Forum


 

Interview-Posse in Niedersachsen: Niemand fragt, McAllister antwortet

dapdEin Interview mit dem Ministerpräsidenten? Da kommen kleine Zeitungen schwer dran. Nicht so in Niedersachsen. Dort hat die CDU Anzeigenblättern ein fertiges Gespräch mit David McAllister angeboten. Journalisten sind irritiert, die Opposition feixt - und der Landeschef zieht zurück.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...849748,00.html
  1. #1

    Was heißt hier plumper Versuch?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Interview mit dem Ministerpräsidenten? Da kommen kleine Zeitungen schwer dran. Nicht so in Niedersachsen. Dort hat die CDU Anzeigenblättern ein fertiges Gespräch mit David McAllister angeboten. Journalisten sind irritiert, die Opposition feixt - und der Landeschef zieht zurück.

    Niedersachsen-CDU schickt Interviews mit McAllister an Anzeigenblätter - SPIEGEL ONLINE
    Das kommt doch den Anzeigenblatt-"Redaktionen" gelegen. Da sitzt doch in der Regel ein einziger Redakteur, der nie an an Interview mit dem MP rankommen würde. Mit Anzeigenkunden wird doch auch nicht anders verfahren, da wird ja auch alles veröffentlicht.
    Übrigens, wie viele Zeitungen haben das Interview gedruckt?
  2. #2

    Was für eine Presse-Posse?

    Zitat: "Nun ist der Sinn von Politiker-Interviews eigentlich, dass Journalisten kritisch nachfragen können und sich nicht mit ausweichenden Antworten oder Floskeln zufrieden geben."
    warum nur musste ich spontan an Mafalda und ihre Reaktion zur Bedeutung des des Begriffs "Demokratie" denken?

    http://static.twoday.net/cerebrimoti/layouts/bigview/header.jpg
    Es ist eine beeindruckende Parallele zwischen der Bedeutung von Demokratie (Herrschaft des Volkes) und Journalisten (, die kritisch nachfragen) ... Nee, is' klar!
    Die eigentliche Empörung ist doch nur, dass das Bauernopfer der CDU (Torben Stephan) hier die typische Hofberichterstattung der "kritischen" Medien vorgegriffen hat ... Was soll dieser Unsinn? Die Medien (in Niedersachsen) sind hier doch keineswegs besser oder selbstbewusster als die eigenen Schönschreiberlinge der CDU ...

    *lach* Willkommen im Wahlkampf in Niedersachsen ...
  3. #3

    der sprecher stephan versichert,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Interview mit dem Ministerpräsidenten? Da kommen kleine Zeitungen schwer dran. Nicht so in Niedersachsen. Dort hat die CDU Anzeigenblättern ein fertiges Gespräch mit David McAllister angeboten. Journalisten sind irritiert, die Opposition feixt - und der Landeschef zieht zurück.

    Niedersachsen-CDU schickt Interviews mit McAllister an Anzeigenblätter - SPIEGEL ONLINE
    er habe das alles alleine eingerührt und der herr mp hätte nichts gewußt. ist der mann noch bei trost?
    verar..... kann er andere, was für ein "spitzenpersonal" hat denn ein deutscher ministerpräsident? jemand, der in dessen namen aber ohne dessen wissen 150 zeitungen "beglücken" will ? wers glaubt wird seelig - ein beweis mehr "cdu" = unwählbar!
  4. #4

    liquid, aber nicht democracy

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Interview mit dem Ministerpräsidenten? Da kommen kleine Zeitungen schwer dran. Nicht so in Niedersachsen. Dort hat die CDU Anzeigenblättern ein fertiges Gespräch mit David McAllister angeboten. Journalisten sind irritiert, die Opposition feixt - und der Landeschef zieht zurück.

    Niedersachsen-CDU schickt Interviews mit McAllister an Anzeigenblätter - SPIEGEL ONLINE
    So stellen sich das wohl Poltiker eines neuen, auf Stromlinie gebrachten "liquiden" Stils vor: Der Umgang mit der Presse dient nicht mehr der Information der Bevölkerung über die eigenen Ziele, sondern er wird als Werbekampagne mißverstanden. Um störende Interventionen zu vermeiden, stellt man sich die Fragen lieber gleich selbst.

    Wäre es da nicht sinnvoll, auch noch den nächsten Unsicherheitsfaktor, nämlich den Wähler abzuschaffen oder zumindest zu begrenzen? Man könnte doch die Wahlzettel schon mit den Kreuzchen an der richtigen Stelle vordrucken lassen, das ist der neue bürgenahe Service, mit denen man den Menschen Aufwand und Mühe erspart. Motto: Sie bleiben zu Hause, wir wählen für Sie!
  5. #5

    ob der Bürger ...

    ... den Unterschied gemerkt hätte?
  6. #6

    blöde Frage aber...

    wie kommen die PR-Heinis eigentlich (immer) drauf, dass man ihnen von Seiten der Medien und Öffentlichkeit sowas durchgehen lässt? Ist die Wahrnehmung in diesen Kreisen so verzerrt, dass man sich sagt: "supi - da kommt eh nie nie nie jemand dahinter, dass dieses Interview gestellt ist"
  7. #7

    Niedersachsen: Im Niemandsland der Demokratie

    Da ja in Niedersachsen eh ein merkwürdiges Verhältniss zu Demokratie und Pressefreiheit herrscht, ist diese Provinzposse eigentlich nicht erstaunlich. Es fehlt in diesem Bundesland Bildung. Das ist aber wünschenswert solange die "Richtigen" gewählt werden.
  8. #8

    Die MPs aus Niedersachsen habens einfach drauf...

    Irgendwie will McAllister wohl in die Fußstapfen seines Vorgängers treten. Anders kann ich mir diesen fauxpas nicht erklären...
  9. #9

    Genau....

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    Das kommt doch den Anzeigenblatt-"Redaktionen" gelegen. Da sitzt doch in der Regel ein einziger Redakteur, der nie an an Interview mit dem MP rankommen würde. Mit Anzeigenkunden wird doch auch nicht anders verfahren, da wird ja auch alles veröffentlicht.
    Übrigens, wie viele Zeitungen haben das Interview gedruckt?
    ...ist doch eh alles egal:soll die CDU doch auch direkt meinen Wahlzettel ausfüllen...man oh man...!








TOP



TOP