Irak nach dem US-Abzug: Amerika geht, das Chaos kommt

Kaum haben die letzten US-Truppen den Irak verlassen, brechen im Land alte Konflikte auf. Sunniten und Schiiten stehen sich feindlich gegenüber, Regierungschef Maliki hetzt gegen unliebsame Konkurrenten. Der kriegsgebeutelten Nation drohen die Spaltung und neue Gewalt.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...805102,00.html
  1. #110

    Zu einseitig

    Zitat von chrimirk Beitrag anzeigen
    Nicht ein Konkretum, nur die Anti- Kommo-Keule.
    Zu Beruhigung: Mir ist und war alles aus der Ecke der SU seit 1917 sehr suspekt-vorsichtig gesagt. Nur hier ging es nicht um die SU, sondern um frische "Ergebnisse" des US-Wirkens. Und nur darum. Und zum Feind + dessen Bild taugt USA so wenig, wie die ehemalige SU. Die sind/waren es nicht wert.
    Fakten aufzuzählen, an sie zu erinnern, tut oft manchem weh, weil ...das berühmte Märchen vom "Kaiser und seine neuen Kleider" fallen mir da ein.
    Na ja, so ist das halt im Leben. Vermutlich halten Sie die vom US-Geheimdienst verursachten und von der US Regierung finanzierten "Geschehnisse" in Chile mit Dr. Allende und seinen Anhängern auch für richtig.
    Sehr geehrter Forist chrimirk, ihr Beitrag war mir zu einseitig in der Zuweisung der Verursacherschuld. Bei einer sachlichen Beurteilung kommt man teilweise sicher zu anderen Ergebnissen. Ihrer Feindbilddefinition stimme ich zu und als "Geschehnisse" würde ich die US iniziierten Eingriffe nun nicht gerade bezeichnen.
    Und reflektierend zu den "frischen" Ergebnissen des US-Wirkens kann ich nur sagen, dass sie weder strategisch, politisch, ökonomisch in ihren Auswirkungen wirklich durchdacht wirkten und auf einen gehörigen Dilettantismus der jeweiligen US-Regierungen hindeuten. Von der Aussenwirkung ganz zu schweigen.
    Ihnen ein frohes Fest
  2. #111

    Kompliment zur Richtigstellung

    Zitat von savanne Beitrag anzeigen
    Sehr geehrter Forist chrimirk, ihr Beitrag war mir zu einseitig in der Zuweisung der Verursacherschuld. Bei einer sachlichen Beurteilung kommt man teilweise sicher zu anderen Ergebnissen. Ihrer Feindbilddefinition stimme ich zu und als "Geschehnisse" würde ich die US iniziierten Eingriffe nun nicht gerade bezeichnen.
    Und reflektierend zu den "frischen" Ergebnissen des US-Wirkens kann ich nur sagen, dass sie weder strategisch, politisch, ökonomisch in ihren Auswirkungen wirklich durchdacht wirkten und auf einen gehörigen Dilettantismus der jeweiligen US-Regierungen hindeuten. Von der Aussenwirkung ganz zu schweigen.
    Ihnen ein frohes Fest
    So trifft mein letzter Beitrag in diesem Forum den falschen Adressaten.
    Entschuldigung und frohes Fest.
  3. #112

    Völlig unnötig

    Zitat von Mononatriumglutamat Beitrag anzeigen
    Für diesen Fall wage ich eine Zukunftsprognose. Wenn Nuri al-Maliki neuer Diktator des Irak wird, werden die USA eine Zeitlang freundliche Mine zum bösen Spiel machen. Selbstverständlich werden die USA versuchen, hinter den Kulissen etwas zu erreichen, aber öffentliche Kritik wird zögerlich und sher behutsam einsetzen. In dieser Phase werden die Forenschreiber die USA beschimpfen, mit der irakischen Regierung befreundet zu sein.

    Danach kommt die Phase, in der die USA und ihre Verbündeten sehr deutliche Ermahnungen an die irakische Regierung aussprechen, später mithilfe der UNO Sanktionen durchsetzen, ... in diesem Stadium wird eine zunehmende Anzahl von Forenschreibern von Kriegstreiberei reden.

    Wie auch immer, hinterher sind wieder die Amis schuld. Wetten?
    zu wetten. Sie können nun mal nicht abstreiten, dass die Amis versuchen, die Restwelt im Sine von USrael ,hinzubiegen' oder auch schon mal ,hinzubomben'.
    Das muss man kritisieren dürfen, ohne dass einem irgendwie Nähe zu Diktatoren oder der völlig überholte Antisemitismusvorwurf trifft.
    Sie sollten auch zur Kenntnis nehmen, dass nun mal im NO nicht Amerikaner zu Hause sind, sondern in der Hauptsache dem Islam, in seinen verschiedensten Prägungen, angehörige Völer
  4. #113

    Wenn wir uns an unser

    Zitat von alfredoneuman Beitrag anzeigen
    Vom Koreakrieg wohl noch nie etwas gehört? Dagegen waren die beiden Irakkriege zusammengenommen die reinsten Spaziergänge. Und schon damals vor 60 Jahren, das wird Sie jetzt überraschen, gabs in Korea kein Öl.
    Immer wieder erstaunlich, wie mit dem Öl-Argument und ein bisschen Antiamerikanismus, .....
    aller Freund G.W. erinnern, hatte doch schon einer der miesesten Oberschurken seine Atombombe.
  5. #114

    Sie übersehen leider den kleinen

    Zitat von alfredoneuman Beitrag anzeigen
    Vom Koreakrieg wohl noch nie etwas gehört? Dagegen waren die beiden Irakkriege zusammengenommen die reinsten Spaziergänge. Und schon damals vor 60 Jahren, das wird Sie jetzt überraschen, gabs in Korea kein Öl.

    Immer wieder erstaunlich, wie mit dem Öl-Argument und ein bisschen Antiamerikanismus, schlichte Erklärungsmuster gebastelt werden.
    Unterschied, dass der Koreakrieg, eine Ausnahme bei den Kriegen nach dem WWII, mal nicht von den USA, bzw. einem Ihrer vorgeschickten Pudel (GB etc.) begonnen wurde.

    Es gibt für den CIA auch andere Gründe, Kriege anzufangen oder Regierungen zu destabilisieren, beispielsweise Störung der US-Südfrüchte-Industrie (Ecuador), Frechheiten im amerikanischen Hinterhof (Kuba, Chile, Nicaragua), schwachsinnige Spiele-Theorien (Domino-Theorie inVietnam) und vieles mehr.

    Zitat von alfredoneuman Beitrag anzeigen
    Nur zu Ihrer Info; nach 10 Jahren Krieg mit dem Iran, war der Irak bereits platt. Die USA haben mit vielen Dollarmilliarden versucht das Ganze aufzurichten, aber es nützt nicht viel, wenn die Irak sich ständig gegenseitig plätten.
    Die USA haben zunächst mal mit vielen Dollarmilliarden die Irakis in einen Stellvertreterkrieg mit den Iranern geschickt. Da die Mentalität von Sadam der Mentalität der Mentalität bestimmender Gruppen der USA sehr ähnlich waren,fanden sie in Sadam den idealen Mitkämpfer. Hat zwar nicht so geklappt, wie sich das die Genies im Pentagon ausgerechnet hatten - aufgrund der vorausschauenden Intelligenz der Pentagon-Oberdenker ist anzunehmen, dass diese aus Republikanern, Teebeuteln und ähnlichem Kroppzeug bestanden.

    Zitat von alfredoneuman Beitrag anzeigen
    Und so richtig toll wird es für alle dann, wenn die Taliban mal die Bombe erben. Was meinen Sie wie die erst mit den Anderen umspringen werden ? Oberschlaue Forumspoeten werden womöglich auch nicht verschont. Darüber sollten Sie bei Gelegenheit auch mal nachdenken.
    . . . . .
    Ja das ist echt nützlich, wenn jeder Schurke seine Atombombe hat, ich freue mich für sie jeden Tag aufs Neue.
    Naja, zunächst mal ist es in dem von Ihnen an die Wand gemalten Fall so, dass die Taliban die Bombe von dem engsten Verbündeten der USA in dieser Region übernehmen werden - und dass der pakistanische Geheimdienst seit Beginn der Taliban mit denselben engstens zusammenarbeitet, müsste sogar einem REP, oder sagen wir der geistigen Elite dieser etwas gehirnamputierten Spezies, nach längerem Beobachten und Nachdenken irgendwann mal klar geworden sein. Da dies wohl nicht der Fall ist, bleibt zu hoffen, dass es Ihnen wie das Licht des heiligen Geistes aufgehen wird, wenn die Taliban sie haben - fraglich allerdings, ob Viele von ihnen dann das großartige Schauspiel genießen werden, wie Ihre Freiheitsstatue im Licht von Tausend Sonnen gen Himmel fährt - die Taliban haben Erfahrung mit solchen Events.

    Was die "Schurkenhaftigkeit" der Nationen betrifft, die die Atombombe noch nicht haben, aber haben wollen, sehe ich wenig Unterschied zur Schurkenhaftigkeit der Nationen, die die Bombe bereits haben und keineswegs abgeben wollen. Also gleiches Recht für alle A****löcher.

    Und bei einem großen Teil der US-Evangelikalen sehe ich keinen großen Unterschied zu den Taliban - es sind halt christlich-westliche Taliban.

    Übrigens, finden Sie nicht, dass es an der Zeit ist, auf Ihren Klarnamen Alfred E. Neumann umzuswitchen? Man weiss dann wenigstens, auf welches Niveau man sich runterregeln muß.



    JorgeX