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Internes Papier: Deutsche Post muss "Mobbing-Leitfaden" erklären

dpaFührungskräfte der Deutschen Post AG haben laut "Stern" einen Leitfaden zum Mobbing leistungsschwacher Mitarbeiter formuliert. Darin teilen sie die Postboten in vier Typen ein: vom "Motzbruder" bis zum "Sozialfall". Zur Leistungssteigerung empfehlen sie, Überstunden verfallen zu lassen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...818351,00.html
  1. #1

    Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken!

    Es sollte hier mal die Führungskräfte auf Ihre einzelnen Einsstellungen und Charakter untersucht werden!
    Unabhängig der Leistungsunterschiede der einzelnen Mitarbeiter, beginnt die Fürsorgepflicht in der Führung eines Unternehmens. Es besteht offensichtlich enormer Nachholbedarf in der Schulung der Führungskräfte. "Beratungsresistenz" findet sich sicherlich auch hier.

    Wertschätzung für die Mitarbeiter erhöht deren Leistungsbereitschaft für das Unternehmen!
  2. #2

    "Um die Leistung der Mitarbeiter zu steigern, empfehlen die Führungskräfte in dem Leitfaden beispielsweise samstags und montags oder vor Feiertagen nie freizugeben. Alternativ könne man die Mitarbeiter auch dazu überreden, Überstunden verfallen zu lassen."

    Ach, mir wird beim Lesen ganz warm ums Herz: Leistungssteigerung durch Motivation. Und es geht höher, schneller, weiter, besser ...

    Naja, ich gebe zu, dass ich sowieso der Ansicht bin, dass eine Arbeitszeit vom mehr als maximal 30 Stunden in der Woche (inkl. Fahrtweg) inhuman ist. Vor allem in einer Gesellschaft, die politisches, soziales und ziviles Engagement, kulturelles Interesse, das Gründen einer Familie, Kochen wie Großmutter, sportliche Betätigung und dabei auch noch ein gelassenes Gemüt und psychische Stabilität wünscht bzw. fordert.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Christiane Brors, Professorin für Arbeitsrecht an der Universität Oldenburg, sieht in den Typisierungen, die die Post vornimmt, einen "massiven Eingriff in das Persönlichkeitsrecht der Arbeitnehmer".
    Internes Papier: Deutsche Post muss "Mobbing-Leitfaden" erklären - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    Ich sehe darin vor allem einen "massiven Verfall der moralischen wie geistigen Stabilität der Arbeitgeber" - wenn es nicht so traurig wäre, was da im Bereich des allgegenwärtigen "Managements" und damit der Führungsebene eines Konzerns (das ist ja das Gute an diesen Posten: Man kann den "normalsterblichen" Arbeitnehmer auch inoffiziell gerne mal wie im vorliegenden Sachverhalt gänzlich jenseits von Gut und Böse typisieren, muss aber den meist gut bezahlten eigenen Arsch nicht öffentlich hinhalten, weil niemand die Herzchen kennt, die dahinter stecken - Öffentlichkeitsarbeit und Vorstandsvorsitz leisten andere) ab und an ans Licht dringt, man könnte ja beinahe darüber lachen. Soziale Kompetenzen scheinen da doch auf breiter Front wegzubrechen.
  4. #4

    genauer!

    OK, da hat sichalso das mittlere Management einer "einzelnen Niederlassung" ganz gehörig vergaloppiert. Klar ist: überall in der freien Wirtschaft herrscht inzwischen ein Arbeits- und Leistungsdruck, der mit "normal" und "gesund" nichts mehr zu tun hat. Früher wurden die Menschen in Kriegen verheizt, heutzutage in der Wirtschaft.

    Aber geht es vielleicht auch genauer? - Welche Niederlassung war das? Mit welchem Betriebsrat wurde das aus der Welt geschafft? Waswusste die darüberliegende Ebene (Top-Management) davon? Auf wessen Initiative/Einladung hin trafen sich denn diese "Führungskräfte"? Welche Funktionen haben diese - und in welchen Bereichen, ggf. Querschnittsbereiche o.ä., arbeiten sie? Gab es personelle Konsequenzen?

    Der Witz ist ja: Gar so unrecht hat das Papier ja nicht. Kennt jeder ausseinem persönlichen Arbeitsumfeld: Die Dauernöler, die Lahmen, die alten unbeweglichen Säcke. Dass es diese Typen gibt ist nun beileibe keine neue Erkenntnis. Die Frage ist: Was macht man mit diesem Wissen?

    - Überstunden verfallen zu lassen (wohl unter einer subtil formulierten Androhung, ansonsten den Stuhl vor die Tür gesetzt zu bekommen) oder Urlaubsbegehren nicht zu gewähren dürfte wol allesandere als motivierend sein.
    Aber gut: das ist die freie Entscheidung der Post AG, welche Form der Personalführung sie betreibt. Schlecker macht's ja gerade vor, wie wiet man mit motiviertem Personal kommt.

    Würde ich bei der Post arbeiten, wäre dieser Artikel ein Grund für mich, zu kündigen. Diesen Wahnsinn kann ja mitmachen wer will – ein vernunftbegabter Mensch macht das sicher nicht freiwillig mit. Dann lieber Hartz4 als zum Mickerlohn der Post, der kaum mehr ausmacht, diesen Schwachsinn auch noch mitzumachen! Es stellt sich immer die Frage, wer hier wen braucht.
  5. #5

    Mobbing Leitfaden

    Ist das Satire?
    Ich wurde auch gemobbt, meistens weil ich meinen Job immer sehr gut gemacht habe (mir konnte nie ein Fehler oder Fehlverhalten nachgewiesen werden) und andere neidisch gemacht habe.
    Und nun?
  6. #6

    Post und Mobbing-Leitfaden

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Führungskräfte der Deutschen Post AG haben laut "Stern" einen Leitfaden zum Mobbing leistungsschwacher Mitarbeiter formuliert. Darin teilen sie die Postboten in vier Typen ein: vom "Motzbruder" bis zum "Sozialfall". Zur Leistungssteigerung empfehlen sie, Überstunden verfallen zu lassen.

    Internes Papier: Deutsche Post muss "Mobbing-Leitfaden" erklären - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    Man sollte mal die "Führungskräfte" in solche Kategorien einteilen Führungskraft ist nicht mit Leistungsträger gleichzusetzen. Das sieht nur die FDP so. Es gab mal ein Buch "Nieten in Nadelstreifen". Das ist noch aktuell.
  7. #7

    Die Post hat ein Führungsproblem

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Führungskräfte der Deutschen Post AG haben laut "Stern" einen Leitfaden zum Mobbing leistungsschwacher Mitarbeiter formuliert. Darin teilen sie die Postboten in vier Typen ein: vom "Motzbruder" bis zum "Sozialfall". Zur Leistungssteigerung empfehlen sie, Überstunden verfallen zu lassen.

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    Finde ich ja voll OK. Wir hatten mal eine 40+ Zustellerin - fleissig, flink, zuverlässig. Jeden Tag um 10 Uhr - und wenn man manchmal nicht da war, kam sie nachmittags / abends extra nochmal vorbei...

    Dann hat die Post sie ausgesondert - und durch einen Typ 1 ersetzt. Da kam die Post manchmal spätnachmittags so gegen 15 Uhr.

    Der blieb ungefähr drei Monate - und jetzt haben wir irgendwas mit 2 oder 3 - und die Post kommt nur noch jeden zweiten Tag.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Führungskräfte der Deutschen Post AG haben laut "Stern" einen Leitfaden zum Mobbing leistungsschwacher Mitarbeiter formuliert. Darin teilen sie die Postboten in vier Typen ein: vom "Motzbruder" bis zum "Sozialfall". Zur Leistungssteigerung empfehlen sie, Überstunden verfallen zu lassen.

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    als ex postkunde, der mitansehen musste wie aus einer ehemals stolzen (aber dennoch zum sterben langsamen) postzentrale in korntal (früher mit telefonknotenpunkt, laut post flyer von 1973) ein kleiner furzladen mit eingegliederter reinigung wurde, kann ich diese 4 typen bestätigen. ich kann mich nicht an ein einziges positives erlebnis mit der post erinnern, das mit einem persönlichen kontakt mit ihren mitarbeitern zu tun hat. pakete und päckchen nurnoch mit hermes und gls.
  9. #9

    Wahrscheinlich....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Führungskräfte der Deutschen Post AG haben laut "Stern" einen Leitfaden zum Mobbing leistungsschwacher Mitarbeiter formuliert. Darin teilen sie die Postboten in vier Typen ein: vom "Motzbruder" bis zum "Sozialfall". Zur Leistungssteigerung empfehlen sie, Überstunden verfallen zu lassen.

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    ...erhalten diese Führungskräfte von unserem neuen Bundespräsi für diese Liste das Bundesverdienstkreuz.








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