Investmentbanker: Zähmung der Zocker

dapdDer Libor-Skandal um manipulierte Zinssätze hat den letzten Rest von Vertrauen in die Investmentbanker zerstört. Die Politik hat erste Mechanismen zur Regulierung auf den Weg gebracht, die Renditen fallen in der Zukunft deutlich kleiner aus. Gelingt es, die Zocker an die Leine zu legen?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...843921,00.html
  1. #1

    der wichtigste Punkt fehlt

    sicherlich, in den letzten Jahren gab es mehr und mehr Regularien, aber der wichtigste Punkt fehlt. Lasst die "Zocker" für ihre Schieflagen gerade stehen und nicht die Steuerzahler mit Rettungspacketen. Nur so und wirklich nur so lernen sie , wo ihre Grenzen sind.
  2. #2

    optional

    In der Finanzkrise wurde mal gesagt die Banken sollen auf ihr funktion..."kreditbeschaffer für die Wirtschaft und privatleute" begrenzt werden... Genau das sollte gemacht werden... Der Rest wird verboten...
  3. #3

    Nein...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Libor-Skandal um manipulierte Zinssätze hat den letzten Rest von Vertrauen in die Investmentbanker zerstört. Die Politik hat erste Mechanismen zur Regulierung auf den Weg gebracht, die Renditen fallen in der Zukunft deutlich kleiner aus. Gelingt es, die Zocker an die Leine zu legen?

    Investmentbanker: Was der Libor-Skandal bei Barclays verändert hat - SPIEGEL ONLINE
    ...und das aus einem ganz einfach Grund:
    Die Politik will das nicht! Wo kämen wir denn da hin die "Märkte" an die Leine nehmen! An die Leine wird nur das dumpe Volk genommen!
  4. #4

    Nicht passiert - viel passiert?

    Seltsamerweise sagen ja Leute die es wissen müssen, Politiker und Börsenexperten, in den TV-Talkrunden nach wie vor dass "nichts" oder zumindest "sehr wenig" von dem umgesetzt sei das nach 2008 angekündigt wurde.
    Hier wird nun aber behauptet es sei enorm viel passiert bzw. unmittelbar auf dem Weg. Was denn nun? Was allgemein als "Information" statt findet, nicht nur hier, sondern auch bei Themen wie Euro, ist wohl eher als Desinformation zu bezeichnen. Es kann doch nicht sein dass diametral unterschiedliche Bewertungen mehr oder weniger richtig sein können. Wenn hier Jain als Zeuge aufgerufen wird lässt das allerdings annehmen dass der große Fortschritt der Regulierung eher eine Mär ist.
  5. #5

    Haltefristen

    eine einfache und ungeheuer effektive Maßnahme wäre es Haltefristen für Finanzprodukte einzuführen. da niemand etwas davon hat geld für Millisekunden zur Verfügung gestellt zu bekommen, denke ich 4 Wochen wären ein menschliches Maß, Der automatisierte handel wäre damit natürlich abgeschafft.Die Nervosität aus den Märkten genommen. Rationalere Überlegungen als kurzfristiger Profit, würden wieder Vorrrang gewinnen. Als Sanktion stelle ich mir eine Beschlagnahme zumindest eines Teils des Kapitals bei vorfristigem Verkauf vor.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Libor-Skandal um manipulierte Zinssätze hat den letzten Rest von Vertrauen in die Investmentbanker zerstört. Die Politik hat erste Mechanismen zur Regulierung auf den Weg gebracht, die Renditen fallen in der Zukunft deutlich kleiner aus. Gelingt es, die Zocker an die Leine zu legen?

    Investmentbanker: Was der Libor-Skandal bei Barclays verändert hat - SPIEGEL ONLINE
    So langsam kommt Licht in das Dunkel unter dem Rettungsschirm. Jetzt wird wohl auch dem Letzten klar, warum der berühmte und alternativlose ESM - Bankrenrettungsstichtag unbedingt der 1. Juli sein sollte. Und für wen die EU- Granden und ihre Helfershelfer in den Landesregierungen und Parlamenten in Wirklichkeit arbeiten. Die wußten garantiert schon vorher , daß nach dem 1. Juli ein paar unschöne Dinge ans Tageslicht kommen würden.
  7. #7

    Prinzip Hoffnung und Ethik? - gestatten, dass ich lache ?!

    Zu den Maßnahmen :

    die EU hat hat schon gesagt, dass Basel III aus organisatorischen Gründen nicht wie geplant durchgesetzt werden könne,
    Warum soll die Bankenunion mehr bringen als die erst seit 1 Jahr bestehende Aufsichtsbehörde?

    Sie schreiben ganz richtig - natürlich haben die Banker Schlupflöcher gefunden - und setzen schon voraus, dass es ihnen auch weiterhin gelingen wird......

    Ob die Banker Boni beziehen oder nicht, ist mir wirklich ganz egal- das gesamte Bankensystem muss geändertwerden - ohne Trennbankensystem, bei dem die Investmentsparte pleite gehen kann ohne Belastung der Steuerzahler bleibt die Politik erpressbar

    Solange die Banker die Gesetze selber schreiben wird sich leider nichts ändern !!!!
  8. #8

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Libor-Skandal um manipulierte Zinssätze hat den letzten Rest von Vertrauen in die Investmentbanker zerstört. Die Politik hat erste Mechanismen zur Regulierung auf den Weg gebracht, die Renditen fallen in der Zukunft deutlich kleiner aus. Gelingt es, die Zocker an die Leine zu legen?

    Investmentbanker: Was der Libor-Skandal bei Barclays verändert hat - SPIEGEL ONLINE
    Den Geldzockern, ergeht es auf Dauer (hoffentlich) nicht anders wie den Zockern am Daddelautomat, irgendwann erledigen sie sich selber. Frustierend zu sehen, das es die Politik nicht schafft, das Problem schneller, zum Wohle der Allgemeinheit zu lösen!
  9. #9

    .

    Beeindruckend? Ich bin überhaupt nicht beeindruckt. Beeindruckt wäre ich, wenn

    (1) unethisch handelnde Banker (Korruption, Veruntreuung, Hereinlegen von Kunden) reihenweise in den Knast einfahren
    (2) eine Finanztransaktionssteuer eingeführt wird, die Sekundendeals zu teuer macht
    (3) derzeitige "too big to fail" Banken zerschlagen werden
    (4) es eine klare Trennung zwischen Kundenbanken und Investmentbanken gibt.

    Und nein, auf die bisherige Weise wird die "Zähmung der Zocker" nicht gelingen. Das sind bisher nur Nebelkerzen, die darüber hinwegtäuschen, dass nicht wirklich was passiert. Daher bin ich vom Finanzwesen und der Politik angewidert. Das ist das Gegenteil von beeindruckt.