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Iran: USA verlangen Freilassung von*angeblichem CIA-Agenten

Washington hat sich erstmals zum Fall des*in Iran festgehaltenen US-Bürgers geäußert. Das Außenministerium*verlangt die sofortige Freilassung von Amir-Mirsa Hekmati. Die Eltern beteuern seine Unschuld.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...804769,00.html
  1. #10

    Bild ist keine Bildung

    Zitat von derandersdenkende Beitrag anzeigen
    worden?
    Mir drängt sich nur die Frage auf, warum man die Herausgabe des CIA-Mannes fordert, wenn es sich gar nicht um einen CIA-Mann handelt.
    Ist es nicht an der Zeit, sich endlich auf die eigene Pannenvermeidung zu konzentrieren, als permanent mit der Schrotflinte in der Welt herumzuballern?
    und wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Will heissen: die USA verlangen lediglich die Freilassung eines US-Bürgers. Meines Wissens müssen sie das auch, rechtlich gesehen! Aber ich glaube die Verantwortlichen in den USA haben auch langsam keinen Bock mehr jeden Tag sich vom Iran erpressen zu lassen, weil irgendwelche US-Iraner meinen unbedingt im Iran Urlaub machen zu müssen! Was die Schadenfreude einiger Kidiz hier im Forum angeht: um herauszufinden, wo es demokratisch zugeht und wo nicht, vergleicht einfach die Zahl der Iraner in den USA mit den freiwillig im Iran lebenden Amerikanern. Nur mal so.
  2. #11

    Lichtjahre können sich relativieren

    Zitat von jan50 Beitrag anzeigen
    ----------------Diese Frage stellt sich nicht, da die USA ein offener demokratischer Rechtsstaat ist, und IRAN Lichtjahre davon entfernt ist.
    Die Rechtsstaatlichkeit der USA findet bedauerlicherweise schnell ihre engen Grenzen, wenn der Vorwurf des Terrorismuns erhoben wird - siehe Guantanamo. War nicht dieser Tage hier zu lesen, daß man auch weiterhin unbegrenzt und ohne richterliches Gehör weggeperrt werden kann, wenn man als Terror-Verdächtiger gilt? So gesehen, ist die USA auf diesem Feld nicht mehr Lichtjahre vom Iran entfernt, was ich für die USA zutiefst bedaure. In wie weit die Behandlung von sogenannten oder tatsächlichen Spionen sich in beiden Ländern unterscheidet, ist mir unbekannt. Zumindest drohen in beiden Ländern Spionen die Todesstrafe.
  3. #12

    Zitat von system-error Beitrag anzeigen
    Bemühen Sie bitte mal das Web um Stichworte wie Guantanamo, Geheimgefängnisse, Lügen beim Irak-Krieg, Massaker an Zivilisten in Vietnam, Irak und Afghanistan, weltweit erster und einziger Einsatz von Atomwaffen, Unterstützen von Putschisten in diversen Ländern...
    Die Liste ist zwar viel länger. Das sollte aber reichen fürs Erste.
    Ich mach' mal weiter: Leonard Peltier, Mumia Abu-Jamal, Bradley Manning, Gerardo Hernández, Antonio Guerrero, Ramón Labañino, Fernando González, René González, ...
  4. #13

    dann müssen Sie was dagegen tun

    Zitat von angnaria Beitrag anzeigen
    Genau, der Iran ist eine islamische Republik. Steht auch so in deren Verfassung und ist alles andere als ein Geheimnis.

    Man sollte aber.....
    ------------dann müssen Sie was dagegen tun
  5. #14

    Zitat von BingoBongoMan Beitrag anzeigen
    Was die Schadenfreude einiger Kidiz hier im Forum angeht: um herauszufinden, wo es demokratisch zugeht und wo nicht, vergleicht einfach die Zahl der Iraner in den USA mit den freiwillig im Iran lebenden Amerikanern. Nur mal so.
    Da missverstehen Sie etwas, oder Sie blicken durch eine Schwarz/Weiß-Brille. Niemand hält den Iran für einen demokratischen Staat oder auch nur einen Staat, der grundlegende Menschenrechte einhält. Der Begriff "Schurkenstaat" ist wohl gerechtfertigt. Aber der Anspruch der Regierung der USA, Demokratie und Einhaltung der Menschenrechte zu repräsentieren, ist eine Frechheit. Die lügen, morden, foltern, intrigieren, spionieren am laufenden Band. Nicht so schlimm wie der Iran natürlich. Aber jedwede Aussage der US-Regierung muss man mittlerweile leider filtern.
  6. #15

    titel

    Zitat von BingoBongoMan Beitrag anzeigen
    um herauszufinden, wo es demokratisch zugeht und wo nicht, vergleicht einfach die Zahl der Iraner in den USA mit den freiwillig im Iran lebenden Amerikanern. Nur mal so.
    Oder man vergleicht einfach mal die Anzahl der Gefangenen, die ohne Gerichtverhandlung über Jahre weggesperrt werden.
    Oder man vergleicht einfach mal die Anzahl der Liquidierungen, die ohne Gerichtsurteil durchgeführt werden.
    Oder man vergleicht einmal die Anzahl der Geheimgefängnisse.
    Man kann vieles miteinander vergleichen. Und in vielen Punkten scheiden die USA schlechter ab als der Iran.
  7. #16

    Es gibt Unterschiede

    Zitat von schnitti23 Beitrag anzeigen
    Gedankenspiel:
    Man stelle sich vor, eine iranische Person sei in den USA festgenommen worden, weil sie angeblich ein Agent ist und Spionage betrieben hat.
    Der Iran fordert sofortigen Zugang zu der Person und Freilassung.

    Was würden die USA hierauf erwidern?
    Allein wenn man sich einmal in die Lage des jeweils anderen versetzt, erfährt man, wie wahnwitzig alles ist.
    Man kann sich an trüben Wintertagen alles Mögliche vorstellen. Aber wozu?

    Wenn jemand in den USA festgenommen wird, verlangt er nach seinem Anwalt, der kommt dann auch. Im Iran ist es halt anders; erst wird man propagandistisch, entgegen allen Regeln, medial verwertet, und anschließend, wenn man Pech hat, gehängt. Man kann auch Glück haben, und fault eine Weile im Evin Gefängnis vor sich hin. Dann wird man gegen Kaution, was korrekterweise Lösegeld heißen müsste, freigelassen.
  8. #17

    Warum geht es nicht etwas differenzierter?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Washington hat sich erstmals zum Fall des*in Iran festgehaltenen US-Bürgers geäußert. Das Außenministerium*verlangt die sofortige Freilassung von Amir-Mirsa Hekmati. Die Eltern beteuern seine Unschuld.

    Iran: USA verlangen Freilassung von*angeblichem CIA-Agenten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Ich verstehe nicht, warum in solchen Fällen wie den im Artikel geschilderten unter den Foristen sofort Frontlinien aufbrechen: Pro-USA / Contra USA. Dabei sollte der Sachverhalt erst mal aus der Perspektive des armen Teufels gesehen werden, der im IRAN inhaftiert wurde. Da ist es nun mal die verdammte Pflicht und Schuldigkeit der USA, sich für seinen Bürger einzusetzen – die Frage, ob derjenige tatsächlich ein CIA-Agent ist, scheint erst mal völlig belanglos. Ähnlich belanglos, wie das begangene Verbrechen dann ist, wenn sich viele gegen die Vollstreckung eines Todesurteils in den USA einsetzen, weil diese Form der Bestrafung an sich zu ächten ist.
    In Bezug auf die USA ist doch auffällig, dass hier sowohl von deren Befürwortern/Freunde als auch deren Gegner nur noch holzschnittartig argumentiert wird. Die Befürworter malen ein unzutreffend rosiges Bild und die Gegner malen den Teufel an die Wand. Beide Sichtweisen gehen an der Realität der US-amerikanischen Gesellschaft vorbei.
    Möglicherweise sind wir allzu sehr gewohnt, gesellschaftliche, kulturelle oder politische Zusammenhänge aus einem relativ homogenen nationalen [hier deutschen] Blickwinkel zu betrachten. Die USA sind demgegenüber eine Mischung vieler Kulturen, von den angelsächsisch geprägten Neuenglandstaaten über die verschiedenen Belts im Mittleren Westen bis zur englisch-spanischen Kultur der Westküste, ganz zu Schweigen vom Einfluss der Afroamerikaner und zeigen dementsprechend heftige Gegensätze. Stichwort „Todesstrafe“, das die amerikanische Gesellschaft selbst spaltet. Oder die für Mitteleuropäer unverständliche, fast religiöse Haltung der Hälfte der US-Bürger zum Waffenbesitz. Oder die uns unverständlichen Formen der Religionen und deren Inhalte.
    Ein letzter Aspekt: vielfach wird hier auch nicht differenziert zwischen US-Regierungshandeln und der US-Gesellschaft. Ich meine, etwas mehr Differenzierung würde den Diskursen im Forum zumindest nicht schaden.
  9. #18

    Zitat von membot Beitrag anzeigen
    Oder man vergleicht einfach mal die Anzahl der Gefangenen, die ohne Gerichtverhandlung über Jahre weggesperrt werden.
    Oder man vergleicht einfach mal die Anzahl der Liquidierungen, die ohne Gerichtsurteil durchgeführt werden.
    Oder man vergleicht einmal die Anzahl der Geheimgefängnisse.
    Man kann vieles miteinander vergleichen. Und in vielen Punkten scheiden die USA schlechter ab als der Iran.
    Wenn das alles so ist wie Sie behaupten, stellte sich die naheliegende Frage, warum der Iran auf den einschlägigen Indexen von Amnesty und Human Rights Watch, immer mit Nordkorea, dem anderen letzten verbliebenen Rechtsstaat auf diesem Planeten, um die hintersten Plätze auf der Liste wetteifert. Haben Sie dafür eine plausible Erklärung? Worauf tippen Sie; zionistischamerikanische Verschwörung, oder hinterhältige Übersetzungsfehler?
  10. #19

    Dann los

    Zitat von membot Beitrag anzeigen
    Oder man vergleicht einfach mal die Anzahl der Gefangenen, die ohne Gerichtverhandlung über Jahre weggesperrt werden.
    Oder man vergleicht einfach mal die Anzahl der Liquidierungen, die ohne Gerichtsurteil durchgeführt werden.
    Oder man vergleicht einmal die Anzahl der Geheimgefängnisse.
    Man kann vieles miteinander vergleichen. Und in vielen Punkten scheiden die USA schlechter ab als der Iran.
    Das zeigt wieder ein mal, wie wenig Ahnung Manche hier haben und aus purem US-Bashing so etwas schreiben. Informieren Sie sich, bevor Sie so einen Schund von sich geben. Einzelheiten erspar ich mir lieber!








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