Der Schlüssel ist das Aufbrechen der Anonymität. Damit meine ich nicht einmal das Angeben des Klarnamens: Nein, glaubwürdige Rezensenten investieren vielmehr so viel Zeit und Energie in ihre Portale und Berichte, dass sich ein stimmiges Persönlichkeitsbild mit unterschiedlichen Facetten ergibt. Natürlich ist das keine Garantie, wie verschiedene YouTube-Fakes zeigen (z.B. lonelygirl15). Aber sie stellen einen Aufwand dar, den keine simple PR-Agentur auf sich nimmt.
Gute Rezensionen geben außerdem weniger eine Bewertung ab, auch wenn das paradox klingt. Sie konzentrieren sich eher auf überprüfbare Aussagen; und bei Geschmacksfragen lassen sie den Leser gar selbst entscheiden. Schließlich kann das, was einen selbst stört, für jemand anderen gerade reizvoll sein.
Wer solche Ansprüche an den Tag legt, fällt mit ziemlicher Sicherheit nicht auf plumpe Einzeiler oder Werbeaktionen herein.



