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Interview mit Aufsichtsrätin: "Es stört mich nicht, Quotenfrau zu sein"

SPIEGEL ONLINE40 Prozent der Aufsichtsratposten börsennotierter Firmen müssen in Norwegen mit Frauen besetzt sein. Elin Karfjell hat von diesem Gesetz profitiert. Im Interview erklärt die Managerin, dass die Bestimmung kein Geschenk an die Frauen ist - und warum sie das Stigma der Quote nicht fürchtet.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...832392,00.html
  1. #1

    Da

    sollte der Spiegel und andere Verlage mal mit gutem Beispiel vorangehen. Frauen die Dtl. einen Spitzenplatz im Management eines Medienunternehmen haben sind so selten, die Artikel darüber aber immer häufiger.
  2. #2

    Sie ist wenigstens ehrlich:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    40 Prozent der Aufsichtsratposten börsennotierter Firmen müssen in Norwegen mit Frauen besetzt sein. Elin Karfjell hat von diesem Gesetz profitiert. Im Interview erklärt die Managerin, dass die Bestimmung kein Geschenk an die Frauen ist - und warum sie das Stigma der Quote nicht fürchtet.

    Frauen in Norwegen: Managerin spricht über Erfahrung mit Quote - SPIEGEL ONLINE
    Nicht die Kontrolle des Vorstandes ist wichtig sondern:

    "In einem Aufsichtsrat zu sitzen bedeutet, gesehen zu werden. Ich konnte darüber mein Netzwerk verdichten und habe mich beruflich weiterentwickelt. Gerade die Kontakte und das Gesehenwerden, sind etwas Elementares, das Frauen oft unterschätzen."

    Dazu muss man wohl nichts kommentieren.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Interview mit Aufsichtsrätin: "Es stört mich nicht, Quotenfrau zu sein"
    Und die Wulffs halten den "Ehrensold" für gerechtfertigt. Muss man solchen Leuten deswegen eine Bühne bieten?

    Ja, man muß! Besser kann man die verlogene Heuchelei nicht aufzeugen. Ein Dank an SPON...
  4. #4

    Ich würde mich schämen, meinen Arbeitsplatz nicht auf Grund meiner Qualifikation bzw. meiner bisherigen Leistung, sondern auf Grund einer körperlichen Eigenschaft (Geschlecht) zu erhalten.
    Noch mehr würde ich mich schämen, wenn ich wüsste, dass andere, qualifiziertere Bewerber auf Grund dieser Bevorzugung außen vor geblieben wären.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Es stört mich nicht, Quotenfrau zu sein"
    Manche Frau lässt sich auch schon für deutlich weniger Geld aushalten und abwerten. Insofern hat sie alles richtig gemacht. Ob das aber der richtige Weg der emanzipierten Frau in einer gleichberechtigten Gesellschaft sein sollte, kann trefflich diskutiert werden.
  6. #6

    Unausgewogene Berichterstattung

    Beim Artikel "In Norwegen funktioniert..." von A. Reimann kann man einen sehr unausgewogene Berichterstattung sehen. Nicht erstaunlich wurden dort die Kommentare abgeschaltet... Da google ich doch lieber nach objektiveren Artikeln.
  7. #7

    ......

    mich stört es aber, ich möchte keine Quotenfrau sein, das ist eine Backpfeife für alle Frauen die es ohne Quote geschafft haben.
  8. #8

    Zitat von Peter Werner Beitrag anzeigen
    Ich würde mich schämen, meinen Arbeitsplatz nicht auf Grund meiner Qualifikation bzw. meiner bisherigen Leistung, sondern auf Grund einer körperlichen Eigenschaft (Geschlecht) zu erhalten.
    Noch mehr würde ich mich schämen, wenn ich wüsste, dass andere, qualifiziertere Bewerber auf Grund dieser Bevorzugung außen vor geblieben wären.
    Aber wenn Sie als Mann den Vorzug vor einer Frau bekommen hätten, weil dem männlichen Personaler einfach Männer souveräner und kompetenter erscheinen, weil er sich Frauen als Chefs einfach nicht vorstellen kann oder weil er schlichtweg glaubt, Frauen "könnten es nicht" - so wie viele Foristen sich hier zu solchen Themen immer wieder äußern - dann würden Sie sich nicht schämen, gell?
  9. #9

    noch schlimmer als Quote ist keine Quote ...

    Frauen haben in Deutschland ein "(Total)-Ausfallrisiko", das ca 20mal höher ist als bei Männern. Von daher handelt ein Unternehmen ökonomisch richtig, wenn es Männer bevorzugt. Frauen in Führungspersonen gibt es in Deutschland überwiegend im staatlichen Sektor (wo eh kein Gewinn gemacht wird) oder in Familienbetrieben, wo die Frau halt zur Familie gehört. Ansonsten haben Frauen - aus sehr gutem Grund - geringere Chancen. Wer es genau wissen will, kann sich diesbezüglich die Statistiken zu Elterngeld u.ä. ansehen. Leider konnte ich keine Statistik finden, die betriebliche Fehlzeiten für Männer und Frauen aufgrund von Kindern aufgliedert - aber ich gehe davon aus, das auch hier der Vorteil für den Mann mehr als deutlich wird. Und niemand investiert z.B. in der Bank in eine Anlage, die bei einem deutlich höheren Risiko, nicht auch eine deutlich höhere Rendite ausweist.
    Es ist ist davon auszugehen, daß das Ausfallrisiko für Frauen durch Herdprämien noch höher wird.
    Peinlich ist es, wenn ein Land eine Frauenquote braucht. Noch peinlicher ist es, wenn es nicht sieht, dass es eine braucht.


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