Interview mit George Soros: "Deutschland wird gehasst werden"

DPAVor dem EU-Gipfel wächst der Druck auf Europas Regierungen. Der Investor George Soros gibt ihnen nur noch kurze Zeit, um die Währungsunion zu retten. Im Interview erklärt er, wie sich Deutschland zur verhassten Imperialmacht entwickelt - und warum ein Ausstieg aus dem Euro extrem teuer würde.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,841021,00.html
  1. #370

    Dieser Typ hat Milliarden umgewälzt ohne Rücksicht auf Verluste! Jetzt quatscht er schlau daher. Wieso interviewt der Spiegel Leute, die nur Eigeninteressen vertreten? Rauss aus dem Euro! Egal was es kostet! Mit jedem Tag wird es teurer!!!
  2. #371

    Gegenfrage

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Klar will ein Investor Sicherheiten für sein angelegtes Geld. Die kann der Euro nur mit Deutschland als Bürgen liefern.

    Wenn Deutschland weiter Bürgt, ist das gut für Herrn Soros, aber ist es gut für Deutschland?
    Ist Deutschland für Herrn Soros und dessen Wohl oder für die Deutschen und deren Wohl da ?
  3. #372

    Zitat von gambio Beitrag anzeigen
    Deutsche Verluste im und nach dem 2. Weltkrieg:
    2,8 Mio. in den Vertreibungsgebieten durch Mord und Vergewaltigung
    0,3 Mio. beim Einmarsch der Roten Armee in anderen Landesteilen
    ca. 600 000 Tote durch den Bombenterror
    1,724 Mio. Kriegsgefangene
    0,1 Mio. in Lagern und Gefängnissen der Sowjetzone
    5,7 Mio. Hungertote nach Kriegsende in den Westzonen
    Gesamt = 11,224 Millionen

    Quelle: Schwarzbuch der Vertreibung 1945-1948
    Unabhängig von der Frage nach der Richtigkeit der Zahlen sind diese also der Verantwortung Deutschlands zuzuaddieren: denn Deutschland allein ist für den Krieg verantwortlich.
  4. #373

    Zitat von Revarell Beitrag anzeigen
    Nun ja, ein Linker zu sein verhindert noch lange nicht Trugschlüssen zu unterliegen!
    Das würde ich auch nie behaupten, im Gegenteil. ;) Mich erfüllt es fast schon mit Sorge, wie häufig ich mich in letzter Zeit Leuten wie Augstein oder Krugman Beifall klatschen höre, denn eigentlich zähle ich mich eher zum liberal-konservativen Lager.

    M.E. legt unsere Regierung momentan zu viel Wert auf die Befindlichkeit deutscher Wähler, anstatt die Probleme pragmatisch und mit Sachverstand anzugehen. Natürlich empfinden es die meisten Menschen hier als ungerecht, Schulden zu vergemeinschaften -- ich im übrigen auch -- aber das kann kein Maßstab für verantwortungsvolles Handeln sein. Wenn es das richtige ist -- und das ist es m.E. -- sollte man das tun. Stattdessen habe ich immer mehr das Gefühl, dass wir aus reiner Prinzipientreue eher bereit sind, kollektiven Selbstmord zu begehen als Fehler einzugestehen und unseren Kurs zu korrigieren.

    Zitat von Revarell Beitrag anzeigen
    Das Problem in den Euro-Krisenländern sind nicht die dort lebenden Menschen sondern die dortigen Wirtschaften und Wirtschaftsführer, und in erster Linie die maroden Banken die sich verzockt haben!
    Und was genau wollen Sie damit sagen? Davon abgesehen, dass auch das nur die halbe Wahrheit ist. Die Probleme und ihre Ursachen sind in den unterschiedlichen Ländern ganz unterschiedlich gelagert. In Spanien haben Sie eine Banken-, bzw Immoblienkrise, in Griechenland wurde jahrelang mies gewirtschaftet.
  5. #374

    Zitat von dago_d Beitrag anzeigen
    Warum wird diesem Menschen hier ein Forum fuer seine kruden Ansichten gegeben? Gerade der Spiegel als linkes Leitmedium sollte hier mehr Verantwortung zeigen. Soros verfolgt seine eigenen Interessen, sonst nichts. Und diese Interessen sind nich unbedingt 100% kompatibel mit denen Deutschlands.
    Linkes Leitmedium ist hübsch.

    Wenn ich ein Interview lese, dann will die die Ansichten des Interviewten verstehen. Das ist die Information, zur Information gehört, wer das sagt. Sollen nur noch in Ihrem Sinne hilfreiche Meinungen veröffentlicht werden? Ich bin mein halbes Leben vor mir nicht zuträglichen Informationen bewahrt worden, gehört nicht zu meinen schönen Erinnerungen an die DDR.

    Danke, liebe Politgouvernante, nein.
  6. #375

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Ausnahmslos jeder deutsche Bürger hat direkt oder indirekt vom Euro profitiert, deshalb ist ihr Rat sinnvoll, Deutschland sollte stellvertretend für jeden Bürger etwas zurückgeben sehr sinnvoll
    Ich glaube, Sie meinen das, was Sie schreiben, gar nicht ernst.
    Sie persiflieren nur den hoffnungslos verwirrten Euromantiker.
  7. #376

    Wenn Spekulanten einem etwas raten...

    .... bloß schnell das Gegenteil tun.

    Erfrischend - da wird ein Depp hofiert, dessen größter Verdienst es ist, gezockt zu haben.

    Ich glaube je hysterischer die "Welt" die Deutschen anschreit, sich ihrer "Lösung" zu beugen, desto sicherer ist es, daß Deutschland auf dem "richtigen" Weg ist.

    Soros hat eigene Interessen und viel Geld gegen den Euro gewettet - nun will er endlich seine "Dividende" kassieren. Trau keinem Ratschlag eines Bankers bezüglich Geld.

    Und woher kommt es, daß diese "brillianten" Köpfe jetzt genau wissen, was passiert, wenn Deutschland nicht parriert - aber als Lehmann den Bach runter ging war alles "überrasschend" gekommen.

    Soros ist nur ein verzweifelter Spekulant.
  8. #377

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Leider haben Sie und viele andere immer noch nicht B...un hat, die Ursachen wurden lange vorher und völlig unabhängig vom Euro gesetzt.
    Eine Schuldenkrise kann man nur haben wenn man Primärdefizit hat und sich nie Gedanken über Tilgungen gemacht hat.
    Das ist ein Problem welches die Politische Klasse durch die Tiefzinspolitik in Kauf genommen hat.
    Der Euro ist nur eine Brennlupe, die uns die Schuldenkrise verdeutlicht, da die Abwertungsenteignung der Anleger, die Politiker bisher versuchten, nicht mehr funktioniert.

    Der Euro ist eine großartige Idee verantwortungsbewusster Politiker, die auch sehr gut funktioniert hat und dies auch in Zukunft tut.
    Das ist der pure Hohn. insbesondere das mit den verantwortungsbewussten Politikern.
    Ich möchte nicht die ganzen Beispiele aufzählen, sie kennen diese selber.
    Ob der Euro funktioniert, hängt ganz banal an Menschen wie mir. Wenn ich das Vertrauen verliere, tuen es meine Nachbarn auch.
    Wir sprechen darüber und haben die Transfers vorbereitet.
    Dann kann die EZB drucken wie sie will, dann wird das Fractional Reserve System zusammenbrechen, oder die EZB gibt die Mindesanforderungen für Sicherheiten ganz auf.
    Dann haben wir faktisch den Transferrubel, da kein Ausländer dann mehr Euro kauft.

    Auch die SNB hat für den Fall schon angekündigt, dass sie dann nicht mehr den PEG über Devisenkauf sondern Kapitalverkehrskontrollen hält.

    Das ist dann das Ende des freikonvertiblen Eurotraumes.

    Wir haben keine Europroblem, sondern ein Schuldenproblem, dies hat inzwischen auch mein Hamster verstanden, warum es viele Menschen nicht verstehen, ist unerklärlich.
    Die meisten Menschen haben schon mit Bruch und Prozentrechnung Probleme. Was erwarten Sie?
    Dass ausser Wenigen Mises, Friedman, Keynes gelesen haben?

    Die Schuldenkrise kann nur gelöst werden, wenn die Europäische Länder endlich zusammen rücken, d.h. strikte Regeln einführen und gemeinsame Schuldentilgungsfonds einrichten
    Das wird nicht mehr gehen.
    Es gibt einen alten Spruch, das hat Ackermann schon damals erkannt.
    "Wer einmal lügt dem glaubt man nicht"...
    Die Regeln sind einmal an einer harten roten Linie gebrochen worden. Damit wissen Investorenfonds, die privaten Rechenschaft schulden, woran sie sind.
    Die einzige Möglichkeit wäre, Vertrauen wieder herzustellen.

    Genau das Gegenteil wird gemacht.

    Es wird vor Inkrafttreten des ESM bereits diskutiert, wie man die Bedingungen umgehen kann, wie man Hebeln kann, wie man Banklizenz für den ESM bekommt usw.
    Die EZB akzeptiert Subprime Mortgages als Kollateral ohne Mandat.
    Sie bricht internationale Regeln um antizyklisch handeln zu können, ohne Mandat.
    Die FED hatte für TARP ein politisches Mandat, nämlich den Emergency Economic Stabilization Act of 2008.

    Was betreibt die EZB, mit einer Bilanz länger als die FED und einem Kapital von wenigen Milliarden?

    Abteilung TTT. Tricksen, Tarnen, Täuschen.

    Das soll Investoren anziehen? Sogar die BIS und SNB warnen schon.


    Es ist nur angemessen, wenn Deutschland eine Teil der riesigen Gewinne die es durch den Euro und die Schuldenkrise gemacht dafür verwendet
    Deutschland muss so weit kommen wie die USA oder Grossbritannien.
    Eigene Interessen knallhart vertreten und lächelnd Hilfe zur Selbsthilfe geben.

    Respekt kann man sich nicht kaufen.
    Freundschaft und Hilfsbereitschaft ebensowenig.
  9. #378

    Zitat von CompressorBoy Beitrag anzeigen
    Sie belieben wohl zu scherzen...
    Nein, ich beziehe mich auf die jüngste Studie von McKinsey, die nachprüfbar und plausibel einen "europrofit" für Deutschland von gut 150 pro Jahr ermittelt.

    Man muss McKinsey nicht mögen, aber dort arbeiten äußerst fähige Leute, die wissen wovon sie reden
  10. #379

    Zitat von dedie Beitrag anzeigen

    Es gibt ausser ein paar Personen die deutlich mehr auf dem Konto als der Normalbürger haben keinen Deutschen der von Euro profitiert hat, das gegenteil ist der Fall.
    Ein großer Teil hat seinen Job behalten. Das ist schon was.