Irak nach dem US-Abzug: Amerika geht, das Chaos kommt

Kaum haben die letzten US-Truppen den Irak verlassen, brechen im Land alte Konflikte auf. Sunniten und Schiiten stehen sich feindlich gegenüber, Regierungschef Maliki hetzt gegen unliebsame Konkurrenten. Der kriegsgebeutelten Nation drohen die Spaltung und neue Gewalt.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...805102,00.html
  1. #30

    Re: Wieso angetan wurde ? Das tun die sich doch selber an

    Zitat von Sleeper_in_Metropolis Beitrag anzeigen
    Und was wäre jetzt so schlimm daran, wenn der Irak zerbräche ?
    Nur daß es Hundertausende, wenn nicht sogar Millionen Tote geben würde...

    Zitat von Sleeper_in_Metropolis Beitrag anzeigen
    Wieso angetan wurde ? Das tun die sich doch selber an, oder woher kommen die ganze Terroristen und Selbstmordattentäter ? Oder sind die alle aus den USA in den Irak eingesickert, um dort für Chaos zu sorgen ?
    Also vor 2003 gab es im Irak nur einen Terroristen und das war Saddam Hussein selbst. Er hat sein "nur" eigenes Volk malträtiert. Die konstrutierten Verbindungen zwischen Irak und der Al-Kaida gab es davor nicht! Der Westen und insbesondere die USA mit Bush sind Schuld daran, daß es Al-Kaida und andere Terroristen nun im Irak gibt und daß sich die Leute jetzt untereinander bekriegen. Jeder fühlt sich unterdrückt und will an die Macht und an das irakische Öl kommen.

    Hätte Bush nicht nur den Krieg sondern auch den Frieden danach besser geplant, gäbe es diese Gewalt im Irak wahrscheinlich nicht. Aber Bush dachte, daß man nur Saddam entfernen muß und alle Iraker würden die Amis mit Blumen begrüßen...

    Rumsfelds erste Amthandlung war doch, die irakische Armee aufzulösen und somit ein Machtvakuum zu schaffen, in das dann Warlords und Terroristen aus Nachbarländern einsickern konnten. Die Schiiten fühlten sich von den Sunniten (Saddam und seine Führung waren Sunniten) unterdrückt und begehrten auf. Alte Feindschaften sind wieder hochgekocht. Wo sie keine andere Chance zu politiker Änderung sahen, wurden Menschen zu Selbstmordattentäter.
  2. #31

    Nun …

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Saddams Diktatur kostete über eine Million Irakis das Leben - vor allem Kurden und Schiiten. Wie ihr geliebter Diktator regierte beschreibt dieser Stern-Artikel:

    Saddam Hussein: Er tötete, wen er wollte - Politik | STERN.DE
    … was hat sich also gebessert, die Amerikaner waren da und haben getötet wen sie wollten, die Präventivtötungen gehen auch andernorts noch weiter … die neue Regierung lässt töten wen sie will … bald töten sich in Ermangelung einer Ordnungskraft wieder alle gegenseitig wie sie wollen … was aber um Himmels Willen wurde jetzt aber gewonnen? Außer vielleicht, dass man eine gute Grundlage für einen teueren Wiederaufbau geschaffen hat der wirtschaftswachstum für die westlichen Unternehmen bedeuten könnte.

    Das Saddam ein Bösewicht war bestreitet doch niemand … aber die Vorzüge dieses Krieges erschließen sich mir deshalb immer noch nicht, außer das der Westen meint dort „Gutes“ bewirkt zu haben. Diese Meinung mag hier vorherrschen, im Irak könnte ich mir vorstellen wird dies anders beurteilt.
  3. #32

    Zitat von SPON-Artikel
    Das Weiße Haus teilte mit, Biden haben in beiden Gesprächen betont, "wie wichtig ist es, sich in einer Art und Weise zu verhalten, die auf den Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit und der irakischen Verfassung beruht".
    Letztere wird in wenigen Monaten ausgehebelt sein.
    Das es so kommt, war eigentlich abzusehen. Aber bitte... wenn die sich die Köpfe gegenseitig abhacken wollen, dann lasst sie doch.
  4. #33

    USA hinterlassen immer Unglück und Chaos!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kaum haben die letzten US-Truppen den Irak verlassen, brechen im Land alte Konflikte auf. Sunniten und Schiiten stehen sich feindlich gegenüber, Regierungschef Maliki hetzt gegen unliebsame Konkurrenten. Der kriegsgebeutelten Nation drohen die Spaltung und neue Gewalt.

    Irak nach dem US-Abzug: Amerika geht, das Chaos kommt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Man sehe sich an:
    I Weltkrieg beendet und in der Alianz mit F + GB die Ursachen für den II Weltkrieg gelegt.
    1-te Weltwirtschaftskrise in den 20-er Jahren war auch made in USA
    II Weltkrieg: Neben dem Sieg über die Nazis, herausragendes Ergebnis war die Teilung Europas, der Eiserne Vorhang, der Kalte Krieg. Und die Änderung führten die europäischen Völker 1989 selbst herbei.
    Hiroschima + Nagassaki einmaliger Fall von Einsatz atomarer Vernichtugsmittel gegen Zivilisten und Städte.
    Koreakrieg: Ergebnis Teilung bis heute, Elend und Tod im Norden.
    Vietnam: Elend und Unglück, aus dem sich das Land nur mühsam herausbewegt
    Irak + Afghanistan, Kommentare überflüssig.
    2-te Weltwirtschaftskrise seit 2008 andauernd, made in USA
    Die Reihe ist nicht vollständig. Man könnte die Kannonenboote vor Afrika/Ägypten im 19 Jahrhundert genauso hinzuzählen, wie die dilletantische Konstruktionart des Staates Israel, wodurch 67 Jahre nach dem Krieg dort immer noch Mord und Totschlag herrscht. Niemand ist dort zufrieden. Mit Recht!
    Die US-Boys konnten es nicht und können es immer noch nicht! Man sollte sie nicht mehr drannlassen, vermutlich erreichen sie das aber selbst, durch deren unausweichliche Staatspleite.
  5. #34

    wer hat etwas anderes erwartet?

    Leider war von vorneherein zu erwarten, dass der Abzug der US Truppen alles andere als ein friedliches Miteinander im Irak hinterlaesst. Da spielt der Irrglaube eine Rolle, dass man ein Land wie den Irak mit militaerischen Mitteln in eine 'Demokratie' westlicher Praegung verwandeln kann und zum anderen, dass man sich in Washington nie ernsthaft Gedanken ueber das Danach gemacht hat. Die Erfahrung der USA mit den Besiegten nach dem 2. Weltkrieg ist eben anders als die, welche man im Mittleren Osten macht. Der Irak ist eben nicht Deutschland, welches sich befreit gefuehlt hat. Der Krieg gegen den Irak war eben ein Angriffskrieg, der ohne wirkliche Berechtigung gefuehrt wurde und die Bevoelkerung ausschliesslich zu Opfern gemacht hat.

    Dass Obama die Truppen abgezogen hat, war zwar eine logische Konsequenz aber eben viel zu wenig durchdacht. Man wird sich gegenseitig die Koepfe einschlagen und wohl den naechsten Angriff von aussen provozieren.
  6. #35

    Ach wie schön,

    Zitat von Tadaa79 Beitrag anzeigen
    Dann gibt es keine offenen Konflikte mehr, über die Sie berichten müssen. Wer aufmuckt verschwindet.

    Ist Ihnen das lieber? Ein Dikator? Es ist jetzt an den Menschen, das Land zu formen und Konflikte auszutragen, nicht zu unterdrücken.
    Friede, Freude, Eierkuchen! In der Theorie sind Sie sehr gut bewandert! "Das Land formen und Konflikte austragen", ach was hört sich das gut an.
    Übrigens, das Land wird doch "geformt" und "Konflikte" werden doch ausgetragen. Allerdings leider nicht so zivil wie dies geschehen müsste. Wenn eine "Demokratie" wie sie im Irak herrscht, die Menschen nicht vor gewalttätigen "Konfliktsuchenden" schützen kann, wäre m.E. eine Diktatur welche "den Daumen drauf-hält" vielleicht wirklich nicht verkehrt.
  7. #36

    Zitat von Ernst August Beitrag anzeigen
    ... Das ist das Ergebnis des Krieges und Ironie oder Zynismus sind angesichts des Leids von Millionen nicht angebracht.
    [...]
    Zynismus ist das was Sie hier schreiben, Sie blenden die Verbrechen von Saddam komplett aus - das sollten wir uns mal mit Hitler erlauben -.
    Ich verweise der Einfachheit halber mal nur auf den Kommentar #22 von Palmström - sie finden im Netz genug andere Belege für die Verbrechen Saddams:
    Irak nach dem US-Abzug: Amerika geht, das Chaos kommt

    Wenn man einen grenzenlosen Hass auf Amerika hat - so wie man ihn hier ständig antreffen kann - und möchte diesen artikulieren, schämt man sich nicht mal, die übelsten Dikaturen zu lebenswerten Staatsgebilden zu deklarieren, Hauptsache die eigene verbohrte Argumentationskette kann dadurch stimmig gemacht werden.
  8. #37

    Zitat von Tadaa79 Beitrag anzeigen
    Dann gibt es keine offenen Konflikte mehr, über die Sie berichten müssen. Wer aufmuckt verschwindet.

    Ist Ihnen das lieber? Ein Dikator? Es ist jetzt an den Menschen, das Land zu formen und Konflikte auszutragen, nicht zu unterdrücken.
    Susan Lindauer beschreibt in ihrem Buch "Extreme prejudice," dass der Diktator sehr ser gut bis zu letzt mit dem Westen kooperiert hat. Auch haben es Frauen relativ gut gehabt und hatten gute Arbeitsstellen an Universitaeten.

    Amazon.com: Extreme Prejudice: The Terrifying Story of the Patriot Act and the Cover Ups of 9/11 and Iraq (9781453642757): Susan Lindauer: Books

    Susan Lindauer war die erste die unter den Patriot Act verhaftet wurde. Es ist ein Wunder, dass sie noch lebt und sie hat mit dem Iraq verhandelt damals.

    Siehe Diktatoren werden gemacht auch von den Medien. Demokratie ist ja wunderbar, wenn wr sie nicht anderen aufzwingen wuerden durch nukleare Kriege 9DU und unsagbares Leiden fuer die Menschen)... Wenn wir fuer Demokratie in den Krieg gehen und den Medien glauben schenken, dann werden wir selber zum Diktator, denn wir sagen ja zum Leid der Menschen. Dabei kommt nichts Gutes raus, niemals. Wir sind alle der Diktator wenn wir andere Menschen einen Krieg aufzwingen willen die niemandem was getan haben.

    Ich glaube Iraq waere besser heute dran ohne die Amis. tut mir Leid, leider bin ich zu dem Schluss gekommen.

    Es ist ein neueer Video mit Bericht herausgekommen ueber schrecklichen Untaten der Amerikanischen Soldaten. Da sind Menschen gehaeutet (teenager oftmals) worden und Ihr Gehirn wurde herausgerissen.

    New Photos Released of Iraq Atrocity, With Documents and Video
    By David Swanson
    * New Photos Released of Iraq Atrocity, With Documents and Video :* Information Clearing House

    Ich glaube die USA waren schlimmer im Iraq als Saddam es jemals haette sein koennen. Es ist immer so. Angriffskriegsnationen sind immer diktatorisch selbst wenn sie sich unter dem Deckmantel der Demokratie verstecken.

    Wir machen als Westler jetzt alles falsch - so scheint es. Dialog ist gefragt hier und sei serstaunt, es geht oft gut. :-)

    Was wir usn fragen sollten ist wie wir Leadership-Skills so anwenden koennen, dass Gewalt an sich wegfaellt.
  9. #38

    Irak unter Saddam

    Zitat von Ernst August Beitrag anzeigen
    Vor dem Überfall und den Sanktionen war der Irak das modernste und entwickeste Land der Region.

    Es gab Gleichberechtigung und die Religionen lebten friedlich miteinander.
    Nun, zumindestens war der Irak auf dem Stand Deutschlands vor ca. 70 Jahren. Jedenfalls haben sie dort auch ihre Minderheiten (ganze kurdische Dörfer) mit Giftgas ermordet. Und einen langjährigen Angriffskrieg gegen den Iran geführt. Und die Schiiten im Süden unterdrückt und das dortige Sumpfgebiet trockengelegt.

    Wenn das ein Maßstab für Entwicklung ist, bitte.
  10. #39

    Zitat von Tadaa79 Beitrag anzeigen
    Dann gibt es keine offenen Konflikte mehr, über die Sie berichten müssen. Wer aufmuckt verschwindet.

    Ist Ihnen das lieber? Ein Dikator? Es ist jetzt an den Menschen, das Land zu formen und Konflikte auszutragen, nicht zu unterdrücken.
    Mann...hören Sie doch auf. Bis zum Einmarsch in Kuwait (ebenfalls eine brutale Diktatur) war Saddam everybody`s Darling.

    PS: Wie oft durften Sie Superdemokrat ihren Kanzler oder Präsidenten wählen? Ich sag es Ihnen: NIE.