Internetkonferenz re:publica: Es wird Zeit, Angst zu haben

APDas Klassentreffen des deutschen Netzvolks, die re:publica in Berlin, ist größer, voller und vor allem wichtiger als je zuvor. Plötzlich sind die Themen der Konferenz jedermanns Sache: Urheberrecht, Internetfreiheit, Bürgereteiligung. Eröffnet aber wurde die Tagung mit einer apokalyptischen Warnung.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...830984,00.html
  1. #1

    Wäre toll, wenn im Spiegel nicht nur solche Horrorvisionen wiedergegeben werden würden, sondern wenn der spiegel auch die Vorreiterrolle übernehmen und seine Verbindungen zu den asozialen netzwerken, allen voran facebook, kappen würde! Aber das wäre ja ein Irrsinn in Sachen viralem Marketing usw.
  2. #2

    Herrschaftsinstrument Internet

    Das Internet war im Schatten des Kalten Krieges geboren, den Politiker in vollster Beleuchtung spielten.

    Schon vergessen?
  3. #3

    optional

    Das wird wohl nicht passieren. Heutzutage meint jeder Hansl, er wäre irgendwie unvollständig ohne die totale Vernetzung. Selbst Lidl hat ein Facebook-Konto - das zeigt schon, dass etwas nicht stimmt ^^

    Im Grunde hängt all der Spitzelkram von der Werbung ab. All die Daten an sich dienen eigentlich keinem Zweck, außer direkt oder indirekt noch mehr Geld zu verdienen. Die amerikanische Raffkultur breitet sich aus wie ein Krebsgeschwür.
    Insofern sollten sich ein paar schlaue Köpfe zusammentun und ein zweites, paralleles, altruistisches Internet schaffen, in dem Anzeigen, Banner, Warenkörbe, Tracking etc. verboten sind und man wirklich nur Benutzer, nicht aber (potenzieller) Kunde ist.
  4. #4

    Warum?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Klassentreffen des deutschen Netzvolks, die re:publica in Berlin, ist größer, voller und vor allem wichtiger als je zuvor. Plötzlich sind die Themen der Konferenz jedermanns Sache: Urheberrecht, Internetfreiheit, Bürgereteiligung. Eröffnet aber wurde die Tagung mit einer apokalyptischen Warnung.

    re:publica: Eben Moglen warnt vor absoluter Überwachung - SPIEGEL ONLINE
    Warum werden Teile des Internets nicht als Infrastruktur deklariert, die jedem offenstehen müssen? Dazu braucht es noch nicht einmal viel Aufwand, es gibt bereits globale Organisationen, die sich darum kümmern könnten. Aber das wäre ja "Sozialismus". Heißt übersetzt: man kann keine Kohle mehr damit machen. Man müßte dann ja so etwas wie "Verantwortung" zeigen, was ja mittlerweile auf einer Stufe mit "Geschlechtsteile zeigen" zu stehen scheint.
  5. #5

    Mein Vorschlag:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    apokalyptischen Warnung.
    Laßt und ein "Gütesiegel" für Web-Sites schaffen; sowas ähnliches, was auf Bio-Produkten klebt; oder auch mehrere davon.
    Für eine Web-Präsenz werden Kriterien definiert, die sich an Freiheit, Verantwortung, Datenschutz orientieren:
    - Keine Like-Buttons
    - Keine Web-Server-Logs
    - Keine Cookies (für Online-Shops gibts Ausnahmeregelungen)
    - Kein Tracking
    - Kein Rassismus, keine Gewaltverherrlichung,...
    - Keine Malware
    - Es dürfen nur Resourcen von Dritt-Servern eingebunden werden, die auch diese Gütesiegel haben.

    Man könnte einen Bot schreiben, der die Einhaltung der Kriterien versucht automatisiert zu überprüfen.
  6. #6

    Fürchten

    Fürchten müssen sich ja nur jene, die ihre Kontaktsphäre in der betreffenden Weise im Internet einer Firma anvertrauen, in einem Land das kaum Datenschutz kennt, und die absehbar keine philantropischen Absichten hat.

    Eigentlich könnte man sagen "Versuch macht kluch", aber häufig wird es wohl ein paar Jahre dauern, bis die negativen Folgen der Offenherzigkeit dem Einzelnen klar werden.

    Lustig dabei, dass der Spiegel selbst jede Allianz mit Facebuck eingeht, die irgendwie Vorteile verspricht, Fb-Button und -Code tauchen ja oft auf diesen Webseiten auf.
  7. #7

    könnte mit gutem Beispiel vorangehen und seinen Account bei Facebook auflösen. Oder einfach auf jeden Verweis auf Facebook zu verzichten. So lange das nicht geschieht, macht sich Spiegel-Online nicht nur unglaubwürdig, es unterstützt sogar solche Datenhaie wie Facebook. Freiheit beginnt immer bei sich selber, weshalb ich einen Teufel tun werde, um Mitglied bei Facebook zu werden.
  8. #8

    Klingt todlangweilig.

    Zitat von peter78 Beitrag anzeigen
    Laßt und ein "Gütesiegel" für Web-Sites schaffen; sowas ähnliches, was auf Bio-Produkten klebt; oder auch mehrere davon.
    Für eine Web-Präsenz werden Kriterien definiert, die sich an Freiheit, Verantwortung, Datenschutz orientieren:
    - Keine Like-Buttons
    - Keine Web-Server-Logs
    - Keine Cookies (für Online-Shops gibts Ausnahmeregelungen)
    - Kein Tracking
    - Kein Rassismus, keine Gewaltverherrlichung,...
    - Keine Malware
    - Es dürfen nur Resourcen von Dritt-Servern eingebunden werden, die auch diese Gütesiegel haben.

    Man könnte einen Bot schreiben, der die Einhaltung der Kriterien versucht automatisiert zu überprüfen.
    An soeinem Netz hätte ich NULL Interesse.

    Was haben Sie denn gegen die aufgezählten Dinge, von Malware vielleicht einmal abgesehen?

    That's life!
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Klassentreffen des deutschen Netzvolks, die re:publica in Berlin, ist größer, voller und vor allem wichtiger als je zuvor. Plötzlich sind die Themen der Konferenz jedermanns Sache: Urheberrecht, Internetfreiheit, Bürgereteiligung. Eröffnet aber wurde die Tagung mit einer apokalyptischen Warnung.

    re:publica: Eben Moglen warnt vor absoluter Überwachung - SPIEGEL ONLINE
    Die Konkurrenzwirtschaft passt nicht mehr zur Gesesellschaft, deshalb müssen wir zurück zur Basis und ein System finden welches besser geeignet ist. Es gibt sonst ständig Konflikte.

    Deshalb: Neue Werte - neue Wirtschaft