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Internetkonferenz re:publica: Es wird Zeit, Angst zu haben

APDas Klassentreffen des deutschen Netzvolks, die re:publica in Berlin, ist größer, voller und vor allem wichtiger als je zuvor. Plötzlich sind die Themen der Konferenz jedermanns Sache: Urheberrecht, Internetfreiheit, Bürgereteiligung. Eröffnet aber wurde die Tagung mit einer apokalyptischen Warnung.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...830984,00.html
  1. #20

    ...

    Zitat von flaschenöffner Beitrag anzeigen
    Wäre toll, wenn im Spiegel nicht nur solche Horrorvisionen wiedergegeben werden würden, sondern wenn der spiegel auch die Vorreiterrolle übernehmen und seine Verbindungen zu den asozialen netzwerken, allen voran facebook, kappen würde! Aber das wäre ja ein Irrsinn in Sachen viralem Marketing usw.
    Der Missbrauch der Macht des Internets ist nicht Schuld des Spiegel!
    Wenden sie sich an ihre Altersgenossen, die in grosser Mehrzahl ganz begeistert ihren Eigenwert aus "asozialen netzwerken, allen voran facebook" ziehen!
    Aber wo kämen wir hin, wenn wir mal die eigentlichen Verursacher anprangern würden, gell?
  2. #21

    ..

    Zitat von zwergspitz Beitrag anzeigen
    Das wird wohl nicht passieren. Heutzutage meint jeder Hansl, er wäre irgendwie unvollständig ohne die totale Vernetzung. Selbst Lidl hat ein Facebook-Konto - das zeigt schon, dass etwas nicht stimmt ^^

    Im Grunde hängt all der Spitzelkram von der Werbung ab. All die Daten an sich dienen eigentlich keinem Zweck, außer direkt oder indirekt noch mehr Geld zu verdienen. Die amerikanische Raffkultur breitet sich aus wie ein Krebsgeschwür.
    Insofern sollten sich ein paar schlaue Köpfe zusammentun und ein zweites, paralleles, altruistisches Internet schaffen, in dem Anzeigen, Banner, Warenkörbe, Tracking etc. verboten sind und man wirklich nur Benutzer, nicht aber (potenzieller) Kunde ist.
    Warum sollte jemand der die Fähigkeiten zu solchem besitzt, nicht gegen Millionen Gagen bei den bereits Etablierten anheuern?

    Akzeptieren sie es doch einfach: Eine gewaltige Mehrzahl findet diese Form des Internets und seiner "Kommunikation", ganz, ganz toll.....
  3. #22

    facebook

    es gibt zwei Seiten der Medaille, wer sich nicht bei facebook oder per blog, twitter oder was auch immer vernetzt, macht sich nicht wirklich im Netz unsichtbar.
    Wer aber konsequent darauf verzichtet, weil er denkt, damit vor Überwachung sicher zu sein verzichtet auf die Möglichkeit sich mit anderen Menschen innerhalb dieser Netze auszutauschen.
    Das Bild entspricht dem einen "perfekten Gefängnisses", man wird zwar vom Apparat kontrollierbar, hat aber mit den anderen Mitgefangenen keine Möglichkeit des Austausches, ebenfalls nicht mit dem Wärter.
    Das Problem an diesem Denken ist die Asymetrie: Google und Facebook wissen ungleich mehr über ihre Nutzer als diese übereinander oder über Facebook und Google.
    Wichtig ist es das Netz kompetent zu nutzen, im Zweifelsfall alternative Wege zu kennen und zu nutzen. Nur so bleibt das Netz frei. Solange niemand gezwungen wird dem Mainstream zu folgen, sondern man sich auf offene Standards (w3) festlegen kann, sind Versuche das Netz zu kontrollieren nicht umsetzbar. Sobald aber einzelne Konzerne genug Macht besitzen ihre Vorstellungen zur Pflicht zu machen, wird es einen Konflikt geben, dessen Ausmaße wir uns jetzt noch nicht vorstellen können.
  4. #23

    Konfliktscheu, --

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Falls Sie's noch nicht gemerkt haben: der Mensch geht ohne Konflikte ein. Ohne Konflikte kein Fortschritt.

    Ich würde ja sagen, wo mehr als ein Mensch ist, gibt's auch Konflikte, aber: der Mensch braucht gar keine anderen Menschen für Konflikte, die schafft er auch mit sich ganz allein.
    wie sie sind, werden die Menschen in unserem Lande sich die Grundlagen der physikalischen Realisierung der Kommunikationsgesellschaft ersteinmal erarbeiten müssen, um über Alternativen zu verfügen.
    Nachdem sie sich dreissig Jahre ausgeruht haben, dürfte es ihnen nicht schwerfallen, sich frisch, mit Logik, Chips und Fasern zu beschäftigen.
    Allerdings ist Eile geboten, sonst müssen sie erst lernen, mit Stäbchen zu essen, und statt Country gibt es Knödelsänger.
    So sind sie, die Deutschen, schreien nach Rechten und Juristen, wenn ihnen das Fell schon lange abhanden gekommen ist.
    Jetzt ist Zahltag, verehrte Damen und Herren.
    zum Grusse
  5. #24

    Falsch

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Falls Sie's noch nicht gemerkt haben: der Mensch geht ohne Konflikte ein.
    Die Aussage ist schlicht falsch !
    Die Verhaltensforschung hat bewiesen, das der Mensch ein Gruppentier ist und als solches über umfangreiche soziale Strategien und Kompetenzen verfügt.
    Menschengruppen bis zu ca. 60 Individuen kennen weder Kriminalität noch echte Konflikte im Sinne von aggressivem Verhalten untereinander.
    Insofern geht der Mensch ohne Konflikte nicht ein, ganz im Gegenteil, eigentlich ist er auf das vermeiden von Konflikten ausgelegt.

    Was der Mensch aber nicht ist, ist ein Einzelgänger oder gar Herdentier.
    Je größer die Gruppe wird, hin zur Herde (urbane Gesellschaft), um so mehr Agressivität wird entwickelt. Für Herdenverhalten fehlt dem Menschen wiederum die soziale Kompetenz.

    Spannend ist die Frage, wie ist das aber nun im virtuellen Raum, wo eigentlich Herden sich tummeln, aber eben nur virtuell....
    Bis jetzt scheinen wir unser reales Lebensverhalten ins Netz zu übertragen, einschließlich der Überwachung und Beschneidung der Bürgerrechte.....


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