Forum


 

Internet Defense League: Web-Streikgemeinschaft will das Internet beschützen

Mit immer neuen Gesetzen wollen US-Politiker das Internet regulieren. Um künftig schneller Widerstand organisieren zu können, haben Aktivisten und Unternehmer nun eine Verteidigungsliga gegründet. Notfalls wollen sie ihre Websites mit Warnhinweisen pflastern.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...835511,00.html
  1. #1

    Ich verstehe ja den Ansatz und finde auch, daß man staatliche Eingriffe in die Netzstruktur so weit wie möglich unterbinden muß, ABER ist ein freiwilliges Abschalten von Internetseiten nicht am Ende von staatlicher Zensur kaum zu unterscheiden? Anders formuliert, schadet man sich dadurch am Ende nicht selber mehr, als es der Sache dient? Müsste man nicht eher eine Alternative suchen, die darin besteht, ein unabhängiges Netz aufzubauen? Was spricht dagegen, daß Konzerne wie Google nicht einfach irgendein unwichtiges kleines Land kaufen und vollstellen mit Servern, auf die dann niemand sonst Zugriff hat. (ok, das ist nur eine naive, spontane Idee, aber letztendlich läuft es doch auf die Kontrolle der materiellen Grundlagen des Netzes, der Serverinfrastruktur, hinaus). Bzw. alternativ Software so zu stricken, daß sie staatliche Zensursysteme zerstören, umgehen, beschädigen kann. Das wäre ja durchaus auch für Diktaturen interessant. Das Abschalten von Seiten nutzt doch nur solange etwas, solange es in der Folge eine öffentliche Reaktion provoziert. Was, wenn es keinen interessiert?
  2. #2

    Solange die Regierung die Provider zwingen kann zu tun, was sie will, hilft alles nichts. Besagte ausländische Inhalte werden dann einfach per IP gesperrt. So wie wir es in Deutschland schon dank Gema haben.
  3. #3

    mal eben schnell ein Land kaufen

    Zitat von Newspeak Beitrag anzeigen
    Was spricht dagegen, daß Konzerne wie Google nicht einfach irgendein unwichtiges kleines Land kaufen und vollstellen mit Servern, auf die dann niemand sonst Zugriff hat.
    Undemokratische Organisationen wie Google und andere Konzerne sollten mal lieber kein "Land kaufen" und da treiben, was sie wollen, sonst endet das wie in Aserbaidschan.

    Ansonsten: sicherlich könnte man parallele Netze aufbauen, ist bloß nicht so einfach und wenig gewinnträchtig.
  4. #4

    Es gibt schon mannigfaltige ...

    ... Zensur im Internet, auch bei uns und bei Google / Youtube etc.
    So gesehen wäre ein Google-Staat auch keine Hilfe. Viele Dinge, die nicht "political correct" sind, können auch nicht über Suchmaschinen in Deutschland gefunden werden.
  5. #5

    Zitat von Newspeak Beitrag anzeigen
    Ich verstehe ja den Ansatz und finde auch, daß man staatliche Eingriffe in die Netzstruktur so weit wie möglich unterbinden muß, ABER ist ein freiwilliges Abschalten von Internetseiten nicht am Ende von staatlicher Zensur kaum zu unterscheiden? Anders formuliert, schadet man sich dadurch am Ende nicht selber mehr, als es der Sache dient? Müsste man nicht eher eine Alternative suchen, die darin besteht, ein unabhängiges Netz aufzubauen? Was spricht dagegen, daß Konzerne wie Google nicht einfach irgendein unwichtiges kleines Land kaufen und vollstellen mit Servern, auf die dann niemand sonst Zugriff hat. (ok, das ist nur eine naive, spontane Idee, aber letztendlich läuft es doch auf die Kontrolle der materiellen Grundlagen des Netzes, der Serverinfrastruktur, hinaus). Bzw. alternativ Software so zu stricken, daß sie staatliche Zensursysteme zerstören, umgehen, beschädigen kann. Das wäre ja durchaus auch für Diktaturen interessant. Das Abschalten von Seiten nutzt doch nur solange etwas, solange es in der Folge eine öffentliche Reaktion provoziert. Was, wenn es keinen interessiert?
    Ich habe es so verstanden das Seiten wie damals vor ACTA streiken, dies kann auch solidarisch geschehen.
    Was die Idee mit dem Land angeht, wurde das schonmal auf einer alten Flakplattform im Meer versucht, aber mit Googlekapital könnte man es wiederbeleben
  6. #6

    Im Zweifelsfall ist es immer die GEMA!!

    Zitat von blub2blub Beitrag anzeigen
    Solange die Regierung die Provider zwingen kann zu tun, was sie will, hilft alles nichts. Besagte ausländische Inhalte werden dann einfach per IP gesperrt. So wie wir es in Deutschland schon dank Gema haben.
    Im Zweifelsfall ist es immer die GEMA! ;-) Wenn man wenig Ahnung von der Materie hat und niemanden außer der GEMA kennt, dann ist auf jeden Fall die GEMA schuld, egal ob´s stimmt oder nicht. :-(


TOP



TOP