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Internetkonferenz re:publica: Es wird Zeit, Angst zu haben

APDas Klassentreffen des deutschen Netzvolks, die re:publica in Berlin, ist größer, voller und vor allem wichtiger als je zuvor. Plötzlich sind die Themen der Konferenz jedermanns Sache: Urheberrecht, Internetfreiheit, Bürgereteiligung. Eröffnet aber wurde die Tagung mit einer apokalyptischen Warnung.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...830984,00.html
  1. #10

    optional

    Das zentralisieren ganzer Datenbestände in der Entwicklung hin zu Dezentralisation und mehr Freiheit ist mehr als nur Himtergrundrauschen. Man kann nicht alle Fragen mit Lizenzen und dem heutigen Urheberrecht lösen, es gibt Widersprüche, die als Konflikt von und Gefahr für Rechte begriffen und politisch angegangen werden müssen. Die wirklich ernsten Bedrohungen der Freiheit sind auch von der Presse endlich anzugehen (Patente, Monopole, Gesetze etc.).
    Es kann und darf nicht einfach hingenommen werden das Konzerne oder staatliche Stellen mit einfachen elektronischen Anfragen oder Software Daten über Mllionen EU Bürger abrufen können ohne Verdacht,
    Dinge für die eigentlich ein richterlicher Beschluss oder die hinreichend begründete Annahme eine Straftat begangen zu haben notwendig waren.
    Ob das Bankdaten, Flugreisen,Telekommunikationsdaten oder Einkaufsgewohnheiten sind, Websites irgendwelcher Art spielt hier rechtlich keine Rolle.
    Die einzigen die das verstanden haben und dabei ins Wespennest gestochen haben sind die Piraten.
    Es ist also kein apokalyptisches Szenario das Professer für Recht und Rechtsgeschichte Eben Moglen ansprach sonder aktuell bereits geschehende Überwachungen Einschränkungen der Bürger mit dem vorgeschobenen Argument ´´Sicherheit´´.
    Beispiele sind SWIFT, ACTA, Bundestrojaner, Vorratsdatenspeicherung, um nur die bekanntesten zu nennen.
    Es ist nicht nur mal noch so sehr eine Einzelmassnahme die da zählt, sondern das Zusammenwirken all dieser Schnüffelwerbung und der behördlichen Dienste.
    Facebook hier als Stellvertreter zu nennen ist kleinlich.
  2. #11

    Zitat von #venturi Beitrag anzeigen
    Die Konkurrenzwirtschaft passt nicht mehr zur Gesesellschaft, deshalb müssen wir zurück zur Basis und ein System finden welches besser geeignet ist. Es gibt sonst ständig Konflikte.

    Deshalb: Neue Werte - neue Wirtschaft
    Falls Sie's noch nicht gemerkt haben: der Mensch geht ohne Konflikte ein. Ohne Konflikte kein Fortschritt.

    Ich würde ja sagen, wo mehr als ein Mensch ist, gibt's auch Konflikte, aber: der Mensch braucht gar keine anderen Menschen für Konflikte, die schafft er auch mit sich ganz allein.
  3. #12

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Falls Sie's noch nicht gemerkt haben: der Mensch geht ohne Konflikte ein. Ohne Konflikte kein Fortschritt.

    Ich würde ja sagen, wo mehr als ein Mensch ist, gibt's auch Konflikte, aber: der Mensch braucht gar keine anderen Menschen für Konflikte, die schafft er auch mit sich ganz allein.
    Klar, der Mensch geht ohne Krieg ein!
    Ich dachte immer es wäre umgekehrt!
    Im Übrigen hat sich der Mensch in den letzten 5000 Jahren nicht weiterentwickelt - jedenfalls kann ich keine Fortschritte erkennen! Vielleicht hab ich aber auch ein Brett vor dem Kopf und kann die Fortschritte deshalb nicht sehen.
  4. #13

    Facebook und Google sind groß

    aber sie haben keine Macht. Einfluss haben sie nur, solange eine große Menge User sie gut findet. Sobald sie nicht mehr cool, in und trendy sind, verdampfen Ihre Milliarden zu Peanuts.
    Da sie das wissen, müssen sie aufpassen wie Hund, keinen groben Unfug zu machen und unsympathisch zu werden, z.B. durch zu groben Missbrauch von Daten.
    Denn die eigentliche Macht liegt bei uns Usern, die mit den Füßen abstimmen, wo sie im Netz hingehen.

    Diese orwellsche Paranoia, dass moderne Überwachungs-Technik äquivalent ist zu totalitärem Überwachungsstaat ist ein dämliches Archetyp, eine bescheuerte Trumpfkarte, die immer wieder gerne von Leuten auf den durchgewetzen Kartentisch der Öffentlichkeit geknallt wird, um Aufmerksamkeit zu heischen.
    Ein Überwachungsstaat ist in erster Linie eine Frage der Software, nicht der Hardware. Soll heißen: Es braucht eine kranke Ideologie, einen psychisch kranken Staat, der versucht, ungerechte Machtstrukturen mit Gewalt abzusichern. Die technischen Methoden, die er für die Überwachung dann verwendet, sind sekundär. In der DDR war es mau in Sachen Computern, die Überwachung hat trotzdem prächtig funktioniert.

    Andersherum: Ein Staat, in dem ein Bewusstsein von Fairness und Gleichberechtigung herrscht, wird durch das Vorhandensein von Technik, die zur Überwachung missbraucht werden könnte, nicht zwangsläufig zum totalitären Regime. Dann hätte die BRD der schlimmere Überwachungsstaat sein müssen.

    Wenn wir uns also Gedanken darüber machen, wie wir unseren und allen anderen Kindern dieser Welt die Chance geben können, zu verantwortungsbewussten, integren Persönlichkeiten zu werden, brauchen wir uns um den Missbrauch von Informationstechnik keine Sorgen machen.
  5. #14

    werbefreies Internet

    Zitat von zwergspitz Beitrag anzeigen
    ...
    Insofern sollten sich ein paar schlaue Köpfe zusammentun und ein zweites, paralleles, altruistisches Internet schaffen, in dem Anzeigen, Banner, Warenkörbe, Tracking etc. verboten sind und man wirklich nur Benutzer, nicht aber (potenzieller) Kunde ist.
    wobei sich da die immer gleiche Frage stellt:
    Wer soll`s denn bitte bezahlen?
    Free-TV finanziert sich durch Werbung
    werbefreie Programme kosten Geld

    Facebook, Google, Twitter... ohne Werbung?
    Ok, aber das SPON-Forum...
    ups... gucken sie mal nach rechts...
    oder oben in den Kopf...
    IRGENDWIE muss sich jedes System finanzieren. Entweder sie schlucken die Werbekröte, oder sie zahlen Eintritt. Und NEIN, das tun sie nicht, indem sie ihren Provider zahlen, das ist nur eine Miete für den Netzzugang und ggf. ein paar Zusatzdienste.
    BTW..

    Niemand zwingt sie die Werbung anzusehen, das Zeug zu kaufen oder die ganzen Spielsachen zu benutzen. Niemand liest ihre Mails, kein Schwein will wirklich wissen wo sie sind, niemand schaut sich gewerblich oder dienstlich ihre Fotos an. Denn damit ist nichts zu verdienen...
    tl;dr
    Leistung ist nie umsonst.
    Auch nicht im Internet.
  6. #15

    kein facebook account

    leute ich habe gar kein facebook account und lebe total super damit. ich finde diskussionen über facebook & co immer lustig. Ist doch jedem selbst überlassen sich da anzumelden.
  7. #16

    die netzwelt benötigt eine deregulierung.

    Zitat von flaschenöffner Beitrag anzeigen
    Wäre toll, wenn im Spiegel nicht nur solche Horrorvisionen wiedergegeben werden würden, sondern wenn der spiegel auch die Vorreiterrolle übernehmen und seine Verbindungen zu den asozialen netzwerken, allen voran facebook, kappen würde! Aber das wäre ja ein Irrsinn in Sachen viralem Marketing usw.
    google, facebook und ebay (u.a.) bilden quasimonopolo. hier müsssen schnittstellen geschaffen werden, damit jeder mit jedem kommunizieren kann, unabhängig davon, auf welchem system er sich platzieren möchte. konkurrenz muss wieder möglich gemacht werden.

    nur so lassen sich globale strukturen verhindern, die die welt erst ökonomisch und dann auch politisch aussaugen.
  8. #17

    optional

    "Im 21. Jahrhundert seien Apparate wie der des KGB oder die Stasi gar nicht mehr nötig, um die Menschen zu überwachen, das täten die Menschen mit Hilfe von Google, Facebook und Co. schon selbst..."

    mir wird klar, dass ich zumindest das Internet nicht wirklich brauche (wie soviele Dinge die einem der Markt vorgaukelt). Im Gegenteil: mehr Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens.
  9. #18

    Stammtischpolemik

    Zitat von VPolitologeV Beitrag anzeigen
    Warum werden Teile des Internets nicht als Infrastruktur deklariert, die jedem offenstehen müssen? Dazu braucht es noch nicht einmal viel Aufwand, es gibt bereits globale Organisationen, die sich darum kümmern könnten. ...
    Weil sie nicht einfach weltweit Firmen und Konzerne enteignen können. "Das Internet" liegt ja nicht einfach irgendwo herrenlos herum...
    Und welche "globale Organisation" schwebt Ihnen denn da so vor?

    Zitat von VPolitologeV Beitrag anzeigen
    ... Aber das wäre ja "Sozialismus". Heißt übersetzt: man kann keine Kohle mehr damit machen. Man müßte dann ja so etwas wie "Verantwortung" zeigen, was ja mittlerweile auf einer Stufe mit "Geschlechtsteile zeigen" zu stehen scheint.
    Heiße Luft taugt nicht zwangsläufig zum Heizen... Übernehmen sie doch mal Verantwortung und schaffen sie ein freies Internet... sagen wir für den Anfang mal in ihrem Wohnort...
    Leistung ist nicht umsonst. IRGENDJEMAND muss die Technik finanzieren und Inhalte entstehen auch nicht aus dem Nichts.

    Das Netz funktioniert in etwa wie eine Einkaufszone...
    Wer etwas zu bieten hat kann davon leben
    Wer an der Zielgruppe vorbei arbeitet geht ein
    Wer etwas haben will, muss etwas geben
    Damit kann ich leben...
  10. #19

    danke...

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Falls Sie's noch nicht gemerkt haben: der Mensch geht ohne Konflikte ein. Ohne Konflikte kein Fortschritt.

    Ich würde ja sagen, wo mehr als ein Mensch ist, gibt's auch Konflikte, aber: der Mensch braucht gar keine anderen Menschen für Konflikte, die schafft er auch mit sich ganz allein.
    der erste wertvolle Beitrag zum Thema...
    Da träumen Menschen im Netz von einem global organisierten Planeten mit 7 Milliarden Individuen, die alle sicher, frei und glücklich leben, verantwortungsvoll mit sich, miteinander und mit ihrer Umwelt umgehen...

    ... und schaffen es bei Licht betrachtet nicht einmal neidlos durch die heimische Einkaufspassage... Weil da etwas ist, was man nicht haben kann.
    Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung
    und daran wird sich so schnell auch nichts ändern...








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