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Iran und Syrien: Anti-Zensur-Software spioniert Web-User aus

Ist es ein Cyberkrieg gegen das eigene Volk? Ausgerechnet in einer Software, die Iraner und Syrer verwenden, um die Zensurmaßnahmen in ihren Ländern zu umgehen, haben Experten jetzt eine Trojanersoftware entdeckt, die staatlichen Ermittlern Zugang zu den PC der Nutzer ermöglichen kann.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...836037,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Demnach wird bei der Installation der modifizierten Simurgh-Variante ein Programm namens Isass.exe auf den Rechner eingeschleust.
    Ist wirklich eine isass.exe gemeint?
    Eine lsass.exe mit Lgehört zu Windows.
    Kann aber ggf. natürlich auch infiziert werden, oder sich als doppelter Eintrag an anderer Stelle tarnen.
  2. #2

    Es geht auch raffinierter

    Vor etwa 30 Jahren soll es eine schweizer Firma gegeben haben, die eine hervorragende Bürosoftware herstellte, die gern in Polizei- und Geheimdiensten weltweit verwendet wurde. Ein amerikanischer Geheimdienst soll an sie einen Großauftrag vergeben haben, die Firma machte Überstunden, dann zogen die Amerikaner den Auftrag zurück und die Firma ging pleite. Sie wurde von ihnen aufgekauft und fortgeführt, nun allerdings hatten die Produkte eine Hintertür eingebaut, in die sie in aller Welt hineinkonnten. Da der Markenname unverändert blieb, schöpfte lange niemand Verdacht.
  3. #3

    Für historisch validierte Infos ist man immer dankbar!

    Zitat von vantast64 Beitrag anzeigen
    Vor etwa 30 Jahren soll es eine schweizer Firma gegeben haben, die eine hervorragende Bürosoftware herstellte, die gern in Polizei- und Geheimdiensten weltweit verwendet wurde. Ein amerikanischer Geheimdienst soll an sie einen Großauftrag vergeben haben, die Firma machte Überstunden, dann zogen die Amerikaner den Auftrag zurück und die Firma ging pleite. Sie wurde von ihnen aufgekauft und fortgeführt, nun allerdings hatten die Produkte eine Hintertür eingebaut, in die sie in aller Welt hineinkonnten. Da der Markenname unverändert blieb, schöpfte lange niemand Verdacht.
    Erweitert das Geschichtsbild! Danke dafür. Gibt es nachlesbares?

    Wobei heute läuft es nicht anders. Twitter und Facebook sind reine NSA-Suchdatenbanken. Entsprechend sollte man sie mit Falsch-informationen fluten. Und Tante Google ist eh omnipräsent. Alle unterliegen dem Patriot-Act. Den man für alles miss-/gebrauchen kann. Haupstache The US of A sichert ihre Position. Dabei vergessen sie nur leider immer, daß die gobale Sickness aus den Staaten kommt! Siehe Finanzkrise!

    Ihr Beispiel ist das beste Beispiel dafür warum OpenSource besser ist als ClosedSource.

    Ne kleene Anekdote wie sich Firmen verhalten, wenn die Felle schwimmen gehen weil OpenSource den Markt erodieren könnte. Aber was interessieren uns Firmen als Menschen? So sollte das langsam mal mit dem Finanzmarkt laufen!

    Schade ist nur, daß die meisten Leute nicht wissen, daß Android gerootet werden kann und man mittels Droidwall den Wankern aus MountainView nicht alles mitteilen muss. Wird Zeit für Aufklärung!
  4. #4

    Cyberwar

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ist es ein Cyberkrieg gegen das eigene Volk? Ausgerechnet in einer Software, die Iraner und Syrer verwenden, um die Zensurmaßnahmen in ihren Ländern zu umgehen, haben Experten jetzt eine Trojanersoftware entdeckt, die staatlichen Ermittlern Zugang zu den PC der Nutzer ermöglichen kann.

    Anti-Zensur-Software Simurgh verbreitet Trojaner - SPIEGEL ONLINE
    Die Ereignisse in der arabischen Welt und in Persien hängen mit dieser Thematik eng zusammen. Es war logisch, daß von den Leuten Software zur Umgehung der Zensur eingesetzt wurde. Und ebenso ist zu erwarten, daß sie an Trojaner geraten, weil die Regime reagieren. In welchem Ausmaß den Regimen es gelungen ist, oppositionelle Kreise auszuspionieren und - so darf man annehmen - Angehörige dieser Kreise zu liquidieren, kann man nur ahnen. Und ebenso denke ich, daß viele User mit typischen IT-Halbwissen an die Sache herangingen ( Was blieb ihnen auch anderes übrig? ). Die Leichtfüßigkeit im Umgang mit den neuen Medien dürfte buchstäblich Menschenleben gekostet haben.

    Darüber lohnt sich ein Buch, das die Histografie der Ereignisse und den IT-fachspezifischen Anteil aufklärt.
  5. #5

    Sehr elegant ...

    ... wie hier Syrien und Iran in einen Topf geworfen werden. Zahlen oder Schaetzungen gibt es keine, andere Laender mit aehnlichen Internet-Zensur-Massnahmen werden nicht erwaehnt (schon mal in China gewesen?), und Israel wird an anderer Stelle als, wenn auch unbequemer, so doch Freund bezeichnet. Da wundert die Subjektivitaet der Berichterstattung dann auch nicht mehr. Spieglein, Spieglein an der Wand...








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