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Internet-Pranger: Belgier sollen Ausländer denunzieren
In Belgien können Bürger künftig illegale Einwanderer melden. Die Partei Vlaams Belang hat dafür eine Internetseite freigeschaltet. Die Rechtspopulisten wollen so gegen "Zehntausende illegal eingereiste Ausländer" vorgehen. Kritiker sprechen von Nazi-Methoden.
Internet-Pranger: Belgier sollen Ausländer denunzieren - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
- #10 10.04.2012 14:47 von
- #11 10.04.2012 14:50 von
Belgien ist schon Pleite
Sozialbetrug,Steuerbetrug wird geahndet.
illegaler Aufenthalt ist ebenso ein Betrugsdelikt zu Lasten der immer wieder bemühten Solidargemeinschaft. - #12 10.04.2012 14:53 von
- #13 10.04.2012 14:53 von
Was ist eine "Nazi-Methode"?
"Nazi-Methode" ist, wenn Verbrechen nicht verfolgt werden, weil sie dem Staat gerade in den Kram passen (siehe die Pogromnacht im November 1938). Der Vergleich mit der illegalen Einwanderung liegt also völlig daneben. Oder gelten für die "Kritiker" zwei Sorten von Recht, nämlich solches, an das man sich zu halten hat, und Recht, an das sich niemand halten muss? Die Anzeige eines Rechtsbruchs als "Denunziation" zu verunglimpfen, ist jedenfalls einer "Nazi-Methode" nicht unähnlich.
- #14 10.04.2012 14:56 von
Lieber SPON,
was ist das denn schon wieder für eine Überschrift? "Belgier" stimmt ja. Aber
"sollen" müsste wohl "können" sein,
"Ausländer" wohl "illegal eingewanderte Ausländer" und mit
"denunzieren" meinen Sie wohl "der Polizei melden".
Ich bin zwar kein Fan von Vöaams Belang und seinen Zielen, aber eine solche Verdrehung der Vorschläge dieser Partei ist nun doch ein bisschen viel.
Sie sollten in Ihrer Berichterstattung dafür sorgen, dass Ihre Leser informiert werden und nicht eine flämische politische Gruppierung verleumden! - #15 10.04.2012 14:57 von
- #16 10.04.2012 14:58 von
Hm ...
Nazi-Methoden soso...
vielleicht sagt man das auch mal den "illegalen Einwanderern", die aus armseligsten Verhältnissen meist über Helfer in die reicheren Länder kommen. Die wahren Profiteure sind dann jene "Transportunternehmer" und "Arbeitgeber" welche die Menschen hier ausnutzen und unter schlimmsten Verhältnissen unterbringen. Hungerlöhne zahlen und horrende Mieten verlangen. Etwas gegen modernen Sklavenhandel zu tun halte ich
für gerecht und gut. Speziell im Hinblick auf die Problematik im Rotlichtmilieu.
Das Ding hat zwei Seiten, klar ist Denunziantentum in moralisch diskussionswürdigen Bereichen unangenehm, aber eine etwas reflektiertete Berichterstattung schadet auch nicht. - #17 10.04.2012 15:01 von
Denunziation war seit jeher ein praktisches Mittel der rechten politischen Ecke. War doch klar, dass das aus der braunen Ecke kommt. Man kennt sowas in Deutschland von NPD & Verfassungsschutz. Und auch in der DDR war es damals bei uns "systemrelevant", dass denunziert wurde. Der Staat braucht Feinde .... so isses leider.
Same shit, different day...... - #18 10.04.2012 15:04 von
- #19 10.04.2012 15:06 von
In Deutschland ruft man da beim nächsten Bundespolizei- oder Zollstandort (Finanzkontrolle Schwarzarbeit) anonym an oder schreibt anonym sein Briefchen und den Hinweisen wird tatsächlich nachgegangen wenn ein Prüf- oder Ermittlungsansatz besteht.
Illegaler Aufenthalt und/oder Einreise ist in so ziemlich jedem Staat der Welt eine Straftat und dient in nicht wenigen Fällen der Begehung weiterer Straftaten (sei es bloße Schwarzarbeit oder auch OK).
Solange die Hinweise auf der website anonym und für Dritte nicht einsehbar getätigt werden können und nur zuständige Behörden darauf Zugriff haben, sehe ich kein Problem. Findet das aber auf einer Parteiwebsite statt, mag das ggf. immer noch legal sein, aber scheint einem ganz anderen Zweck als der Strafverfolgung zu dienen (politische Meinungsmache) und stinkt deswegen zum Himmel.
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