dapdEr stand seit Wochen in der Kritik, jetzt wurde der Druck zu hoch: Der Berliner Vorsitzende der Piratenpartei, Hartmut Semken, ist zurückgetreten - nach nur drei Monaten im Amt. Die Hauptstadtpiraten sind in der Krise.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...833426,00.html
Wird Zeit, dass sich die Freibier-für-alle-Partei mal mit substanyiellen Inhalten als Personalquerelen profiliert.
Ich dachte, die Piraten stehen für offene Diskussionen. Warum wird dann über eine Vorstandssitzung Geheimhaltung vereinbart? Ich dachte, die Priaten stehen für offenen Dialog! So schnell wirft man seine Prinzipien über Bord. Wie sagte schon Orwell sinngemäß: Alle sind gleich, aber manche sind gleicher'. Oder um es in der Politik zu belassen hier noch unser Kanzler Adenauer: 'Was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern!'
Genau wie mir das ununterbrochene Bashing-Gerede von den Piraten-Fans. Der zweite zurückgetretene Landesvorsitzende innerhalb kurzer Zeit, weist vielleicht sogar auf ein strukurelles Problem der Partein hin. Will man einen Vorsitzenden mit Profil, also auch mit Ecken und Kanten, dann kann man kaum verlangen, dass er sich jeglicher eigenen öffentlichen Meinung enthält.
Und was muss ich da lesen, Geheimsitzung im kleinen Kreis. Sind das etwa der Anfang der bösen Hinterzimmerpolitik, die man so gerne bei den Etablierten angreift?
... muß man sich wirklich ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen:
Piraten veranstalten also geheime Sitzungen in irgendwelchen privaten Räumlichkeiten, anderswo gerne "Hinterzimmer" genannt - allein das ist schon ein Ding der Unmöglichkeit!
Und nun wird auch noch 'rausgeekelt, wer in bester Wikileaks-Enthüllermanier Inhalte solcher Geheimsitzungen öffentlich macht - bei anderen Parteien sicherlich alles ganz normale Vorgänge und gerade von den Piraten nicht zu unrecht angeprangert...
Bisher jedenfalls - künftig gibt's da ein gewaltiges Glaubwürdigkeitsproblerm... oO
Die Piratenpartei, von den Medien hochgeschrieben, ohne greifbares Programm, außer dass Sie die Kulturschaffenden brotlos machen möchten und keinen Sinn für den Wert (auch finanziell) von Kulturgütern haben.
Ein wild zusammengewürfelter haufen ohne klare politische Zielrichtung, einzig mit der Gemeinsamkeit dass man "anders" sein möchte und praktisch nicht umsetzbare "Basisidemokratie" beabsichtigt.
Aud die Piraten sind nichts anderes als stinknormale Menschen, die früher oder später von der ganz alltäglichen "Normalität" eingeholt werden, die demnächst auch geld verdienen mit Politik und dann werden wir sehen, wie sich alles entzaubert.
Ein paar sinnvolle Details, die viele von ihnen vertreten werden in den politischen Alltag einziehen, aber für das "Große und Ganze" kann man niemeanden brauchen, der erst mal rückfragen muss ob er eine Meinung haben darf, sondern Menschen mit Ideen, Zielen und Meinungen.
Eine Frau ohne Meinung haben wir leider schon im Amt der Bundeskanzlerin und das ist mehr als genug...