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Iran-Konflikt: Krieg der Diplomaten

Iranische Demonstranten stürmen die britische Botschaft, London weist alle iranischen Diplomaten aus, europäische Staaten ziehen ihre Vertreter aus Teheran ab. Die Beziehungen zwischen dem Westen und Iran steuern auf einen neuen Tiefpunkt zu.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...800957,00.html
  1. #30

    Einseitig,

    Zitat von promoexxl Beitrag anzeigen
    Auf der anderen Seite könnte man fast meinen, dass die iranische Regierung darum bettelt, dass bei ihnen einmarschiert wird. Vielleicht hat die ganze Sache aber auch einen "Sinn", der sich mir und vielleicht anderen nicht erschließt, aber ich würde mal sagen...

    glorreich verkalkuliert

    Aber lassen wir uns mal überraschen was die iranische Regierung noch so aus dem Hut zaubern kann.
    ist ihre Sichtweise natürlich nicht.
    Wer will denn immer Krieg führen? Der Iran weniger, aber unsere "westliche Wertegemeinschaft" ist sofort bereit um jedem unsere Werte einzubomben. Hier wird nichts anderes gemacht, als ein Feindbild zu schaffen.
    Und bitte nicht mit Verschwörungstheorien ankommen. Das hat man mir schon bei dem "lückenlosen Dossier" des Britischen Geheimdienstes( einer der Irak-Gründe) nachgesagt. Das Ergebnis kennen wir ja.
  2. #31

    Und der Irak?

    Zitat von andynm Beitrag anzeigen
    Nein der Forist hat Recht. 1946 versuchten die Sowjets den Nordiran abzuspalten, den sie während des 2. Weltkriegs besetzt hielten.

    Die Amerikaner haben damals Druck auf Moskau aufgebaut, aber nicht weil sie die Iraner interessierte, sondern weil man einen zusätzlichen Verbündeten im eigenen Lager halten wollte.
    Der Irak hat teile des Iran nicht bestzt?
    Natürlich mit Waffen und Sachverständigen des NATO-Pakts. War halt blöd, das der Iran sich gewehrt hat, sonst wäre Hussein immer noch unser Freund und deren Besetzer.
  3. #32

    Titel bekleckert

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Iranische Demonstranten stürmen die britische Botschaft, London weist alle iranischen Diplomaten aus, europäische Staaten ziehen ihre Vertreter aus Teheran ab. Die Beziehungen zwischen dem Westen und Iran steuern auf einen neuen Tiefpunkt zu.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...800957,00.html
    Ich sehe zwei Länder, die sich über Jahrzehnte beide nicht mit Ruhm bekleckert haben.
  4. #33

    Der Iran braucht keine Atomwaffen

    Zitat von asimo Beitrag anzeigen
    Gleiches sehe ich auch.

    ...... Zugegeben, Iran als Atommacht gefällt mir nicht, aber gleiches gilt für alle weiteren Atommächte. Und aus iranischer Sicht würde ich ebenfalls alles daran setzen die Bombe zu bauen. Nur wer die hat, ist unangreifbar - also sehr verlockend von Irans Perspektive.
    .......
    Naja, das wäre dann genau das Denken, was die nukleare Rüstung in der Vergangenheit zur Folge hatte.

    Die iranische Regierung braucht keine Atomwaffen, es reicht schon wenn andere Staaten die haben.

    Die Regierung muß weiterhin konsequent isoliert werden, nicht nur vom Westen und der arabischen Liga, sondern auch von Rußland und China.
  5. #34

    Titel

    Zitat von dunnhaupt Beitrag anzeigen
    Die iranische Geschichte ist eine endlose Folge blutiger Unruhen, die schon oft von ausländischen Truppen nieder geschlagen werden mussten. Die letzten ausländischen Besatzungstruppen, die den Iran verließen, war übrigens die Sowjetarmee.
    Da stellt sich doch die Frage:
    Was war eigetlich zuerst da, das Huhn oder das Ei?
  6. #35

    ...

    Zitat von dasgelobteland Beitrag anzeigen
    Mich würde es nicht wundern wenn hier nicht irgendwelche westlichen Geheimdienste die Finger im spiel haben, und diesen kleinen "Aufstand" vor der Botschaft organisiert und angezettelt haben.

    Sollte hier ein Krieg ausbrechen, dann ist das kein Zufall.

    Zbigniew Brzezinski, der unter anderem Berater vieler US-Präsidenten war hat vor vielen Jahren ein Buch geschrieben "The Grand Chessboard, Das Große Schachbrett" was unternommen werden muss damit die USA Weltmacht bleibt. Unter anderem auch die totale Kontrolle über Nordafrika und dem nahen Osten... wenn das mal kein Zufall ist.
    Im Iran fehlt eine starke westfreundliche Opposition die man wie in Libyen oder Syrien bewaffnen kann. Daher ist es noch der "Krieg der Diplomaten" besser formuliert der Krieg der Geheimdienste und der Propaganda.
    Falls Sie übrigens "Confessions of an Economic Hit Man" von
    John Perkins kennen, dann wissen Sie, dass die Economic Hit Men und Jackalls versagt haben:
    "If we (economic hit men) falter, a more malicious form of hit man, the jackal, steps to the plate. And if the jackal fails, then the job falls to the military". So sieht es aus.
  7. #36

    so Gott will

    Zitat von arta90 Beitrag anzeigen
    ...Anzüge und rasiertes Gesicht machen keinen guten Politiker aus genauso wenig wie Turban und Bart, es kommt nur auf die Taten an und da hat ihre "zivilisierten" Anzugträger viel mehr Dreck am Stecken als die Mullahs im Iran.
    Dann stellen wir doch den "Mullahs" genauso viel Mittel und Wege zur Verfügung, wie den Anzugträgern. Und dann schauen wir mal, was aus Ihrer Theorie wird...

    Dennoch ist die Situation auf der südlichen Halbkugel mehr als besorgniserregend. Pakistan, Iran, Afghanistan, Nord-Korea, Syrien, Ägypten,... das sind nur einige Krisenherde. Nach Afrika will ich gar nicht schauen.
    Und die "westliche Welt" schaut nebenbei zu, während man seine Lebensweise, sein Finanzsystem selber demontiert.
    Auch auf die Gefahr hin, dass ich wie eine Gebetsmühle klinge:

    Wir haben eigene Probleme. Weg da! Lass die machen, was sie wollen. Und wenn die sich gegenseitig hochjagen, dann im Namen Allahs! Wem das unattraktiv erscheint, kann ja auswandern.

    Vielleicht zeigt uns eine eigenständige Verantwortung der Region, unbeeinflusste Handlungsweise durch den Westen, dass man dort nicht nur alleine zurecht kommt, sondern dass auch der Orient in vielerlei Hinsicht uns als Vorbild dienen kann - inschallah
  8. #37

    Bankrott der Diplomatie?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Iranische Demonstranten stürmen die britische Botschaft, London weist alle iranischen Diplomaten aus, europäische Staaten ziehen ihre Vertreter aus Teheran ab. Die Beziehungen zwischen dem Westen und Iran steuern auf einen neuen Tiefpunkt zu.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...800957,00.html
    Wenn Diplomtie so aussieht, daß man freundliche Briefe ignoriert (wie es einst in Deutschland mit dem Brief von Präsident Ahmadinedschad geschah), stattdessen Länder per Sanktionen in Wirtschaftskriege stürzt, um die nationale Volkswirtschaft zu ruinieren, dann stimmt da mit der Diplomatie etwas nicht. Die Diplomatie selber macht sich zum Willkürwerkzeug, das ist völlig absurd, damit wird Demokratie zur Tyrannei.Und dann kollabiert es. Spielen diese Herrschaften Diplomaten und ihre Regierungen dahinter mit dem Weltfrieden?
    Das ist keine Kultur, das ist Barbarei.
    Aber für den derzeitigen Vorfall gibt es eine einfache Erklärung: die Stürmung der Botschaft in Teheran war der willkommene Anlaß, damit der Westen gegen Iran eskalieren kann: Israel ist die treibende Kraft dahinter.
  9. #38

    Alles nett gedacht, aber

    Zitat von Montanabear Beitrag anzeigen
    Es gibt gewisse Konventionen in der Diplomatie, die eingehalten werden muessen, sonst sollte man sich aus er Gemeinschaft der Nationen entfernen. Das Stuermen der Botschaft durch regierungsbeauftragte Schergen ist ein vollkommener Verstoss gegen diese Konvention.
    Sie shen Diplomaten falsch : sie stehen nicht "feige" im Hintergrund, sondern vorerst im Vordergrund mit dem Ziel, Kriege eben zu vermeiden. Diplomaten engagieren sich nicht in Kampfhandlungen. Nur ein paar wenige Staaten bilden ihre Diplomaten - entgegen der Konvention- auch martialisch aus.
    Also: kein Kindergarten.
    da scheint wohl die westliche DIPLOMATIE gescheitert zu sein, wenn dann so etwas passiert, oder? Seh ich das falsch?

    Vielleicht sollten sich manch geglaubt auserwählten Menschen im WESTEN darüber mal Gedanken machen, weil dafür haben wir ihn ja wohl bekommen, die Fähigkeit uns selbst zu REFLEKTIEREN, was wohl als Erkenntnis erbringen sollte, ganz rational, dass Menschen verschieden sind, nicht nur wissenschaftlich erkannt, sondern auch in ihrer Zeit. Sind eben nich alle deutsch.

    MFG


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