Internet-TV: Live-Schlachten für 180.000 Russen

Er kann sieben Sprachen und schafft das scheinbar Unmögliche: Teenagern für Netzinhalte Geld abzunehmen. Der Internet-TV-Kanal der*Computerspielliga*Electronic Sports League zeigt nicht nur futuristische Schlachten - sondern auch ein Fernsehmodell der Zukunft.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...755251,00.html
  1. #1

    Virtualität?

    Zitat aus dem Artikel:
    "Gänzlich virtuell läuft das Niedermetzeln noch nicht ab, die Profi-Spieler [...] sitzen nebeneinander in der Halle 23 auf der Computermesse Cebit in Hannover."

    Was will uns der Autor damit sagen? Dass er nicht verstanden hat, was "virtuell" bedeutet?

    Aber immerhin mal ein Artikel über dieses Thema, der nicht negativ konnotiert ist.
  2. #2

    Das ist schon ganz richtig

    "Nicht gaenzlich virtuell" soll - meiner bescheidenen Meinung nach - darauf hinweisen, dass immer noch reale Meschen vor dem Rechner sitzen, dabei von realen Menschen angefeuert werden und sich alle zusammen in der gleichen Lokalitaet befinden.

    Eine gaenzlich virtuelle Umgebung wuerde geschaffen werden, wenn sich alle Teilnehmer von den verschiedensten Orten aus zuschalten und dann einer rein virtuellen Realitaet aufeinander treffen. Das ist eine aehnlich Interaktion, wie die zwischen dem Caster und seinem Publikum. Allerdings will sogar der Caster mithilfe der WebCam die reine Virtualitaet aufweichen.

    Reine Virtualitaet hat sich nicht bewaehrt, sie ist zu kuenstlich. Zudem ist die Gefahr der Manipulation durch Bots zu hoch. Es hat sich daher gezeigt (akademisch belegt), dass auch im virtuellen Raum nur realitaetsnaehere Apps Erfolg haben koennen. Siehe z.B. den Erfolg von Facebook und seiner "KillerApp" - dem Taggen von Photos - und dem Misserfolg von Second World.

    D.h. solange wir keine fotorealistische virtuelle Welt kreieren koennen , ala Matrix, solange ist es interessanter fuer alle Beteiligten moeglichst viele Schnittstellen zwischen dem realen und dem virtuellen Raum zu haben.
  3. #3

    Wie soll das gehen?

    ""Nicht gaenzlich virtuell" soll - meiner bescheidenen Meinung nach - darauf hinweisen, dass immer noch reale Meschen vor dem Rechner sitzen."

    Wenn man ein Computerspiel spielt, ist es immer (noch) "systemimmanent" erforderlich, dass man, um seinen Avatar zu steuern, vor dem Bildschirm sitzt. Dabei spielt es für die Frage, ob virtuell oder nicht, keine Rolle, ob die Spieler im selben Raum sitzen oder nicht, denn das PC-Spiel ist per se immer virtuell, sonst wäre es kein PC-Spiel.

    Natürlich könnte man auch spielen, wenn die Menschen an unterschiedlichen Orten sitzen würden (dann über's Internet miteinander verbunden), aber der Ping bzw. die Latenz wäre ein Problem, da es auf diesem Spielniveau auf jede Millisekunde ankommt, und für beide die gleichen Ausgangsbedingungen (hier: gleichhoher Ping) herrschen müssen.

    Wenn der Autor es wirklich so gemeint hat, wie Sie, opag78, interpretieren, dann hat er sich etwas unglücklich ausgedrückt.
  4. #4

    Manchmal...

    glaubt man, dass hier nur geschrieben wird, um sich irgendwie am Artikel aufzuhängen. Hauptsache man findet etwas, worüber man meckern kann.

    Der Artikel war doch super, man sieht, dass der E-Sport immer mehr Aufmerksamkeit erfährt. Wenn das so weiter geht, dann sehe ich schon wie zukünftige SC2-Finale zur Primetime über private oder öffentlich Rechtliche Kanäle flimmert!
  5. #5

    @krause1983

    Wenn Sie meinen ersten Kommentara genau gelesen hätten, hätten Sie gesehen, dass ich diesen Artikel summa summarum als durchaus positiv empfand.