Hallo Herr Lobo,
ich bin fest davon überzeugt, dass Sie ein ehrenhaftes Bewusstsein für Gerechtigkeit haben. Sie übersehen aber etwas.
[Quote; Artikel]Schließlich werden Tischsitten und Höflichkeit auch nicht staatlich verordnet.[/Quote]
Es gibt keinen Paragraphen im StGB, der mangelhafte Tischsitten unter Strafe stellt. Es gibt aber sehr wohl solche, die Falsche Verdächtigung (§164), Straftaten gegen Religionen(§166 und folgende), Üble Nachrede(§185), Beleidigung(§186) und Verleumdung(§187 + §192 bis ...), Verletzung des Persönlichkeits- und Geheimbereichs (§201 und folgende) unter Strafe stellt. Natürlich nicht ohne Grund. Versuchen Sie bitte nicht, zu argumentieren, dass weil die "Täter" keine Ahnung von Gesetzen haben, diese straffrei ausgehen sollten, weil es eben Internet ist.
Ich möchte Ihnen ein Beispiel aus dem traurigen Leben liefern:
60% aller Psychopharmaka, so war es in "Die Zeit" (glaube ich) zu lesen, die in Altersheimen verabreicht werden, werden ohne medizinische Indikation verabreicht. Lassen Sie mich über eine andere andere Grauzone spekulieren: Großzügigerweise behaupte ich 15 % der Vormunde und Patienten werden korrekt darüber aufgeklärt, obwohl es einer gesetzlich vorgeschriebenen Einwilligung und intensiven Aufklärung der Vormunde bzw. Patienten bedarf. Hochumstrittene Medikamente mit üblicherweise übelsten Nebenwirkungen, bestimmten Studien nach eine Wirksamkeit im Bereich von Placebos, die verabreicht werden, um das Personal zu entlasten. Die Angehörigen wissen oft nichts, ihnen wird irgendwann mitgeteilt, dass die zu pflegende Person nun so bettlegerisch ist, dass die nächste Pflegestufe greift.
Wissen Sie, was die Pfleger/Innen, ob voll ausgebildet oder nicht Angehörigen auf Nachfrage sagen?
'Die Medikamente sind harmlos, das wäre ganz normal, da kann nix passieren, das bekommen alle hier, die Person war schon immer so ausfallend, man hätte es nur nicht mitbekommen, das Klagen über Herzrasen und Zuckungen hätte andere Gründe, die würde den ganzen Tag im Bett liegen, weil sie die ganze Nacht wach war ...'
Irgendwo haben die das wohl gelernt, zu lügen. Abgesehen davon, dass die beschriebenen Nebenwirkungen an exakt dem Medikament fast immer bekannt ist, insbesondere bei rüstigen jungen Menschen (15 Jahre alt aufwärts) und die Nebenwirkung (Schläfrigkeit in fast allen Fällen der Behandelten) das Behandlungsziel ist, z.B. Aggression in Kauf genommen wird, ist es offensichtlich, dass das offizielle Behandlungsziel der "Stimmungsaufhellung" oder "Angstbeseitigung" so gut wie nie erreicht wird. Das Medikament ist definitiv nutzlos und bei direkter Konfrontation mit diesem Fakt, fehlen eben auch die Argumente der Pfleger/Innen. Höhere Dosis?
Finden Sie, Herr Lobo, dass solche Pfleger, die sicherlich einen schweren Beruf haben, das Recht haben, Ihnen Schrott zu erzählen, über Medikamente, die Ihr eigener Vater bekommt, obwohl Sie nie trotz Aufklärungspflicht (-> StGB) aufgeklärt wurden, Sie nicht mal wissen, warum er nur noch Matsch in der Birne hat und aggressiv ist? Nach Absetzen auf einmal wieder weiß, wie die eigene Adresse ist?
Für die Pfleger/Innen ist das Patienten-Gespräch genauso ein "BLABLABLA", wie für Sie die falsche Behauptung im Internet. "Ich habe das ja nicht so gemeint". Ihr herzkranker Vater überlebt das Schrott-Medikament aber evtl. nicht, nicht zuletzt, weil die Pfleger/Innen null Ahnung davon haben, wie das Medikament selbst bei jungen Menschen wirkt.
Antworten / Zitieren


