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Interview mit Hans Küng: "Jeder Reformer muss Angst vor Rom haben"

Zehntausende*Katholiken*kehren der Kirche*den Rücken, junge Männer wollen kaum noch Priester werden. Woran liegt das? In einem neuen SPIEGEL-ONLINE-Taschenbuch spricht der Papstkritiker Hans Küng über*römischen Klüngel, sein Kirchen-Ideal und den Kontakt*zu Papst Benedikt.

Interview mit Hans Küng: "Jeder Reformer muss Angst vor Rom haben" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
  1. #1

    Küng hat recht !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zehntausende*Katholiken*kehren der Kirche*den Rücken, junge Männer wollen kaum noch Priester werden. Woran liegt das? In einem neuen SPIEGEL-ONLINE-Taschenbuch spricht der Papstkritiker Hans Küng über*römischen Klüngel, sein Kirchen-Ideal und den Kontakt*zu Papst Benedikt.

    Interview mit Hans Küng: "Jeder Reformer muss Angst vor Rom haben" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Besser kann man den derzeitigen Zustand nicht beschreiben.
    Geht es so weiter,dann haben wir leere Kirchen ohne Priester!
    Ein Konzil könnte helfen,aber der derzeitige Papst wird es nie einberufen !
  2. #2

    im Vergleich

    Also ich als gelernter Kathole find' die östlichen Religionen mittlerweile viel interessanter als die katholische Ideologie. Buddhismus, Hinduismus, Schintoismus find' ich viel lebensnäher, vor allem im Vergleich zu einem blutleeren Feuilletonraschler wie dem Alois Ratzinger. Was der Katholen-Ideologie vor allem fehlt, ist eine Tierethik, die es im Osten gibt. Wen interessiert dieser katholische Pillepalle eigentlich noch heutzutage? Ich mein' abgesehen vom Matze Mattusek?
  3. #3

    ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zehntausende*Katholiken*kehren der Kirche*den Rücken, junge Männer wollen kaum noch Priester werden. Woran liegt das? In einem neuen SPIEGEL-ONLINE-Taschenbuch spricht der Papstkritiker Hans Küng über*römischen Klüngel, sein Kirchen-Ideal und den Kontakt*zu Papst Benedikt.

    Interview mit Hans Küng: "Jeder Reformer muss Angst vor Rom haben" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Küng hat Recht!
    Die Kirche geht an ihrer Verottung von Innen kaputt. Ein neuer Luther ist nicht in Sicht. Mir tun die katholischen Gläubigen leid, deren Glauben von der römischen Nomenklatura schäbig verraten und ausgenutzt wird!
  4. #4

    Dem Herrn Küng

    Zitat von theresia Beitrag anzeigen
    Besser kann man den derzeitigen Zustand nicht beschreiben.
    Geht es so weiter,dann haben wir leere Kirchen ohne Priester!
    Ein Konzil könnte helfen,aber der derzeitige Papst wird es nie einberufen !
    nachzulaufen, mag auf der Höhe des Mainstrems sein. Auch in diesem Interview scheint mir wieder deutlich, dass Prof. Küng den Entzug der kirchlichen Lehrbefugnis nie verwunden hat und auch nie verwinden wird. Daraus scheint mir seine Kritik an der römisch-katholischen Kirche und am gegenwärtig amtierenden Papst im Wesentlichen gespeist zu werden. Eine solche Haltung entbehrt jedoch der Ernsthaftigkeit und dem Bemühungen um Objektivität.
  5. #5

    ...

    Gutes Interview, danke!

    Den Putin-Vergleich finde ich ein bisschen übertrieben, obwohl ich kein Katholik bin. Andererseits darf man sich mit 83 Jahren sicher auch mal drastisch äußern... :-)
  6. #6

    Haltet den Dieb!

    "Dass das kirchliche Leben in vielen Ländern auf Gemeindeebene weithin zusammengebrochen ist. In Deutschland gab es 2010 zum ersten Mal mehr Austritte aus der katholischen Kirche (über 181.000) als Taufen (rund 170.000). Wir haben seit dem Konzil in den sechziger Jahren Zehntausende von Priestern verloren, Hunderte von Pfarrhäusern sind ohne Pfarrer, Männer- wie Frauenorden sterben aus, sie finden keinen Nachwuchs mehr. Der Gottesdienstbesuch sinkt ständig."

    Wohl wahr! Bei den Evangelischen ist das nicht anders. Liegt das nun am Papst oder an Küng und Kollegen, die den Kirchen eine Theologie untergejubelt haben, die keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorzulocken vermag?
  7. #7

    Die Selbstgerechtigkeit eines Herrn Kueng erstaunt immer wieder:

    - Dass die, in der Tat wenig erfreuliche Lage der Kirche in Deutschland die Ausnahme ist, während in Afrika, Suedamerika, Osteuropa, sogar in Korea, Japan, Thailand, China die Zahl der Neutaufen, und dort insbesondere der Erwachsenentaufen, steigt, kommt ihm nicht in den Sinn. Oder es ist natürlich nicht die Norm, denn Deutschland ist ja das Mass der Dinge. Nebenbei: ungehorsame Bischoefe und Priester kennen die Wachstumsregionen nicht....

    - Wieso eine stärkere Ausrichtung der Kirche in Richtung der Inhalte der evangelischen Kirchen (und das gibt er ja mit seinen Forderungen explizit als Allheilmittel an) in Deutschland Abhilfe schaffen soll, erschließt sich nicht. Die Austrittszahlen in den evangelischen Kirchen sind hoeher, die Neutaufen noch geringer

    - Woher die Erkenntnis kommt, dass der von ihm verteufelte Zentralismus der Kirche auf Rom im 11 Jh geboren wurde erschließt sich ebensowenig. Wobei er hier sicher zu verkürzt antworten musste. Aber dazu waere einiges zu sagen, auch dahingehend, dass Beschraenkung von Aberglaube und Fanatismus nur aus Zentralisierung erwächst.

    - Dass keiner der Bischoefe der Weltkirche auf seine Schreiben reagiert, mag gut daran liegen, dass sich niemand von einem angejahrten Berufskritiker die Welt erklären lassen möchte.

    - Das er sich von einem Konzil selbstverständlich erwartet, dassves seine sowie die Forderungen von Minderheitenverbaenden im Umfeld der deutschen Kirche kanonisiert ist klar. Das andere (siehe Punkt 1 oben) das anders sehen kommt ihm nicht in den Sinn.
    Grundsaetzlich waere dies so, als wenn irgendwelche randstaendigen Honorarkraefte der einzigen defizitaeren Abteilung eines prosperierenden Unternehmens der Geschaeftsfuehrung beibringen wollten, wie das Unternehmen anders zu führen waere. Logisch erscheint dies nicht.

    Und nebenbei: Dass Vaticanum II die Evangelisierung Europas, die irgendwas mit vatikanischem Herrschaftsanspruch zu tun habe, aufgegeben hätte, wie im Interview impliziert, sollte sicher auch mal belegt werde, darauf freue ich mich schon.

    Kurz und gut: Ein klassischer Kueng
  8. #8

    Ist das ein Wunder?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zehntausende*Katholiken*kehren der Kirche*den Rücken, junge Männer wollen kaum noch Priester werden. Woran liegt das?
    „Denn es gibt keinen guten Baum, der faule Frucht trägt, und keinen faulen Baum, der gute Frucht trägt.“ Lukasevangelium 6:43

    Wie wahr, wie wahr! Fast zweitausend Jahre doch eher eine mehr unerfreuliche Kirchengeschichte, insbesondere auch die mangelnde Aufklärung bezüglich der Kriege, besonders im Hinblick auf die beiden Weltkriege, der Missbrauchsskandal usw., haben vielen Bürgern die Augen geöffnet.

    Und nun weigert sich der liebe Joseph noch, das unglückselige Zölibat aufzulösen, trotzdem es seit seinem Bestehen doch viele unerfreuliche Ergebnisse gebracht hat, sich als unwirksam erwies und den Seelen der Priester Schaden zufügte. Und ungeachtet dessen, dass eine solche Verfügung nicht mit der Natur, der Barmherzigkeit, der Liebe, den Menschenrechten, der Menschenwürde und der Ewigkeit kompatibel ist, möchte der Oberhirte doch an diesem „kostbaren Geschenk“ (JR) festhalten.

    Was soll werden? „Den „Schiffer“ im kleinen „Schiffe“ - ergreift es mit wildem Weh, - Er schaut nicht die Felsenriffe, - Er schaut nur hinauf in die Höh. / Ich glaube, die Wellen verschlingen - Am Ende „Schiffer“ und „Kahn“; ...“ (H. Heine, Lorelei)
  9. #9

    der heilige Hans

    Über die Katholische Kirche, nach dem Islam, dem zweiten Lieblingsprügelknaben der Medien, wurde schon lange nicht disskutiert, genauer gesagt, drei Monaten. Viel zulange Zeit. Und da holt SPON, den verhinderten Papst, Küng aus der Vergessenheit raus. Damit uns erzählt was er schon vor 10 und vor 20 und vor 30 und vor 40 Jahren erzählt hat.

    Der Mann hat doch längst verloren, sieht es aber immer noch nicht ein.


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