzke die Weisheit nimmt, dass Ahmedinejad "international immer isolierter" sei. Der kürzlich in Teheran stattgefundene Gipfel der Blockfreien, die mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung repräsentieren, hat da eine ganz andere Botschaft vermittelt. Aber dazu hat der SPIEGEL wie die meisten deutschen Medien nur sehr schmallippig berichtet - passte irgendwie nicht ins Weltbild.
    Noch ein sehr schönes Detail vom Ende des Artikels. Netanjahu, der beinahe im Wochentakt damit droht, den Iran militärisch anzugreifen, bekommt dafür vom Autor ein besonders feines Verb.
    Bei Bibi wird nicht gedroht, gepoltert oder erpresst - Netanjahu "denkt laut nach". Das klingt so schön besonnen...
  3. #3

    Diktator?

    Ahmadinedschad ist sicherlich kein Diktator sondern die Handpuppe des Mullah-Regimes, Herr Pitzke.

    Zum Glück müssen wir das zornige kleine Männlein nicht mehr lange ertragrn. Fragt sich nur, ob die nächste Handpuppe ebenso verhaltensgestört ist.
  4. #4

    Hellseher

    Wow, ich bin beeindruckt. SPON ist eben mal in die Zukunft gereist, um uns mitzuteilen, wie der Inhalt der Rede am Mittwoch sein wird.
  5. #5

    Zitat von sysiphus-neu Beitrag anzeigen
    "Die Gewalt in Syrien muss unverzüglich eingestellt werden - aber ausschließlich durch Dialog, so der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad. „Wir müssen alle zur Gewalt 'nein' sagen und dies schon heute tun...
    Seinen Worten nach darf die Situation in Syrien nur durch Dialog geregelt werden."

    Das klingt weitaus konstruktiver als alles, was von den sogenannten "Freunden Syriens" verlautbart wird.
    Naja, Satzbausteine aus der rhetorischen Mottenkiste eben. Der Redenschreiber von ihm weiss offenbar, was der Westen im allgemeinen gerne hören mag. Wenn der wirklich zur gewalt "nein" sagen will, dann könnte er ja mit dem sofortigen Stopp der Massenhinrichtungen in seinem Land anfangen.
  6. #6

    Tja

    Zitat von innajjanni Beitrag anzeigen
    Vorweg: Ich bin sicherlich kein Sympathisant des iranischen Regimes (genausowenig, wie von allen anderen sogenannten "Regierungen").

    Aber: Diese Anti-Iran-Rhetorik hier im Westen finde ich nicht gut.
    Im Iran Leben 75 Millionen Menschen, die zum Großteil mit Sicherheit keinen Krieg wollen.

    Es ist eine westliche Illusion, dass eben dieses Regime im Iran die Füße still hält, wenn seine Atomanlagen angegriffen werden. Es wird unausweichlich zu einer militärischen Reaktion kommen, die
    a) nicht vorhersehrbar in ihrem Ausgang ist und
    b) hauptsächlich die Zivilbevölkerung Israels und Irans treffen wird.
    Wie man hineinruft so schallt es heraus. Die Anti-Westen Rhetorik aus dem Iran kommt hier halt auch nicht gut an. Das Mullah-Regime hat es in der Hand. Das iranische Volk hat es übrigens auch in der Hand. Es hatte ja schon die Gelegenheit sich dieses Regimes zu entledigen.
  7. #7

    Zitat von sysiphus-neu Beitrag anzeigen
    Herr Pitzke hat hier ein wunderbares Beispiel für tendenziösen Journalismus geliefert.
    Für Ahmedinejad gibt es Begriffe wie "dreiste Lügen", "verklausulierte Drohungen", "zynischer Zirkus" sowie Verben wie säuseln, poltern, schmähen usw.. Nur konkrete Informationen über das was er gesagt hat, die gibt es nicht.
    An dieser Stelle kann Novosti aushelfen - Ahmadinedschad: Nein zu Gewalt in Syrien | Ausland | RIA Novosti

    "Die Gewalt in Syrien muss unverzüglich eingestellt werden - aber ausschließlich durch Dialog, so der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad.
    „Wir müssen alle zur Gewalt 'nein' sagen und dies schon heute tun...
    Seinen Worten nach darf die Situation in Syrien nur durch Dialog geregelt werden."

    Das klingt weitaus konstruktiver als alles, was von den sogenannten "Freunden Syriens" verlautbart wird.
    Ah ja, und deshalb hat er auch ganz konstruktive Militärberater nach Syrien geschickt, die den Metzger ganz konstruktiv und friedlich beraten. Man munkelt sogar, das iranische Techniker in Assads Giftgasfabrik rumschleichen, vgl. dazu den Spiegel Bericht von letzter Woche.

    Auch beachtlich, woher Herr Pitzke die Weisheit nimmt, dass Ahmedinejad "international immer isolierter" sei. Der kürzlich in Teheran stattgefundene Gipfel der Blockfreien, die mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung repräsentieren, hat da eine ganz andere Botschaft vermittelt. Aber dazu hat der SPIEGEL wie die meisten deutschen Medien nur sehr schmallippig berichtet - passte irgendwie nicht ins Weltbild.
    Noch ein sehr schönes Detail vom Ende des Artikels. Netanjahu, der beinahe im Wochentakt damit droht, den Iran militärisch anzugreifen, bekommt dafür vom Autor ein besonders feines Verb.
    Bei Bibi wird nicht gedroht, gepoltert oder erpresst - Netanjahu "denkt laut nach". Das klingt so schön besonnen...
    Lass dir doch mal den Unterschied zwischen dem Ausrichten eines Gipfels und Unterstützung des jeweiligen Landes erklären. Das Mullah-Regime hat nicht viele Freunde. Es sind praktisch nur noch andere autoritäre Regime u.a. ganz bestimmte Staaten die alles tun um zu verhindern, dass ganz bestimmte andere Staaten in einer ganz bestimmten Region noch mehr Einfluss auf ihre Kosten gewinnen - und dafür gerne auch Massenmördern und Terror-Regimen die Stange halten.
  8. #8

    Zitat von innajjanni Beitrag anzeigen
    Vorweg: Ich bin sicherlich kein Sympathisant des iranischen Regimes (genausowenig, wie von allen anderen sogenannten "Regierungen").

    Aber: Diese Anti-Iran-Rhetorik hier im Westen finde ich nicht gut.
    Im Iran Leben 75 Millionen Menschen, die zum Großteil mit Sicherheit keinen Krieg wollen.
    .
    egal was sie wollen, zumindest haben viele einwohner eben diesen kriegstreiber gewählt. man stelle sich mal einen deutschen politiker vor, der atomwaffen für deutschland fordert und im gleichen atemzug dafür plädiert z.b. polen "auszuradieren".

    sobald dieser spinner eine atombombe in haifa gezündet hat, können sie seine fans hier wenigtens damit beruhigen, dass er ja provoziert wurde...
  9. #9

    Der Autor hat keine Ahnung...

    Ahmadinedschad ist kein "Diktator", denn hinter ihm steht noch der Wächterrat. Israel ist auch wirklich nicht gerade unter freundschaftlichen Nachbarschaften entstanden *hust*, das es ums Öl ging/geht ist ja auch klar (soviel zu "ekelhaft", das sind doch eher unsere Staaten). Zu Syrien: ... ach ich bins leid dieses geheuchel noch weiter zu kommentieren. ICh hoffe sie bauen die Atombombe und bekommen ihren Frieden