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Internet-Nutzung: Das Web macht uns nicht dümmer

Verändert das Internet unser Denken? Müssen wir uns regelmäßige Online-Auszeiten verordnen, um nicht völlig debil zu werden? Der Journalist und Blogger David Bauer hat keine Lust auf digitales Fasten. Um den letzten Zweifel auszuräumen, macht er den gründlichen Gehirn-Check.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...750325,00.html
  1. #1

    Nicht das Web, man selbst !

    ..naja, wie der Autor ja auch so schoen schrieb - "Streng wissenschaftlich gesehen beweist dies natürlich gar nichts."
    Wie mit wohl ziemlich allem im Leben - es kommt auf die verantwortungsvolle und sinnvole Nutzung an. Internet, Fernsehen, Games koennen alle durchaus sinnvoll, ganz nett oder auch schaedlich sein, je nachdem, was man damit anstellt. Insofern nicht so richtig was neues....das Web macht einen bestimmt nicht duemmer, wenn, dann macht man sich nur selbst duemmer!
  2. #2

    Was ist denn eigentlich die menschliche Natur?

    "Das Internet, so die Argumentation, ist nicht gut für den Menschen, weil es nicht seiner Natur entspricht." So werden im Beitrag die Einwände von Schirrmacher und Co. zusammen gefasst. Diesen Einwand könnte man aber genausogut auf die Einrichtung etwa von Bibliotheken anwenden, in denen Wissen auf eine Art gesichert wird, die unserer Natur, Nebensächliches oder auch Bedrückendes irgendwann wieder zu vergessen, diametral entgegen steht. Wie die Psychologie uns sagt, ist Vergessen wohl eine Lebensnotwendigkeit der geistig-seelischen Ökonomie. Von daher haben wir auch im prädigitalen Zeitalter uns schon reichlich gegen unsere Natur, was immer das genau sei, versündigt. Wenn man noch weiter geht, kann man eigentlich die Tendenz der ganzen Menschheitsgeschichte mit ihren Hirarchien und entindividualisierenden Organisationsstrukturen als Verstoss gegen die menschliche Natur ansehen, wobei es natürlich zunehmend schwammiger wird, was das eigentlich sein bzw. gewesen sein soll. Jedenfalls erweist sich das Thema dabei als wesentlich komplexer, als es einerseits die Kritiker am digitalen Fortschritt, wie andererseits der Gang zum psychologischen Test uns weissmachen wollen.
  3. #3

    Wissenspool

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Verändert das Internet unser Denken? Müssen wir uns regelmäßige Online-Auszeiten verordnen, um nicht völlig debil zu werden? Der Journalist und Blogger David Bauer hat keine Lust auf digitales Fasten. Um den letzten Zweifel auszuräumen, macht er den gründlichen Gehirn-Check.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...750325,00.html
    Ich begreife nicht, wieso hier in erster Linie die seichte Beschäftigung mit dem PC-in oberflächlicher Handhabung egal zu welchem Thema betrachtet wird. Das Internet ist ein grandioser Wissenspool, den man zu nutzen lernen kann und dann Möglichkeiten hat wie nie zuvor. Oder wie hätte ich sonst die Möglichkeit, mich in den unterschiedlichsten Dateien und Seiten losgelöst von akademischer Strenge z.B. mit Quantenmechanik zu beschäftigen.
    Ich meine, den Nutzen des Internets braucht man nicht in geradezu beklemmenden Laborversuchen belegen, er liegt auf der Hand und dokumentiert eben die allgemeine intellektuelle Variation unseres Gemeinwesens.
  4. #4

    Qualität

    Vielleicht beeinflusst das Internet nicht die Fähigkeiten unserer Ultrakurzeit- oder Kurzeitgedächtnisses, die ja eigentlich gerade durch das Internet und Multitasking täglich trainiert werden, was die hervorragenden Ergebnisse ja nur unterstreichen, sondern eher die Qualität der Gedanken, oder gar die verfügbare Zeit, die wir eigenen komplexen Gedanken widmen, wenn wir nicht durch stetige Ablenkung, Kommunikationsexplosion und kurzweiliger Unterhaltung von ihnen abgehalten werden.
    Insofern sagt ein kleiner aber feiner IQ Test vielleicht ein bisschen was über das Mittel aber doch eigentlich gar nichts über den Zweck, zu dem wir unseren Verstand einsetzen und wie erfolgreich wir tatsächlich dabei sind. Auch wenn unsere Aufmerksamkeitsspanne nicht zu der eines Eichhörnchens degeneriert, heißt das längst nicht, was doch viel nicht ohne Grund vermuten, dass das Internet und besonders auch das mobile, die Qualität unserer geistigen Leistung tatsächlich negativ beeinflusst.
    Und ein anderer Aspekt, der den Smartphone User in der U-Bahn vielleicht doch manchmal wie ein Eichhörnchen wirken lässt, mit den Worten von Maryanne Wolf: "Das Internet gibt mir das Gefühl, dass ich immer das nächste und nächste tun muss. Und das setzt sich plötzlich auch im sonstigen Leben so fort. Das Netz ist das schwarze Loch unserer Gesellschaft, es verschlingt unsere Zeit."
    Der Autor vom Artikel oder Buch, fand wohl selbst auch keine Zeit, die Geschichte mal grundlegend zu überdenken...
  5. #5

    Den sie wissen nicht, was sie tun

    Kann den Test mal einer machen, der seine Internetzeit mit Online Games fuellt??
    Das waere doch aufschlussreicher, ob surfen oder gaming besser abschneidet
  6. #6

    Interessanterweise

    sind es gerade Programmierer, die sich mit den Folgen fortwährenden Multitaskings verstärkt auseinandersetzen. Schliesslich sind ja nicht nur Computer programmierbar - wir sind es ja auch.

    Dass eine Ausrichtung unserer geistigen Fähigkeiten auf Multitasking ohne Preisschild zu haben sein soll, ist eine herzlich verschrobenen Idee für Menschen, die verantwortungsbewussten Umgang mit endlichen Ressourcen (Prozessorzyklen, Arbeitsspeicher) als Grundlage ihrer Arbeit begreifen und die Fähigkeit zur tiefen Konzentration als DIE elementare Voraussetzung zur Arbeitsfähigkeit täglich erleben.

    Über die Ressourcen unseres eigenen Denkapparats wissen wir auf gar keinen Fall viel, aber eines ist gewiß: Sie sind begrenzt!
  7. #7

    Unglaubliche Erkenntnisse!!!

    Angela Merkel ist tatsächlich eine Frau!

    Tut mir leid, aber was sind das hier bitte für Selbststudien? Erst lese ich was über "Reiche sind toleranter, aufgeschlossener und zielorientierter - das sagen sie sogar selbst" um dann hier zu lesen "ich bin durch das Internet nicht dümmer geworden - eine Einschätzung meinerseits".

    Wahrscheinlich steht dann in einer "aufsehenserregenden" Studie in zwei Jahren die im Spiegel mit dem Titel "Verdummung im Web - Wie Menschen sowohl intellektuell als auch sozial abbauen" Aufsehen erregen soll und dann zu halben Panikmachen in der Berichterstattung führt. Beim Lesen der Studie fällt dann auf, dass sich da nichts Signifikantes verändert hat - aber hey. 200 Klicks sind ja besser als nichts...
  8. #8

    Nein,

    Übermäßige Internetnutzung macht uns nicht dümmer... sondern eher dicker.

    Muss wohl was mit der damit verbundenen Dauersitzerei zu tun haben. ;)
  9. #9

    Wie sollte es auch

    Diese Diskussion um ein dumm machendes Internet ist selbst dumm.

    Denn was ist denn Internet anderes, als Zeitung lesen, telefonieren, Radio hören oder Fernsehen? Eben!

    Und früher hat ja auch keiner behauptet, wenn man morgens die Zeitung liest und nebenbei das Radio dudelt, dass man dann total verblödet.

    Im Gegenteil, man wird viel schlauer. Wenn heute irgendwas in den Nachrichten steht, was ich nicht kapiere, dann makier ich das mit der Maus und such mir die Lösung mit einer Suchmaschine. Bei der Zeitung hatte man diese Möglichkeit nie. Und wenn man Tage später mal an der Bücherei vorbeikam, hat einen das schon längst nicht mehr interessiert.








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