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Internet-Pranger: Belgier sollen Ausländer denunzieren

In Belgien können Bürger künftig illegale Einwanderer melden. Die Partei Vlaams Belang hat dafür eine Internetseite freigeschaltet. Die Rechtspopulisten wollen so gegen "Zehntausende illegal eingereiste Ausländer" vorgehen. Kritiker sprechen von Nazi-Methoden.

Internet-Pranger: Belgier sollen Ausländer denunzieren - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
  1. #110

    Zitat von Neurovore Beitrag anzeigen
    Von Spenden/Geschenken, Kriminalität oder Schwarzarbeit!

    Einen Bedarf nach Kriminalität und Schwarzarbeit gibt es immer; genauso wie nach Zwangsprostitution und Menschenhandel. Nur leider übersehen Sie ihn Ihrer brillianten Diagnose, dass dieser Bedarf nur von einer kleinen Minderheit kommt...
    Wenn es sich hierbei nur um eine kleine Minderheit handelt, was spricht dann erst recht dagegen, diese zu "legalisieren" und schwarze Arbeit einzubleichen, also in legale Jobs zu transformieren?


    Ausserdem sollten illegale Einwanderer, welche Zwangsprostitution und Menschenhandel ausgesetzt sind, schon von grundauf einen Aufenthaltstitel erhalten, um rechtliche Ansprueche gegen ihre Taeter geltend machen zu koennen und nicht vornerein schon abgeschoben werdn - ihnen also die Grundrechte und Menschenrechte, welche fuer alle gelten, widerrechtlich vorenthalten werden.
  2. #111

    Zitat von Wildes Herz Beitrag anzeigen
    Welcher Schaden ganz genau entsteht denn durch die bloße "illegale" Einwanderung? Das bedeutet ja erst mal nur, dass jemand HIER ist - so wie wir alle anderen auch. Nur halt ohne offizielle Genehmigung. Durch die bloße Anwesenheit eines Menschen entsteht aber noch kein Schaden.
    Der Mensch muss sich schliesslich ernaehren. Durch die Illegalitaet ist er gar nicht in der Lage, dies auf normalem Weg zu machen. So bleibt also nur Schwarzarbeit mit allen (auch fuer ihn) negativen Begleiterscheinungen oder eben Kriminalitaet.

    Im Uebrigen hat jedes Land dieser Erde seine Aufenthalts- und Einreisegesetze. In Europa sind diese vergleichbar sehr liberal.

    Wer illegal einreist, verstoesst gegen diese Gesetze und begeht somit einen Rechtsbruch. Dies ist dann eben die Straftat.
  3. #112

    Legal is nicht illegal

    Zitat von Horatio Caine Beitrag anzeigen
    Solches Denken ist bloße Utopie. Wir haben in Deutschland gewisse Branchen die auf der untersten Subebene mehr oder weniger illegal beschäftigen. Diese Strukturen verschwinden nicht durch eine Legalisierung eines Aufenthalts.
    Durch "Legalisierung" wird zwangsweise illegale Beschaeftigung hinfaellig, nicht nur weil die Beschaeftigung dann nicht mehr illegal ist, sondern auch die Datenbasis an Illegalen wegfaellt, auf die "gewisse Branchen" zurueckgreifen koennten.

    Utopie hingegen ist, dass der Staat alles regeln koennte, vor allem durch Entmuendigungen, wie ein Beschaeftigungsverbot oder Niederlassungsverbot.
  4. #113

    Logische Konsequenz: "Legalisierung"

    Zitat von friedrichii Beitrag anzeigen
    Der Mensch muss sich schliesslich ernaehren. Durch die Illegalitaet ist er gar nicht in der Lage, dies auf normalem Weg zu machen. So bleibt also nur Schwarzarbeit mit allen (auch fuer ihn) negativen Begleiterscheinungen oder eben Kriminalitaet.
    Dann ist die logische Konsequenz jedoch "Legalisierung" und nicht Abschiebung.
  5. #114

    ach

    Zitat von Knut Albers Beitrag anzeigen
    Dann ist die logische Konsequenz jedoch "Legalisierung" und nicht Abschiebung.
    Ihnen wurde nun schon mehrfach von anderen Foristen klar gemacht, dass fuer den Arbeitsmarkt, fuer den die meisten dieser illegalen Einwanderer eine Qualifizierung besitzen, schon heute ein Ueberangebot an Arbeitssuchenden besteht.
    Die Arbeitsplaetze fuer Unqualifizierte sind nun mal groesstenteils abgewandert in andere Laender.

    Die Arbeitsplaetze auf dem Schwarzmarkt werden sich kaum legalisieren lassen, denn dies wird fuer die entsprechenden Arbeitgeber zu teuer. Ansonsten koennten sich diese ja heute schon bei dem Heer der arbeitslosen Unqualifizierten bedienen.

    Womit sollten diese Leute sich also ihren Lebensunterhalt verdienen koennen?

    Und letztlich: Warum sollte man einen illegal Eingereisten, der damit eine Straftat begangen hat, mit der Legalisierung belohnen, wenn gleichzeitig vielen Menschen, die sich auf legale Weise um ein Einreisevisum bewerben, dies verweigert wird?
  6. #115

    Illegale Beschaeftigung funktioniert nicht ohne "Illegale"

    Zitat von friedrichii Beitrag anzeigen
    Die Arbeitsplaetze auf dem Schwarzmarkt werden sich kaum legalisieren lassen, denn dies wird fuer die entsprechenden Arbeitgeber zu teuer. Ansonsten koennten sich diese ja heute schon bei dem Heer der arbeitslosen Unqualifizierten bedienen.
    Die Arbeitsplaetze auf dem Schwarmarkt sind legalisiert, wenn es keine illegal Beschaeftigten mehr gibt, also alle hier lebenden einen Aufenthaltstitel haben, wodurch Schwarzarbeit unattraktiv wird.

    Der Grund der illegalen Beschaeftigung ist der illegale Status des Aufenthaltes, und der Status ist auch der Grund, warum es (angeblich jedenfalls) ein "Heer" an arbeitslose Unterqualizierte gibt, welches noch groesser waere, wenn die illegalen Einwanderer abgeschoben wuerden, da damit ein Anteil der Kaufkraft eines Landes gleich mit abgeschoben wird, denn auch Illegale sind Konsumenten und zahlen zumindest Mehrwertsteuer, oft auch Kommunalsteuern und andere Verbrauchssteuern.
  7. #116

    Zitat von kb26919 Beitrag anzeigen
    ...
    Wer sie einschleust,aufnimmt und beherbergt ,sie einstellt macht sich ebenfalls strafbar.Beide Parteien sollten gemeldet werden
    Fein, aber jetzt mal Butter bei die Fische! Woran erkennen Sie als Meldender, dass sich beide Parteien strafbar gemacht haben? Dass Person A illegal und ohne Arbeitserlaubnis und Person B ihn in Kenntnis dessen angestellt hat? So ganz ohne Überprüfung, nur durch den Blick durch die zugezogene Gardine? Respekt!! Unser Innenminister sucht solche Talente wie Sie.
  8. #117

    Letzlich

    Zitat von friedrichii Beitrag anzeigen
    (...)
    Und letztlich: Warum sollte man einen illegal Eingereisten, der damit eine Straftat begangen hat, mit der Legalisierung belohnen, wenn gleichzeitig vielen Menschen, die sich auf legale Weise um ein Einreisevisum bewerben, dies verweigert wird?
    Letztlich, warum sollte ein Einreisevisum verweigert werden? Hier ist der Gesetzesgeber gefragt, vernuenftige Rahmenbedinungen zu stellen, welches eine Einreise ermoeglicht.
  9. #118

    Zitat von friedrichii Beitrag anzeigen
    Die Arbeitsplaetze auf dem Schwarzmarkt werden sich kaum legalisieren lassen, denn dies wird fuer die entsprechenden Arbeitgeber zu teuer.
    Die Logik gehört auf den Kopf gestellt: Wenn diese Arbeitsplätze existieren besteht offenbar eine Notwendigkeit dafür. Weshalb diese auch legalisiert und angemessen entlohnt werden müssen. Höhere Kosten für Arbeitgeber und Kunden sind hierbei keine Ausrede, denn andernfalls tragen die legal Arbeitssuchenden und damit ultimativ die Gesellschaft (!) die Kosten. Die Rendite von Unternehmen bzw. die "Geiz ist geil"-Mentalität vieler Konsumenten rechtfertigen nunmal nicht die Ausbeutung von "Illegalen".
  10. #119

    Besteuerung im Niedriglohnsektor

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Höhere Kosten für Arbeitgeber und Kunden sind hierbei keine Ausrede, denn andernfalls tragen die legal Arbeitssuchenden und damit ultimativ die Gesellschaft (!) die Kosten. Die Rendite von Unternehmen bzw. die "Geiz ist geil"-Mentalität vieler Konsumenten rechtfertigen nunmal nicht die Ausbeutung von "Illegalen".
    Nicht mal dass, denn die Besteuerung im Niedriglohnsektor (wenn man's richtig macht) ist durch die Steuerprogression in Deutschland aeusserst gering und Lohnsteuer (Steuerklasse I) faellt auch erst gerundet bei 906 EUR Bruttolohn an und da liegt die Gesamtbelastung fuer den Arbeitgeber gerade mal bei 1.083,35 EUR, zahlt also durch Legalisierung 177,35 EUR drauf.

    Wohl aber profitieren Rentner und Arbeitslose, da die "Legalisierten" dann in die Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung einzahlen.

    Wenn der Staat den Zugang zum Arbeitsmarkt deregulieren wuerde, wuerden Arbeitgeber zudem die enormen damit zusammenhanegenden Compliance-Kosten sparen, welche vor allem bei kleineren Unternehmen oft eine grosse Kostenstelle ausmacht und der Job-Killer schlechthin ist.

    Da zahlt man dann als Arbeitgeber gerne auch ein wenig mehr, wenn die Kosten an anderer Stelle wieder eingespart werden koennen.








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