Forum


 

Interview: "Jeder ist wichtig"

Drogerie-Unternehmer Götz Werner über seinen Umgang mit dem Stress seiner Mitarbeiter

http://www.spiegel.de/spiegelwissen/...763299,00.html
  1. #30

    Die Atmosphäre

    Zitat von Gegengleich Beitrag anzeigen
    Für mich sehr schlüssig, was Hr. Werner hier zu Tranzparenz und Sinnhaftigkeit von sich gibt.
    Evtl. fühle ich mich deshalb schon beim betreten eines dm-Marktes wohler als bei einem Schlecker!?
    in den dM-Läden find ich tatsächlich generell ziemlich angenehmer als bei den SCHLECKER-Filialen. Wenn ich schon immer shee, wie bei Schlecker oft nur eine arme Angestellte ALLES machen muss, vom Regal einräumen zur KAsse laufen,w enn ich dnan zahlen will, dann wieder einer Kunden suchen helfen, weil die Läden so eng udn dadurch unübersichtlich bestückt sind....ich kenn tatsächlich einige LEute, die nur noch deshalb ab und zu bei Schlecker was kaufen,w eil ihnen die Verkäuferinnen dort LEID TUN! Ich selber ab und zu auch...aber ganz so rosig ist es auch bei DM nicht, was das Personal angeht, wie ich in meinem vorherigen Beitrag schon schrieb, der hoffentlich freigeschalten wird.
  2. #31

    Da stimme ich zu, solche Auskünfte erwarte ich nur im Fachgschäft und

    Zitat von manni007 Beitrag anzeigen
    Also bitte, was erzählen Sie denn für einen Müll? Die Verkäuferin kannten einen Inhaltsstoff in einem Produkt nicht. Sowas aber auch. Sie würden natüüüüürlich alle Inhaltsstoffe kennen. Also wenn man nicht Chemiker ist (und das sind die wenigsten Verkäuferinnen) geht das nicht. Das ist das eine, das andere was mich an Ihrem Kommentar stört ist, dass sie hier Gerüchte über Invertzucker verbreiten. Invertzucker ist ein Gemisch aus Frucht- und Traubenzucker (vereinfacht gesagt). D.h., das sie die von Ihnen gewünschte Aussage über das Teufelsprodukt INVERTZUCKER von der Verkäuferin gar nicht bekommen hätten.
    nicht bei einem Billig-Drogeriemarkt. Es kommt natürlich immer auch auf den "Tonfall" an, in dem einem dann das PErsonal antwortet und es sagt, dass es das nicht weiss. Zum Beispiel könnte es auf die Telefonnummer den Kunden hinweisen oder Emailanschrift, die ja meist auf den Packungen stehen (oder sogar IMMER? Vermute mal, das ist inzwischen Vorschahrift, dass Kontaktmöglichkeit mit dem Hersteller angegeben sein muss...). Wenn aber eine Verkäuferin auf eine Frage nur motzig-kurz angebunden einem ein "Weiss ich nicht!" hinmuffelt, dann kann ich den Ärger darüber schon verstehen....Der Ton macht die Musik!
  3. #32

    Hier bin ich Mensch...

    ...hier kauf ich ein. Dieser Slogan ist ausnahmsweise mal wörtlich zu nehmen. Mit ausserordentlichem Gespür und Weitblick führt Herr Werner sein Unternehmen und beweist einmal mehr, dass die turbokapitalistische Schiene, welche andere oder vielmehr die meisten Firmen fahren ein schlechter Weg ist. Ihn deshalb als reinen "Gutmenschen" nur zu bezeichnen, halte ich hier auch für zu kurz gedacht. Er will ja auch längerfristig Gewinn erzielen, nur das geht auch mit anderen Mitteln wie bisher und immer nur Überwachung der Mitarbeiter, Druck und Schikane. Da entstehen auf einmal Synergieeffekte, wenn man den Menschen mal was zutraut und sie nicht immer nur wie dumme Lemminge behandelt. Nur hierfür braucht´s eben ein "helles KÖpfchen" und nicht nur den Gewinnmaximierungshammer im Kopf. Danke Herr Werner: und machen sie die Welt ruhig weiter ein bischen besser ! (und vor allem zeigen´s Sie´s den anderen wie´s gehen kann)
  4. #33

    Idealistic, ain't it?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Drogerie-Unternehmer Götz Werner über seinen Umgang mit dem Stress seiner Mitarbeiter

    http://www.spiegel.de/spiegelwissen/...763299,00.html
    "Jeder ist wichtig"?

    Schade, dass für 10.000 in diesem Land nur die wichtig sind, die ausgebeutet werden können, die man produzieren lassen kann und denen man dann das Produzierte verkaufen kann für den Hungerlohn, den sie für's Malochen erhalten. Der Großteil des erarbeiteten Mehrwerts geht natürlich an die 10.000. Zu Unrecht wie ich meine, denn die haben am wenigsten Leistung für diesen Mehrwert gebracht und stopfen sich den Großteil dieses Mehrwerts in die Tasche.

    Reiche sind faule Hunde, die andere für sich arbeiten lassen und lediglich den Rahm abschöpfen, während sie ansonsten die Hände in den Schoß legen. Je mehr materielle Werte einer hat, desto weniger immaterielle besitzt er. Je reicher, desto skrupelloser und unehrlicher. Irgendwann kommt der Moment in der Karriere, da muss man sich von seinen Werten und Überzeugungen verabschieden, will man noch reicher werden. Und nicht jeder kann der Gier widerstehen.

    Und für selbige Kaste ist man nur ein wichtiger Mensch, wenn man:

    1. das dreckige Spiel mitspielt, sich ausbeuten lässt und schön die Fresse hält.

    2. ein guter Konsument ist. Möglichst schön blöd, unbewusst und unverantwortlich, damit der Reiche den Verbraucher schön über den Tisch ziehen kann und für noch dümmer verkaufen kann als der eventuell eh schon ist.

    Wer zu viel auf dem Kasten hat stellt eine Gefahr für das System dar und wird ausgeschlossen. Allerdings ist man draußen besser aufgehoben als im System, denn das System ist menschenverachtend und hat mit Demokratie nur wenig mehr als die Buchstaben gemein.

    Erst wenn der Kapitalismus überkommen ist, gibt es wieder eine Chance auf Demokratie. Das Credo des Kapitalismus, dass nur jeder nach Gewinnmaximierung streben muss und dann geht es allen bestmöglichst, halte ich für eine Lüge. Ebenso das der CDU, die meint, wenn sie nur eine unternehmerfreundliche Politik macht, geht’s allen gut. Die CDU sind die Unternehmer und die Unternehmer die CDU. Vorstandsvorsitzende und Aufsichtsratsvorsitzende haben die faktische Macht im Staat (Plutokratie) und sind nicht in Wahlen nach demokratischen Grundsätzen gewählt. Denn derartige Wahlen sind keinesfalls allgemein, außerdem muss ich bezahlen, wenn ich wählen möchte, indem ich Aktien und somit Stimmrechte kaufe. Ergo fehlt den Mächtigen dieser Republik die demokratische Legitimierung. Deutschland ist käuflich, Macht ist käuflich, die Demokratie wird dabei verkauft und gerät unter den Hammer.

    Ich mache meinen Wert nicht an diesem perversen Zahlungsmittel, genannt Geld, fest und wehre mich entschieden dagegen, dass Geld nicht nur den Preis einer Ware, sondern auch eines Menschen, festlegt.

    Reiche sind keine besseren Menschen und haben deswegen auch kein Recht auf Privilegien. Ein guter Mensch tut Gutes und unterjocht andere nicht, beutet sie nicht für den eigenen maximalen Profit aus und legt dabei auch noch weitestgehend die Hände in den Schoß. Dafür winkt zwar fette Kohle im Kapitalismus, aber anderswo, und ich bin sicher, den Platz gibt es, werden andere Maßstäbe angelegt und diesen Strolchen der Prozess gemacht, wie jung der Tag auch immer sei, an dem dies geschieht.

    I dont’t mind if you go to hell, bloody rich riff-raff.

    Vielleicht ist ja jeder wichtig, nur wozu, für wen und warum?
  5. #34

    Gut

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Drogerie-Unternehmer Götz Werner über seinen Umgang mit dem Stress seiner Mitarbeiter

    http://www.spiegel.de/spiegelwissen/...763299,00.html
    Das ist mal eine Unternehmenswerbung, die es verdient, im SPON zu erscheinen.
    Dm und Werner sind hier im Raum KA eine Institution. Keiner der MA, die ich kenne, hat es bereut, dorthin gegangen zu sein. Im Gegenteil!

    Nicht nur im direkten Spartenvergleich hebt sich dm bei MA - Führung und vor allem zunächst Ausbildung überzeugend von der sogenannten Konkurrenz ab, was bei Schlecker & Co auch erstmal nicht soo schwer sein sollte;o))

    Nein auch insgesamt ist Werner ein Visionär, der die Mittel und nunmehr auch zeitlichen Möglichkeiten hat, den Vulgärökonomen Paroli zu bieten.

    Er rückt den MENSCH wieder deutlich mehr dahin, wo der hingehört - in den Mittelpunkt jeder Entscheidungsfindung!
  6. #35

    Guter Kapitalismus...

    Guter Kapitalismus, gute Firmen-Patriarchen, vermutlich gibt es das auch, wenn jemand wie er an der Spitze steht. Wichtig wäre aber diese Maximen in der Gesellschaft so zu verankern dass ein Schlecker oder Müller nie mehr auf seinen Leuten herumtrampeln kann.
    Das Lebensglück von JEDEM Bürger, Respekt vor seinem Leben, soziale Verantwortung von Besitz, eigentlich steht alles schon prinzipiell im Grundgesetz. Aber diese endlose Phase der neoliberalen Verblödung, dieses stete Abgleiten auf einer schiefen Ebene, scheint immer noch anzudauern. Das Volk ist selbst schuld wenn es Hohlköpfe wählt...
  7. #36

    "Als Invertzucker (Invertose) bezeichnet man ein Gemisch aus ...

    Zitat von sophica Beitrag anzeigen
    ... Als Kundin mache ich die Erfahrung, dass ähnlich wie in anderen Supermärkten, die Angestellten wenig über den Inhalt ihrer Produkte wissen. Ich als Konsumentin möchte verstehen, was als Inhalt auf der Verpackung angegeben ist.
    2 Beispiele: was ist Invertzucker? Keiner der Angestellten wusste darauf eine Antwort - es war ein Anruf bei der Herstellerfirma nötig, bzw. ich selbst musste im Internet recherchieren. Von den Angestellten wurde mir nach einem Anruf bei der Herstellerfirma gesagt, es handele sich um Kunstzucker, bzw. Kunsthonig. Damit weiß ich dann auch nicht viel.
    ...
    Ich als Konsumentin würde mich sehr freuen, auf einfache Weise genaue Informationen über den Inhalt von Waren zu erfahren. Und nebenbei bemerkt, der Invertzucker war auf einem Hustensaft angegeben und ich kann gut auf diesen Inhaltsstoff, der bestimmt nicht gesund ist, verzichten.
    ... stoffmengengleichen Teilen Traubenzucker (Glucose) und Fruchtzucker (Fructose), das auch in Honig vorkommt." (Wikipedia)
    Hört sich nicht ausgesprochen ungesund an.
    War also eine ungerechtfertigte Behauptung, das mit dem "Inhaltsstoff, der bestimmt nicht gesund ist".
  8. #37

    Ausbeutung bei dm

    Eine geringfügig Beschäftigte, der Herr Werner hier eine "Chefinnen"-Einstellung nahelegen will, verdient bei dm im Monat 342 € für 43 Stunden Arbeit. Das sind 7,90 € brutto Stundenlohn beim Milliardär Götz Werner. Wer profitiert von diesem Geschäftsmodell?
    Und wenn jemand 25 Jahre bei einem Unternehmen ist, liegt das in solchen Fällen meist an einem Mangel an Alternativen. Auch bei Unternehmen ist der Einäugige König unter den Blinden. dm mag ja besser sein als Schlecker. Aber das genügt nicht für eine Beweihräucherung von Herrn Werner.
  9. #38

    Wo liegt Ihr Problem?

    Zitat von Professor Balthasar Beitrag anzeigen
    Eine geringfügig Beschäftigte, der Herr Werner hier eine "Chefinnen"-Einstellung nahelegen will, verdient bei dm im Monat 342 € für 43 Stunden Arbeit. Das sind 7,90 € brutto Stundenlohn beim Milliardär Götz Werner. Wer profitiert von diesem Geschäftsmodell?...
    Ich beziehe mich nur auf den von mir zitierten Bereich.
    Woher haben Sie diese Information/Aussage?
    Was ist daran so "schlimm"?
    Sie beschweren sich hier über eine sogenannte "geringfügige Beschäftigung im Bereich von einem Betrag in Höhe von maximal € 400,-.
    Bei Ihrer Angabe sieht es so aus: ø tägl. Arbeitszeit bei 20 Arbeitstagen = 2,15 Std.
    Wie kommen Sie aber daruf, dass der Betrag brutto ist?
    das würde bedeuten, dass die Person über Lohnsteuerkarte arbeitet, damit eine Teilzeitkraft ist, oder dass Sie Unsinn schreiben, da die Abgaben bei einer geringfügigen Beschäftigung (400,- Euro-Job) vom AG mit 30% alleine geragen werden.
    Oder aber, Sie haben sich mit der rechtl. Thematik der sogenannten Mini-Jobs nicht auseinandergesetzt.
    Korrigieren Sie bitte Ihre Angaben Professor.
  10. #39

    Befremdlich

    Zitat von Fensterladen Beitrag anzeigen
    Währenddessen stand die alte Dame weiter hilflos da und sah sich suchend um und fuhr dann mit dem Rollator suchend weiter rum. Von den 3 jungen Angestellten kümmerte sich keine drum, sie ratschten seelenruhig weiter und lachten rum, das auch ziemlich LAUT,w as für mich auch schon asseliges Benehmen in Läden mit Kundden ist!

    Nachdem ich selber noch paar Sachen gesucht hatte, sah ich so 3 Minuten später die Dame immer noch irgendwo zwishcen Regalen stehen udn sich unsicher umblickend, da zeigte ICH ihr dann den Weg zu NIVEA!

    Das Verhalten dieser 3 jugendlichen - vermutlich türkischen, dem Aussehen und Akkzent nach - Angestellten entsprach so ganz und gar nicht den 2Idealen" von Herrn Weber, wie man Kunden "behandelt"! Nun gut, ich will von einer Filiale nicht auf alle schliessen, habe auch schon gutes Personal oft bei DM erlebt, aber das Erlebnis in der Filiale am Max-Weber-Platz fand ich mal wieder unterirdisch! ...Ich war übrignes nah dran mich damals zu beschweren bei der Filialleiterin, habs aber dann doch gelassen, vermutlich sind die 3 eh über Freunde und Familie da in den Job reingekommen,w ie so oft bei unfähigem desinteressiertem Personal...
    Sie möchten nicht von einer Filiale auf die andere schliessen, aber bei den 3 Angestellten schließen sie mal eben auf 1. vermutlich Migrationshintergrund 2. desinteressiert & unfähig, 3. vermutlich eh nur über Vitamin B den Job bekommen. Alles Annahmen.

    Ich finde das Verhalten der 3 Angestellten genauso scheisse wie Sie, aber sich bei der Filialleiterin zu beschweren wäre das einzig richtige gewesen, abgesehen davon, dass man vielleicht auch direkt die 3 Verkäuferinnen selbst hätte ansprechen können.








TOP



TOP