DPADie Nazis wollten in Prora auf Rügen ein gigantisches Seebad errichten, zu DDR-Zeiten zog die Nationale Volksarmee ein, seit der Wiedervereinigung versuchen Investoren, mit der Anlage Geld zu verdienen. Jetzt bekommt auch das Ferienheim "Walter Ulbricht" einen neuen Besitzer. Nur was hat der vor?
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...825015,00.html
Wenn Sie ein Hotel daraus machen wollen, ist ein Totalumbau notwendig, wenn Sie was draus machen wollen. Die Zimmer sind viel zu klein, deswegen müssen Sie mindestens die Hälfte der Wände rausreißen, um etwas zeitgemäßes daraus zu machen. Sie müssen die Technik komplett neu verlegen (Fernsehen, Stromleitungen dürften nicht reichen, etc.). Es fehlen Parkplätze, die man heute direkt am Eingang erwartet. Die Architektur ist für heutige Verhältnisse viel zu geschlossen, da kommt keine Atmosphäre auf. Auch das müssen Sie umbauen. Und das alles müssen Sie mit dem Denkmalschutz abstimmen.
Und selbst wenn Sie einen Block saniert haben, haben Sie immer noch eine Menge Blöcke um sich herum, die nicht wirklich einladend wirken, sondern eher abschrecken.
Und im unmittelbaren Umkreis gibt es überhaupt keine Infrastruktur, keine Restaurants, keine Shopping-Möglichkeiten. Da müssen Sie schon nach Binz.
Mich wundert es nicht, dass das alles so lang dauert.
Langsam investieren ohne Kredite, einfache Zimmer, wenig Geld, Junge Leute, Familien.
Der Sohn von Ernst Busch als knallharter Geschäftsmann. Und das bei einer Immobilie, bei der man sich die Nazi-Geschichte einfach nicht wegdenken kann. Ich hab´ erstmal geschaut, nein der 1. April ist morgen. Aber die besten Geschichten schreibt das Leben. Hat vielleicht Margot den Vorschuß für´s neue Buch dort investiert? ;-)
Junge Leute? Cooles Ambiente, die wären bestimmt begeistert. Hat die NPD eine Jugendorganisation? Das könnte vielleicht klappen. Wenig Geld? hab' ich auch, aber da könnte man mir noch 1000 Euro drauflegen, und ich würde mir das nicht antun. Neenee, Verehrtester, sowas kann man nur sprengen und sonst garnix.
Ja, staune auch. Ist natürlich geschichtsträchtig. Aber eher was für einen Ausflug, nach einer Woche würde selbst ich -trotz meiner Ruinenmacke- dort Depris kriegen. Die Kinder meutern schon nach 24 Stunden. Jugendherberge ist da was anderes, da steht der billige Schlafplatz im Vordergrund.
Pauschaltouristen lieben doch sowas. Wer freiwillig in Maspalomas, Playa de las Américas, Antalya oder Cala Ratjada seinen vermeintlichen Urlaub verbringt wird sich bestimmt da sehr wohl fühlen, denn ein Unterschied ist kaum erkennbar. Damit alles so bleibt wie es schon immer war ist es wichtig, dass die Gäste geflogen kommen, auch wenn sie gleich um die Ecke in Berlin-Hellersdorf, Hamburg-Steilshoop oder Kiel-Mettenhof wohnen, und mit Bussen vom Flughafen hingekarrt werden. Oder man holt sie gleich mit Bussen ab und veranstaltet unterwege eine Rheumadecken-Verkaufs-Schow. Also bloß keine Parkplätze und keine freie Zufahrt. Deutsches Essen, deutsches Personal, deutscher Reiseleiter, deutsche Nachtruhe, was für ein Paradies!
Doch, da gibt es einen gewaltigen Unterschied:
Einige angenehme Grade Celcius mehr & einige angenehme Sonnenstunden mehr in den südlicheren Gefilden. Dazu noch wärmeres Wasser.
Und am Playa de las Americas kann ich auch mal ein Auto mieten und eine halbe Stunde in ein spanisches Bergdorf fahren. Oder mal schnell 3xxx Meter hoch auf den Teide. Und ich habe am Playa etliche Bars, Cafes und Restaurants um mich: Auswahl, Auswahl, Auswahl.
Der größte Vorteil ist aber das ganzjährig angenehme Klima auf Teneriffa: im Winter nicht zu kalt, im Sommer nicht zu heiß.