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Interview mit Bulgariens Finanzminister: "Osteuropa reformiert, Südeuropa beklagt sic
REUTERSNicht nur die Bundesregierung drängt Griechenland zum Sparen. Nachbarstaat Bulgarien hat wenig Verständnis für die Misere im Süden. Finanzminister Simeon Djankov erklärt im Interview, warum sich sein Land inzwischen als Vorbild sieht - und Bedingungen für den Euro-Beitritt stellt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...845393,00.html
- #1 20.07.2012 15:04 von
- #2 20.07.2012 15:14 von
- #3 20.07.2012 15:27 von
?
Vielleicht wissen Sie mehr als wir (was ich bezweifele).
Lassen Sie uns doch an Ihrer Weisheit teilhaben. Sollte es sich allerdings um die übliche nationalistische Überheblichkeit handeln, verschonen Sie uns.
In Osteuropa sind unbemerkt viele Hausaufgaben erledigt worden, um aus 40 Jahren sozialistischer Misere herauszufinden. Und im Gegensatz zu Ostdeutschland gab und gibt es keinen Sugardaddy. - #4 20.07.2012 15:37 von
- #5 20.07.2012 15:37 von
Unterschätztes Bulgarien
Bei allen Problemen, die Bulgarien hat - und das sind wahrlich nicht wenige - sieht man zu, dass man selbst klarkommt, auf eigenen Füßen steht und nicht andere für seine bescheidene Lage verantwortlich macht. Das könnte man durchaus: etwa der Hinweis auf 500 Jahre osmanischer Herrschaft und 46 Jahre Unterdrückung im sowjetischen Lager!
Statt dessen: Verschuldung gemessen am BIP: 16 % , in Worten: sechzehn!
Man zieht Reformen durch, obwohl manch einer murrt, aber man hält nichts vom Wohlfahtsstaat auf Pump. - #6 20.07.2012 15:38 von
Gibts noch eins?
Ist das dieses Bulgarien?
DasErste.de - Monitor - Importierte Armut – Deutschland nach dem EU-Beitritt Bulgariens
Das mit 50% Arbeitslosigkeit? Mit Rentner-Armut? Das Land, in dem 20% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebt? Das Land mit der höchsten Inflation Europas und der niedrigsten Lohnsteigerung?
Drei Museen? Das ist eine kluge Investition, denn die bulgarischen Winter sind unschön und irgendwo werden sich die Arbeitslosen dann ja aufwärmen müssen. Gibts auch was zu essen? - #7 20.07.2012 15:39 von
Gibt es zwei Bulgarien?
- #8 20.07.2012 15:46 von
Volles Verständnis
Ich kann die Osteuropäer verstehen... 20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs versuchen sich Länder wie Polen oder die Slowakei vorbildlich nach 45 Jahren sozialistischer Lethargie nach vorn zu arbeiten. Und dann kommt Europas Süden, der all die Jahre lang auf der Sonnenseite der Geschichte war (Griechenland mit Militärdiktatur ausgenommen), stellt Ansprüche und zeigt sich gern wenig selbstkritisch. Und obwohl der Süden ein Wohlstandsniveau genießt was andere Euro- oder EU-Länder wie Estland, Slowakei, Polen oder Tschechien gern hätten hätten sollen sie zahlen? Und gleichzeitig setzt Monsieur Hollande das Rentenalter in Frankreich runter?
Da würde mir als Osteuropäer auch der Kragen platzen. Es wird immer gern davon gesprochen, der Norden (es ist ja nicht nur Merkel wie gern gesagt, die Holländer, Finnen und Österreicher sind ja auf ihrer Linie) würde durch seine unsolidarische Haltung Europas Integration gefährden. Aber wenn der Club-Med bei Euro-/EU-Gipfeln gern so großspurig auftritt und vom ärmeren Osteuropa oder den Nordstaaten die sich bitter reformiert haben (Agenda 2010) Geld verlang... DAS gefähret die Integration nicht?
Bitte... - #9 20.07.2012 15:46 von
Wer zuletzt lacht...
Noch in dieser Saison suchten griechische Hotels Personal in Bulgarien, wie deutsche Bauern Spargelstecher im Ausland suchen. Das ist hart für die Griechen, die immer auf Bulgarien herabgesehen haben, aber Bulgarien ist tatsächlich erfolgreicher. Gar nicht unwahrscheinlich, dass Bulgarien irgendwann den Euro hat und Griechenland nicht mehr. Hochmut kommt vor dem Fall.
Allerdings ist Bulgarien immer noch so arm, dass die Menschen in den Gärten Gemüse und Obst anbauen, Kaninchen, Ziegen, Schafe halten, um über die Runden zu kommen. Die Renten wurden zwar erhöht, aber die Mindestrente beträgt jetzt gerade mal lächerliche ca. 75 Euro (145 Leva).
Daher sind die 10% Einheitssteuern auch nicht unsolidarisch und nicht vergleichbar mit Irland, wo die Gehälter höher waren (und teils noch sind) als in Deutschland.
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