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Internet-Gesetz Sopa: Unionspolitiker pfeifen Copyright-Hardliner zurück

In den USA liegen zwei rabiate Gesetze gegen Copyright-Sünder erstmal auf Eis -*die*CDU-Abgeordneten Ansgar Heveling und Günter Krings verteidigen Sopa und Pipa trotzdem öffentlich. Fraktionskollegen der beiden*sind höchst verwundert.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...811617,00.html
  1. #30

    aaa

    Zitat von SPON
    ...
    "Es darf nicht sein, dass bei Urheberrechtsverletzungen der Rechtsschutz ausgehebelt wird und Tatsachen geschaffen werden, ohne rechtsstaatliches Verfahren. Genau dies sieht aber der Sopa-Entwurf vor", so der Netzpolitiker. "Ich verstehe nicht, warum sie sich dieses Vorgehen zu eigen machen."
    Ist der Verfassungsschutz bereits informiert? Immerhin handelt es sich um Bundestagsabgeordnete und eine Überwachung eines Teils der CDU/CSU Fraktion könnte helfen weitere Erkenntnisse über die zugrundeliegenden Netzwerke zu erhalten.

    Es stellt sich halt irgendwann die Frage, was wir uns dieses Urheberrecht kosten lassen wollen. Die Freiheit? Ich auf jeden Fall nicht!

    Klar, es müssen Alternativen her aber die Alternative ist es nicht, den Labels und Ihren Lobbies auf unsere Kosten Narrenfreiheit zu geben.
  2. #31

    Genau nachdenken

    Zitat von Selvbygger Beitrag anzeigen
    Aber wenn es ihm gefällt, dann bezahlt er auch nicht. Nicht einmal einen ihm angemessen scheinenden Preis. Nicht einen einzigen Cent. Und so wird aus "der illegalen Vervielfältigung" doch ein Diebstahl.
    Andererseits habe ich den Künstler auch nicht um eines seiner Ergüsse gebeten.

    Muss das schön sein: Einmal ein halbes Jahr "hart" arbeiten und 3000 Jahre von den Tantiemen leben.

    Außerdem finde ich, dass sich die Lohnschreiber der Musikindustrie in den Foren dazu bekennen sollten. Sonst sind die Diskussionen unsinnig.
  3. #32

    Zitat von Europa! Beitrag anzeigen
    Ob etwas "konservatiev" ist, ist mir ziemlich egal. Aber wenn man keine Ahnung hat, wie man Musikern, Schriftstellern, Malern etc. ohne Copyright einen Lebensunterhalt sichern kann, der ihrer Leistung entspricht, sollte man nicht über das Copyright schimpfen.
    Davon muss man keine Ahnung haben oder sind wir hier im Sozialismus? Wenn ich das schon lese "deren Leistung entspricht". Wenn jemand diese "Leistung" zu würdigen weis, wird er zahlen, mit dem Besuch von Konzerten etwa - so funktioniert der Markt.
    Wo sind die gesetzlichen Bestimmungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes für Kesselflicker, Weber, Köhler, Folterknechte, Torfstecher, Walfänger oder das "Freulein vom Amt"?
    Die mussten sich auf Grund der technischen Entwicklungen auch etwas einfallen lassen um weiter Geld zu verdienen. Warum zum Geier soll hier für ein paar unkreative "Künstler" ein faschistisches System hochgezogen werden, was die gesellschaftliche und technische Entwicklung behindert und unter dem alle leiden.
    Der Staat soll seine Drecksgriffeln gefälligst vom Internet lassen, richtet schon in der realen Welt genug Schaden an.
  4. #33

    so wie sich ............

    Zitat von DerBlicker Beitrag anzeigen
    Der Herr Krings ist doch als U-Boot der Musikindustrie bekannt, den halten wohl auch die Kollegen inzwischen für einen hoffnungslosen Lobbyisten.
    so wie sich heute einige politiker darstellen koennte man vermuten das die meinung der 'herren' gekauft wurde. oder es wurde mit wulffen nachgeholfen. und natuerlich sind nicht alle politiker korrupt, nur zuviele.
  5. #34

    .

    Zitat von Europa! Beitrag anzeigen
    Natürlich ist der Staat für den Schutz des Eigentums - auch des geistigen Eigentums - zuständig. Sie möchten ja auch nicht, dass man Ihnen das Handy oder den Laptop klaut.
    Außerdem scheinen Sie sehr wenig Ahnung davon zu haben, wieviel harte ARBEIT notwendig ist, um einen guten Text, ein gutes Musikstück oder ein Bild zu schaffen.
    Möchten Sie umsonst arbeiten? Am Monatsende nach Hause gehen ohne Lohn und Gehalt? Mit dem freundlichen Bemerken: "War schön, dass Sie da waren, sehen Sie zu, wie Sie Ihr Geld kriegen!"
    Nein, nein, ein bisschen Fairness muss sein.
    Sie verstehen überhaupt nicht die Dimension. Es geht nicht darum wie schwierig die Erstellung der Information ist. Wie will man das auch objektiv bewerten, da dies immer eine subjektive Tätigkeit ist. Einstein's Relativitätstheorie war sicherlich eines der wertvollsten Informationen der neuen Weltgeschichte und das auf 46 Seiten, vielleicht so 200kB. An diesem Gedankenwerk hat er Jahre gearbeitet und Millionen Menschen vor Ihm sind nicht mal auf den Gedanken gekommen. Für mich sicherlich mehr wert als jede Musik, die jemals in der Menschheitsgeschichte gespielt wurde. Mancher Musiker wird das sicherlich anders sehen. Und jetzt kommt der Clou, Einstein hat diese Information mit Anderen geteilt indem er sie verbreitet hat.

    Sicherlich will Ich nicht am Ende des Monats ohne Lohn nach Hause gehen nur will Ich erst Recht nicht nach Hause gehen und unter dem Joch einer anti liberalen totalitären Gesellschaft ala 1984 stehen, deren Hauptziel die komplette Informationskontrolle der Menschen zur Gewinnmaximierung irgendwelcher Verwertungsgesellschaften ist.

    Ich bin mir sicher, dass Sie auch nicht in so einer Gesellschaft leben wollen nur durchdenken Menschen wie Sie nicht die Dimension ihrer Forderung nach Kontrolle. Sie sehen nur ihr Werk, aber verstehen nicht das ihr Werk nur eine Information darstellt, deren Wert nur im Auge des Betrachters besteht.

    Als Softwareentwickler muss man sich schon seit Anfang an mit dem Thema von unerwünschten Kopien auseinandersetzen und zu dem Thema gibt es genügend Ansätze die hinreichend funktionieren.

    Wenn Sie sich nicht einem Zeitalter anpassen können, dessen Technologie die Informationsverbreitung von Schrift/Ton/Film als *triviale* Operation ermöglicht, der wird genauso untergehen wie die Schuhmacher, Teppichweber und ähnliche Tätigkeiten welche der industriellen Entwicklung weichen mussten. Was sollte die "kreativ" Tätigen von dieser Gruppe unterscheiden ? Die Ironie ist ja, dass diese künstlerische Tätigkeit zu 99% mehr oder weniger auf das Kopieren und Permutation von Information Anderer basiert.

    P.S. Was Ich an der ganzen Urhebergeschichte so spannend finde ist, dass auch endlich die Gesellschaftsklasse gefedert und geteert wird, die sich nicht ein bisschen um die per Globalisierung exportierten Jobs gekümmert hat. Es hat ja hauptsächlich eine andere Gruppe von Menschen erwischt mit der man sich nicht verbunden fühlte, weil man sich als Teil der kulturellen "Intelligenz" als Hauptstütze des Systems höher in der Hierarchie einschätzt. Die Einschläge kommen immer näher und ihr könnt überhaupt nichts dagegen unternehmen ausser nach Faschismus zu rufen. Diese Ironie ist einfach köstlich.
  6. #35

    Immer wieder... es ist erschreckend

    Zitat von Selvbygger Beitrag anzeigen
    Aber wenn es ihm gefällt, dann bezahlt er auch nicht. Nicht einmal einen ihm angemessen scheinenden Preis. Nicht einen einzigen Cent. Und so wird aus "der illegalen Vervielfältigung" doch ein Diebstahl.
    Warum wollen es so viele nicht begreifen?

    NEIN es ist kein Diebstahl. Und wenn Sie hier verbale Purzelbäume schlagen, es ist immer noch kein Diebstahl. Es ist und es bleibt eine Urheberrechtsverletzung.

    Im Zusammenhang mit illegalen Kopien kann man weder von Diebstahl, noch von Raub sprechen.

    Hier hat die Lobby wirklich beste Arbeit geleistet, dass jeder, sogar die Politik diese unsägliche Falschbezeichnung immer wieder verwendet.

    Ich kann es nur wiederholen: Von einer Raubkopie zu sprechen verhöhnt jedes Opfer eines Raubes.
    Das Ziel der Lobby ist, die Urheberrechtsverletzung von einem Vergehen und/oder Straftat zu einem Verbrechen zu stilisieren (was sie nicht ist), in Wirklichkeit wird aber ein echtes Verbrechen, nämlich der Raub dadurch verharmlost.

    Ich finde das unsäglich. Warum kann man nicht einfach zu der illegalen Handlung einer unautorisierten Vervielfältigung das sagen, was es ist, eine Urheberrechtsverletzung?

    Raub
    Diebstahl
    Urheberrechtsverletzung
  7. #36

    Konsumieren = Legal

    Zitat von Europa! Beitrag anzeigen
    Natürlich ist der Staat für den Schutz des Eigentums - auch des geistigen Eigentums - zuständig. Sie möchten ja auch nicht, dass man Ihnen das Handy oder den Laptop klaut.
    Außerdem scheinen Sie sehr wenig Ahnung davon zu haben, wieviel harte ARBEIT notwendig ist, um einen guten Text, ein gutes Musikstück oder ein Bild zu schaffen.
    Möchten Sie umsonst arbeiten? Am Monatsende nach Hause gehen ohne Lohn und Gehalt? Mit dem freundlichen Bemerken: "War schön, dass Sie da waren, sehen Sie zu, wie Sie Ihr Geld kriegen!"
    Nein, nein, ein bisschen Fairness muss sein.
    Darum geht es doch garnicht. Es geht darum, dass 100%ige Kontrolle nur durch einen Überwachungsstaat (technisch) möglich ist.

    Ich finde das aktuelle System sehr gut. Journalisten/Maler leiden schonmal garnicht unter Raubkopien (bitte nicht Lächerlich machen), und für Musik und Film leiden vorallem die GROßEN, also mit anderen Worten, die, die eh genug Geld haben. Das soll das ganze nicht rechtfertigen, aber relativieren. Und dazu kommt, wer die beste Qualität sofort haben will muss sie kaufen, wer arm ist, kein Geld hat, nicht bereit ist zu bezahlen muss sich auf Umwegen die schlechtere Qualität besorgen, das finde ich in Ordnung. Wer Musik ins Netz stellt sollte belangt werden, wer sie runterläd nicht.

    Oder würden Sie gerne belangt werden wenn sie in der Ubahn ihrem Nachbarn in die Zeitung schauen?
  8. #37

    Zitat von El Plagiator Beitrag anzeigen
    Wer ein Lied illegal herunterlädt hat sich bewusst dazu entschieden den angebenen Preis, weil ungerechtfertigt, nicht zu zahlen. Er hätte das Lied auf keinen Fall gekauft, das Geld auf keinen Fall gezahlt. Dem Künstler können daher auch keine Einnahmen entgangen sein.
    Also schadet es niemandem, wenn man eine Leistung in Anspruch nimmt und diese nicht bezahlt?

    Interessant. Ich werde das beim nächsten Restaurantbesuch ausprobieren. Wenn ich die komplette Sushiplatte verputze und dann glaubhaft versichere, dass mir der Preis viel zu hoch ist, ist es anscheinend okay, einfach nichts zu bezahlen. Man wird mir dafür sicherlich Verständnis entgegenbringen.
  9. #38

    Ich würde

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In den USA liegen zwei rabiate Gesetze gegen Copyright-Sünder erstmal auf Eis -*die*CDU-Abgeordneten Ansgar Heveling und Günter Krings verteidigen Sopa und Pipa trotzdem öffentlich. Fraktionskollegen der beiden*sind höchst verwundert.

    Internet-Gesetz Sopa: Unionspolitiker pfeifen Copyright-Hardliner zurück - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    die Wortmeldungen von zwei Hinterbänklern, deren Namen noch niemand gehört hat, nicht überbewerten.
    Die wollen nur mal in die Medien.
  10. #39

    Zitat von bökelmann Beitrag anzeigen
    Mit Beiträgen wie diesem reihen Sie sich aber eher bei den Dichtern und nicht bei den Denkern ein.
    Der Mitforist hat aber Recht:

    Geschichte: Explosion des Wissens - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

    Es gibt tatsächlich Geschichtswissenschaftler, die annehmen, dass der Aufstieg Deutschlands darauf zurück zu führen ist, dass die Deutschen es mit dem Urheberrecht nicht ganz so genau nahmen.

    Ich kann mich dunkel erinnern, dass Heinrich Heine seine Probleme damit. Durch den Urheberrehtsschutz konnte sein Verleger die Preise stark erhöhen. Heine fands nicht so toll, ihm war es lieber viele billige Bücher zu verkaufen (für die er vielleicht nicht immer Geld bekommt) und dafür den Ruhm zu haben, dass viele Menschen seine Werke lesen.

    Urheberrechtsschutz ist natürlich toll für die AUtoren und Verleger. Aber ohne wären Bücher billiger ;)


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