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IPhone-Hersteller: Mitarbeiter sollen Selbstmord-Verzicht unterschreiben

Seit Anfang des Jahres haben sich zehn Menschen beim Elektroriesen Foxconn umgebracht. Nun fordert das Unternehmen von seinen Mitarbeitern das schriftliche Versprechen, sich nichts anzutun. Apple verspricht, die Schritte des iPhone-Herstellers zu beobachten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...696823,00.html
  1. #10

    10 auf 300.000 Menschen?

    Jeder Freitod ist einer zu viel. Das um Missverständnisse zu vermeiden.

    Andereseits betrug die Suizidhäufigkeit in Deutschland laut Wikipedia im Jahr 2007 11,4 je 100.000 Einwohner. Das ist mehr als dreimal häufiger als in dem Riesenunternehmen.

    Im Übrigen gab es eine ähnliche Suizidserie vor einiger Zeit bei, wenn ich es recht in Erinnerung habe, der France Telecom. Nicht die einzige in der Geschichte. Dass Suizid eine höchst suggestive Kraft auf andere Leute ausüben kann, wissen wir in D seit dem jungen Werther.
  2. #11

    Die heile Apple-Welt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit Anfang des Jahres haben sich zehn Menschen beim Elektroriesen Foxconn umgebracht. Nun fordert das Unternehmen von seinen Mitarbeitern das schriftliche Versprechen, sich nichts anzutun.
    Die Lieferanten werden offensichtlich genauso geknebelt wie die iPhone-Kunden.
  3. #12

    Verrohung abstellen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit Anfang des Jahres haben sich zehn Menschen beim Elektroriesen Foxconn umgebracht. Nun fordert das Unternehmen von seinen Mitarbeitern das schriftliche Versprechen, sich nichts anzutun. Apple verspricht, die Schritte des iPhone-Herstellers zu beobachten.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...696823,00.html
    vielleicht, würde ich einfach einmal auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen setzen, auf so einen Schwachsinn kommt man nur, wenn man bei sich selbst, die völlige Abwesendheit von Empathie feststellen kann.
    Die Sklaverei ist ethisch und moralisch verwerflich, deshalb sollte die Fa. Foxconn, die sich ja bekanntlich dumm und dusselig verdient, die Sklavenstrukturen in ihrem Unternehmen abstellen, auch asiatische Menschen haben schließlich einen Anspruch auf Menschenwürde.
    Diese verrohte Spezies stirbt offensichtlich niemals aus.
  4. #13

    Unmöglich, was sich da Apple leistet

    Indem Apple den billigsten Anbieter gewählt hat, der nur unter der Bedingung so billig produzieren kann, dass er seine Mitarbeiter in den Tod treibt, trägt es die Verantwortung. Mit ein bisschen "wir werden das beobachten" ist da längst nichts getan. Apple hat ein Umsatz-Gewinn-Verhältnis von unsittlichen 25%. Und das NUR weil es solche Produktionszustände bzw. -bedingungen gibt wie in dem Selbstmörder-Betrieb.

    An iPhones klebt blut. Ich könnte sie schon aus moralischen Gründen nicht kaufen. Lidl, Kik und Apple - alles das gleiche: Globalisierungsausbeuter.
  5. #14

    Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf:

    Zitat von Timson Beitrag anzeigen
    Was genau wird den Mitarbeitern als Strafe angedroht, wenn sie gegen den Vertrag verstoßen sollten?
    In einer kommunistischen Diktatur, in der die Angehörigen eines zu Tode Verurteilten nach der Hinrichtung die Kosten für die Gewehrkugel zu tragen haben, liegt die Vermutung nicht fern, dass auch hier die Verwandtschaft zur Verantwortung gezogen werden könnte.
  6. #15

    Nun werden die Hinterbliebenen bestraft

    Zitat von Katzenfreund Beitrag anzeigen
    Was passiert wenn jemand unterschrieben hat, und sich doch Umbringt? Wir der dann entlassen? Fristlos? Mit oder ohne Abfindung? Fragen über Fragen
    Warschgeinlich muss seine Familie dann eine Konventionalstrafe aus dem Erbe bezahlen. Möglicherweise müssen sich dei Erben sogar verschulden. In vielen Ländern, vielleicht auch in China, werden Schulden nicht mit dem Tod hinfällig oder können so einfach wie in Deutschland mit dem Erbe abgelehnt werden, da übernimmt der Erbe alles in dem Fall.

    Somit erhoht der Produzent nur weiter den Druck auf seine lebensmüden Arbeiter. Denn wenn sie Selbstmord begehen, würden sie nun, nach dem Unterscheiben des (Zwangs-)Vertrages, ihre ganze Familie ins Verderben stürzen.

    Dass das kein Arbeiter freiwillig unterschreibt, ist klar. Aber sonst arbeitslos.

    Dank Apple und seinen tollen blutigen Produkten.

    Alternativ, falls der Billig-Produktionsstätte das Geldeintreiben bei den Hinterbliebenen zu blöde ist oder zu PR-gefährlich ist das ganze nur ein lächerlicher und nicht Ursachen der Problematik verkennender Versuch zum Beenden der Symptome.
  7. #16

    Wieso nur Apple?

    Zitat von Timson Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte Apple seine iPhones lieber von jemandem bauen lassen, der seinen Mitarbeitern Arbeitsbedingungen bietet, die nicht zum Selbstmord führen. Und vielleicht sollte Apples Kunden bis dahin auch keine weiteren Apple-Produkte kaufen.
    Vielleicht hätten Sie den Artikel aufmerksamer lesen sollen. Dell, HP und andere Firmen lassen dort auch produzieren. Aber das passt vielleicht nicht so gut in Ihr Weltbild!
  8. #17

    Schande...aber irgendwie keine Ueberraschung

    ebenso sinnbefreit wie die seitenlangen Disclaimers unter emails, die man erst liest wenn man verbotenerweise Kenntniss über den Inhalt der mail obendrüber gewonnen hat.

    Zum Sachverhalt:
    Als iPhone Besitzer schäme ich mich für den Kauf und Apple. Vielleicht kann durch Konsumentendruck Apple bewegt werden, bei Zulieferern Ethikstandards durchzusetzen. Wo ein Wille, da auch ein Weg.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass durch die Verlängerung von Pausenzeiten & Redeerlaubnis für die chinesischen Arbeiter sich ein existenzielles Risiko für Apple ergäbe. Also macht's!
  9. #18

    Konsequentes Durchgreifen

    Zitat von Katzenfreund Beitrag anzeigen
    Was passiert wenn jemand unterschrieben hat, und sich doch Umbringt? Wir der dann entlassen? Fristlos? Mit oder ohne Abfindung? Fragen über Fragen
    Nö, wie man das chinesische Rechtssystem kennt wird er dann posthum zum Tode verurteilt und anschließend erschossen.
  10. #19

    Unrealistisch

    Zitat von Timson Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte Apple seine iPhones lieber von jemandem bauen lassen, der seinen Mitarbeitern Arbeitsbedingungen bietet, die nicht zum Selbstmord führen.
    Zum einen stimmt die Marge bei Apple dann nicht und zum anderen gibt es außerhalb dieser Länder (China, Korea, Indien) ja niemanden mehr, der das know how hat und so etwas bauen kann.


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