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Intelligenz: Mein Kopf kommt nicht mehr mit

Wer frisst wen in der digitalen Gesellschaft? Der darwinistische Wettlauf zwischen Mensch und Computer.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,661307,00.html
  1. #80

    Das Fließband durch die Köpfe

    Zitat von Frank Schirrmacher
    [...] Je stärker die Computer in unsere Sprache und in unsere Kommunikation eingreifen, desto dringender wird eine Erziehung, die zeigt, dass die wertvollsten menschlichen Verhaltensweisen durch Nicht-Vorausberechenbarkeit gekennzeichnet sind.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,661307,00.html

    Dieser Satz hat einige Sprengkraft. In nicht all zu ferner Zukunft werden auch viele vermeintliche Wissensarbeiten zu den weniger wertvollen menschlichen Verhaltensweisen zählen. Eine zweite industrielle Revolution: Nun werden auch immaterielle Güter en Masse produziert, das Fließband macht nun nicht mehr nur Hände arbeitslos sondern auch Köpfe.
    Auch jetzt sollten wir wieder beginnen, uns auf unser Menschsein zu besinnen. Auf das, was uns jenseits aller rasenden Produktion zu einzigartigen Geschöpfen macht.
  2. #81

    ℵ -> Ω_n = x ... dann fang ihn einzusetzen

    Meine Wesenheit ist eine Frage der Preception, da jedoch percipiere wie ich bin, bin ich durch das was ich also wahrnehme im Sinne dessen was ich handle.

    Da ich aber nicht handle ohne zu Sein, ist alles was ich reagiere eine Verknüpfung dessen was objektiv ist.

    Objektiv ist in Bezug auf das was ich genannt wird von dem was ich bin meine Umgebung.

    Da meine Umgebung formbar wird durch das Was subsequentiell sich der Topologie der derer Erkennbarer Fakten annährt die meiner Perception mittels des Wahr-nehmens äussert und anliegt ist die Menge all jener Fakten derer ich habhaft bin ein Konglomerat all jener Verbindungen denen ich auch unterliege.

    Ich bin, bereits in dem was ich erkenne.

    Und dementsprechend forme ich zumindestens den Bestandteil meiner Selbst der nicht der schieren Morphologie, im Aspekt der Abbildbarkeit, raumzeitlichen Perzipierens und dergestalt also Invarianz unterliegt aus mir selbst heraus.
    Und zwar auf Basis meiner Interaktion.

    Netzinteraktion ist nur ein Kommunikationsmodell das Defiziten unterliegt die anders Strukturiert sind als die defizite anderer Basiskommunikationsmodelle.

    Oder auch nocheinmal anders umformuliert:

    Der 80`er Jahre Terminus des 'Cyberspace' mit all seinen Kruden phantasien von Metall im Schädel ist für manche von uns auf rein morphisch-plastischer-perzeptions Ebene seit einem langen langen Jahrzent (und leider auch darüber hinaus) Realität.

    Ein Interface ist eben nichts anderes als eine Schnittstelle, und um meine Wahrnehmung an maschinelle Kurzeitinteraktion mit Simulierten Wirklichkeiten oder Nutzerstatistiken zu koppeln brauche ich weder einen Batzen Stahl in meinem Frontalen Kortex, noch bin ich gezwungen dazu ebenso maschinell durchgekautes und wiedergekaeutes Erbrochenes auf meinem Bildschirm einfach in Form von 'Nutzerfreundlichen' Bildchen und Informationen in mich hineintöpfeln zu lassen.

    Das wachsen werden und vergehen in all seiner Fülle zu beobachten, vor allem in Bezug auf Informative Systeme, ist eine Gnade, auch wenn man humpelt, die 'Leute' um einen herum sozial defizitäre Mechanismen vermuten und kontra-affirmität in sozialem Rahmen immer wieder gemischt mit schierem Mittleid auf meiner Seite für die blanke und traurige Uneinsichtigkeit und Blindheit eben dieser 'Leute' sich in einer Flucht in die Tiefen von Daten-Träumen äussern.

    Ich WEIß welch simulatives Exprim auf Basis zeitlicher Rekurenz Evolutionäre Schichten und Epistrata da in 'Netzstrukturen' durchläuft.

    Viren Würmer Phyla und wohl als nächsten Insekten(Spiders?), Pilze(lets all engage in Mycology) und dann Pflanzen(Fern`s & Trees???)...

    Mikroevolution als emergente zeitliche Rekurenz, und das werden und vergehen simulieren sich aufs neue...

    *seufz*

    Spielt nur mit euren HandyFaustKeilen und um eure wärmenden Bildschirme und erzählt euch gegenseitig Geschichten von der letzten Jagd auf den grossen 'Informations'-Mamut

    Ich kann da nur den Kopf schütteln und in aller Traurigkeit darauf verweisen das alles da ist was man braucht um zu schaffen was sein kann........aber von alleine regnet das Mana nicht vom Himmel und das ist auch gut so.

    *drehtsichum,verschwindetindenweitendes
    Cyberspaceundunterhältsichderweilmiteinerbefreunde tenKI
    überdiesoäussertebeschränktheitseinerArt*
  3. #82

    109

    Zitat von wohin Beitrag anzeigen
    .....Die Sprache wird von den Gedanken gejagt - so der Eindruck.
    Dass sich allgemein die 5 Sinne verändern werden, glaub ich schon (verringerte Weitsicht z. B.). Dazu kommt, dass den nächsten Generationen ihr zu selten benutzter Bewegungsapparat schwer zu schaffen machen wird.

    und wer ist schuld, wenn das passiert - offensichtlich nur Schulwesen, zunächst das regionale.
  4. #83

    Unnötige Informationen

    Der Herr Frank Schirrmacher hätte mal lieber seine Angst vor zu viel unnötiger Information auf seine Pläne, dieses Buch zu schreiben, angewendet.

    Und vielleicht sollte er sich auch mal um seine eigenen Ängste in den Griff zu bekommen ein wenig mit Informationstheorie beschäftigen, anstatt die Welt mit solchem Unsinn vollzusudern.

    Jedenfalls passt so ein unreflektierter Text zu jemandem, der kein Studium abgeschlossen hat, aber dafür 5 begonnen hat. Nur verwunderlich, dass er sich keine Sorgen macht, dass dies vielleicht seinen Posten bei der FAZ etwas ins lächerliche zieht.
  5. #84

    ttt

    Zitat von thelastfoeofbourbaki Beitrag anzeigen
    Meine Wesenheit ist eine Frage der Preception, da jedoch percipiere wie ich bin, bin ich durch das was ich also wahrnehme im Sinne dessen was ich handle.

    Da ich aber nicht handle ohne zu Sein, ist alles was ich reagiere eine Verknüpfung dessen was objektiv ist.

    Objektiv ist in Bezug auf das was ich genannt wird von dem was ich bin meine Umgebung.

    Da meine Umgebung formbar wird durch das Was subsequentiell sich der Topologie der derer Erkennbarer Fakten annährt die meiner Perception mittels des Wahr-nehmens äussert und anliegt ist die Menge all jener Fakten derer ich habhaft bin ein Konglomerat all jener Verbindungen denen ich auch unterliege.

    Ich bin, bereits in dem was ich erkenne.

    Und dementsprechend forme ich zumindestens den Bestandteil meiner Selbst der nicht der schieren Morphologie, im Aspekt der Abbildbarkeit, raumzeitlichen Perzipierens und dergestalt also Invarianz unterliegt aus mir selbst heraus.
    Und zwar auf Basis meiner Interaktion.

    Netzinteraktion ist nur ein Kommunikationsmodell das Defiziten unterliegt die anders Strukturiert sind als die defizite anderer Basiskommunikationsmodelle.

    Oder auch nocheinmal anders umformuliert:

    Der 80`er Jahre Terminus des 'Cyberspace' mit all seinen Kruden phantasien von Metall im Schädel ist für manche von uns auf rein morphisch-plastischer-perzeptions Ebene seit einem langen langen Jahrzent (und leider auch darüber hinaus) Realität.

    Ein Interface ist eben nichts anderes als eine Schnittstelle, und um meine Wahrnehmung an maschinelle Kurzeitinteraktion mit Simulierten Wirklichkeiten oder Nutzerstatistiken zu koppeln brauche ich weder einen Batzen Stahl in meinem Frontalen Kortex, noch bin ich gezwungen dazu ebenso maschinell durchgekautes und wiedergekaeutes Erbrochenes auf meinem Bildschirm einfach in Form von 'Nutzerfreundlichen' Bildchen und Informationen in mich hineintöpfeln zu lassen.

    Das wachsen werden und vergehen in all seiner Fülle zu beobachten, vor allem in Bezug auf Informative Systeme, ist eine Gnade, auch wenn man humpelt, die 'Leute' um einen herum sozial defizitäre Mechanismen vermuten und kontra-affirmität in sozialem Rahmen immer wieder gemischt mit schierem Mittleid auf meiner Seite für die blanke und traurige Uneinsichtigkeit und Blindheit eben dieser 'Leute' sich in einer Flucht in die Tiefen von Daten-Träumen äussern.

    Ich WEIß welch simulatives Exprim auf Basis zeitlicher Rekurenz Evolutionäre Schichten und Epistrata da in 'Netzstrukturen' durchläuft.

    Viren Würmer Phyla und wohl als nächsten Insekten(Spiders?), Pilze(lets all engage in Mycology) und dann Pflanzen(Fern`s & Trees???)...

    Mikroevolution als emergente zeitliche Rekurenz, und das werden und vergehen simulieren sich aufs neue...

    *seufz*

    Spielt nur mit euren HandyFaustKeilen und um eure wärmenden Bildschirme und erzählt euch gegenseitig Geschichten von der letzten Jagd auf den grossen 'Informations'-Mamut

    Ich kann da nur den Kopf schütteln und in aller Traurigkeit darauf verweisen das alles da ist was man braucht um zu schaffen was sein kann........aber von alleine regnet das Mana nicht vom Himmel und das ist auch gut so.
    *
    Gratuliere. Sie haben eine tolles Programm geschrieben, das intellektuell erscheinenden, syntaktisch korrekten Unsinn produziert. Nur mit der Semantik hapert's noch.
    Absicht um Schirrmachers Geschwurbel ad absurdum zu führen?
  6. #85

    Mann des Wortes

    Dürfen wir gerade dabei zuschauen, wie ein Mann des Wortes seinen Glauben an die Kraft des Wortes relativiert? Wer allem Gelesenen Bedeutung abgewinnen will, muss durch die enorme Vereinfachung der Informationsbeschaffung und durch den damit verbundenen Kontrollverlust naturgemäß überfordert sein. Schirrmachers kindliche Überforderung durch die neu entstandene Verfügbarkeit eines Überangebots an Lesbarem erinnert mich an eine damalige Kommilitonin aus der DDR, die sich unmittelbar nach dem Fall der Mauer innerhalb kürzester Zeit eine Regalwand wissenschaftlicher Artikel zusammenkopiert hatte, weil zuvor aus Büchern und Zeitschriften nur mit besonderer Genehmigung kopiert werden durfte. Und übrigens alles zu einem ganz speziellen Thema der mathematischen Physik. Es war auch schon lange vor dem Durchbruch des Internet zu einem Massenmedium, als man viele Klagen über das umgekehrt proportionale Verhältnis von Publikationsgeschwindigkeit und Publikationsgehalt hören konnte. Nach einem Bonmot von Steven Weinberg würde das aber zumindest die Relativitätstheorie bestätigen, weil spätestens mit Überschreiten der Lichtgeschwindigkeit die publizierten Artikel vollkommen gehaltlos sein würden.

    Vielleicht ist die Herausforderung durch "Das Internet" größer als es die durch "Die Maschine" und "Das Auto" im Besonderen waren. Dass der Mensch nicht nur ein Individuum sondern auch Teil eines größeren gesellschaftlichen Körpers ist, wird vielleicht durch das Internet jetzt leichter erfahrbar. Kooperative Phänomene wie Gruppenbildungsprozesse können sich durch das Medium Internet einfacher heraus bilden. Eine Piratenpartei erscheint ohne große Massenveranstaltungen quasi aus dem Nichts in der politischen Landschaft. Flashmobs bilden die andere Seite der Medaille. Das Internet macht es mir einfacher, mein Gesicht einer großen Gemeinschaft zu zeigen und mich mit Gleichgesinnten zu artikulieren. Da geht es doch eher um Machtgewinn als um Kontrollverlust.

    Und, ja, Hundertmeterriesen gibt es auch im Internet. Aber es gibt sie doch vor allem außerhalb des Internet! Jenseits der persönlichen Bezugswelten gibt es außerhalb des Internet genau genommen nur Hundertmeterriesen. Es ist dort auch nur einer Minderheit vorbehalten, sich als Teil eines Hundertmeterriesen vernehmbar zu machen. Im Internet gibt es vor allem auch Einzelne. Der Blog eines Einzelnen kann populärer sein, als die Site einer Zeitung. Abgeordnete des Bundestages schrumpfen im Umfeld anderer Meinungshaber auf Normalmaß, wenn man die Klickraten ihrer Blogs für aussagekräftig hält. Nur noch Scheinriesen, wie in "Lukas und die wilde 13". Wo hätte man das außerhalb des Internet schon einmal gesehen?

    Dass auch im Internet Marktgesetze gelten und nur wenige Unternehmen das Geschehen maßgeblich prägen, spricht nicht gegen "Das Internet", sondern bestenfalls gegen die scheinbar unkontrollierbare Wirksamkeit von Marktgesetzen. Dass nach wie vor die USA eine wirtschaftliche Supermacht sind, schlägt im Internet ganz besonders durch. Zum Einen, weil die USA hier nach wie vor besonders unangefochtene Technologie- und Marktführer, ja sogar Innovatoren sind, und zum Anderen, weil diese absolute Marktführerschaft durch den globalen Charakter des Internet besonders wirksam durchschlägt. Aber sollten wir darüber nicht glücklich sein? Es ist schließlich ein Triumph der Demokratie, dass Unternehmen und Organisationen aus den USA und nicht etwa China oder Russland das Geschehen tragen.
  7. #86

    Überschätzen

    Zitat von kurt. Beitrag anzeigen
    Oder auch das hier:
    "Die Netzbetreiber verfügen potentiell über eine unvorstellbare Anzahl unserer persönlichen Daten von Gesprächen, Fotos, SMS-Nachrichten, Internetzugriffen und Gewohnheiten, und einzig der Datenschutz verhindert, dass diese Daten unter Klarnamen ausgewertet werden."

    Wenn Herr Schirrmacher mal ernsthaft versucht hätte, die Internetzugriffe auch nur eines einzigen größeren Providers [...] zu speichern, wäre ihm vermutlich aufgefallen, dass [...] eine derartige Riesenmenge an Daten halbwegs kosteneffizient zu speichern und in einer Form zu verwalten, die überhaupt ihre Durchsuchbarkeit erlaubt.
    Etwas ähnliches kann man auch über die Überschätzung der Möglichkeiten der Sicherheitsbehörden sagen. Wer geht nicht davon aus, dass er durch sein Handy durch die Polizei jederzeit einfach geortet werden könnte? Tatsächlich sind die Möglichkeiten der Polizei rechtlich und technisch doch ziemlich beschränkt, wie man an dem aktuellen Fall Michalski studieren könnte.

    Aber das ändert alles nichts an der Tatsache, dass der Schutz der Persönlichkeitsrechte des Einzelnen im Internet alles andere als gesichert ist. Wenn ich einkaufen gehe, will niemand meinen Namen wissen. Im Internet ist die Abwicklung eines Geschäfts ohne Preisgabe persönlicher Daten gar nicht denkbar. Wenn ich in der Bibliothek recherchiere, kann ich das ganz unkontrolliert tun. Google wertet dagegen mein Suchverhalten aus. Natürlich anonymisiert, aber immerhin: solange ich mit der gleichen IP-Adresse auch noch woanders surfe, werde ich gezielt beworben. Keine wirklich schlimme Beeinträchtigung meines Rechts auf informationelle Selbstbestimmung, aber ein Mechanismus, dem ich außerhalb des Internet nicht ausgesetzt wäre. Im Grunde ist es ein Glück, dass die Entwicklung im Internet aus liberalen Demokratien heraus von schlimmstenfalls profitorientierten Unternehmungen getrieben wird. Es könnte ja wohl auch anders sein. Und noch ist das meiste für lau...

    Zitat von kurt. Beitrag anzeigen
    "Hochkomplexe Software verbindet Klicks, Worte oder Töne mit digitalen Bewegungsmustern anderer User, sucht nach Übereinstimmungen oder Unterschieden. Das bedeutet nichts anderes, als dass jeder einzelne Mensch, addiert mit vielen anderen, irgendwann das Resultat gewaltiger Berechnungen sein wird, für die es noch vor fünf Jahren weder die Computer noch die Daten gegeben hätte. Es entsteht eine unendliche Spirale von Berechnungen, die dem Wesen von Algorithmen entsprechen"
    Was will uns der Autor hier bloß sagen? Inspiriert von dem Film-Epos "Matrix"? Angst vor HAL aus Kubricks "2001"? Die neurotische Angst des ewigen Mathematik-Versagers vor der Wiederkehr unangenehmer Prüfungsfragen? Welche Algorithmen sollten uns knechten? Es können keine anderen "Algorithmen" sein, als die, die uns immer schon knechten. Will sagen, dass es auch weiterhin die "algorithmisch" ausgelösten mittlerweile funktionsfreien Adrenalinstöße zB im Autoverkehr sein werden, die uns knechten. Oder der "algorithmische" Rückfall auf das Niveau einer Bakterienkultur, wenn wir unsere Abwehr gegen "Das Fremde" zB in Form von Moscheen in Europa richten. Kann schon sein, dass das Internet auch solche "algorithmischen Knechtschaften" schneller befördert, als es ein Demagoge im Fernsehen je könnte. Aber mit einer übermenschlichen Intelligenz in vernetzten Computern hätte auch das nichts zu tun.
  8. #87

    Umgebung und Rekkurenz

    Zitat von GWM Beitrag anzeigen
    Gratuliere. Sie haben eine tolles Programm geschrieben, das intellektuell erscheinenden, syntaktisch korrekten Unsinn produziert. Nur mit der Semantik hapert's noch.
    Absicht um Schirrmachers Geschwurbel ad absurdum zu führen?
    partiell...
    legasthenische Anflüge und geschlossene Paradoxien sind nun einmal primär mit Unsinn identifizierbar.

    Problematisch wird die Geschichte wenn mir befreundete Personen auf Aussagen wie:" Ja, vor http gab es Gopher und in den 80ern Fido-Netze, mal von ARpaNet abgesehen..." antworten:"Gopher? ist das so ein Fenster in das man etwas eingeben kann....so mit Buchstaben?".

    Ich kann mir da nicht helfen, aber eine Generation die das Netz mit MySpace identifiziert (pardon....FaceBook) ist ja noch irgendwie als Content-kreirende anonyme Masse grusselig, aber verheizbar/vertretbar.

    Eine solche Masse aber die entsprechende eingangs erwähnte Protokoll-Strukturen idenifiziert und zur Nutzung bringen will, während anonyme massen an Drohneninformatikern kontrolliert von retardirten Profitgeiern&MonopolInformationsKartellen ala Google&Apple oder schlimmer noch nach "Zensur" schreienden überforderten lokalen oder transglobalen Institutionen wie Regierungen (OR) deren zusammenschluessen, eben diese Massen mit 'Apps' und weiss der Geier was anfüttert.........da wird mein Herz schwer.

    Netzaktivistischer Unsinn auf der anderen Seite lässt lediglich meinen Humor verebben.....DatenSchutz?Datenfreiheit? Wovon ist da bitte die Rede???

    Ich habe vor mehr als 10 Jahren aufgehört auf Message-Boards zu posten, es sei denn die Kacke *pardon* ist am dampfen.

    Ebenso bin ich mit dieser Form von Technologie aufgewachsen, noch ehe ich laufen konnte.

    Subsummiert: Erfahrung zählt sich nicht zwangsläufig nach Jahren, und meine Erfahrung sagt mir das dieser 'Artikel' der wohl eine Form von Hilfschrei darstellt in gewissen Richtungen einfach seiner Grunlagen entbehrt.

    Auf der anderen Seite ist er sympthomatisch für eine Generation...pardon...eine ganze Menschheit die ad-hoc versucht zu erzwingen was seine geschlagenen 10 oder 20 Jahre Erfahrung braucht:

    den Umgang mit einem weltweiten Datennetz...

    Dieser Umgang kommt nicht über nacht, und auch nicht mit den Jahren (auch wenn ich ein paar Zeilen vorher ein grobes Maß dieser angab), sondern eben mit der Nutzung.

    Sie verstehen und verzeihen sicherlich das ich an dieser Stelle meinen kleinen simmulativen intra-narrativ anwerfen um mich auf die kommenden Problematiken einzustellen.

    Atomkriege sind ein Witz gegen Informationskriege, und hier ist nicht die Rede von pseudo-Horrorvisionen ala Hollywood sonder viel viel basaleren Problematiken.

    Apropo Informationskriege....der 3te eben dieser läuft seit ungefähr 4 bis 8 Monaten je nach Zeitzone und Welle, und wenn ich mich nicht irre trifft der nächste Rift innerhalb von 3 Wochen auf enige Topologien (*räusper* Umgebungen) zwischen dem lokalen BackBone und subternären Alternativnetzen wie z.B. 'Handy-Apps'.

    *räusper*
    zu viel pseudo-intellektuell erscheinendes Geschwafel?

    Wachen sie Auf. Das meiste 'Vieh' bekommt ja nicht einmal mit was passiert, geschweigedenn das es sich wehren könnte.

    schulden sie es meiner Phantasie und eben besagtem intra-narrativ zuschulde, aber syntax ist mir schnuppe solange ich überlebe.

    guten Tag
    möge Nicolas Bourbaki in der Hölle schmoren
    ÆLL
  9. #88

    Wie wahr

    Zitat von bdepalma Beitrag anzeigen
    Seit ich das Internet häufig nutze, lese ich weit weniger Bücher. Es fällt mir inzwischen richtig schwer, mich mal einem längeren Roman zu widmen. Dieser Weg hin zu einer kürzeren Aufmerksamkeitsspanne macht mir Angst - vor allem, weil es auch Freunden von mir so geht.
    Es geht mir ganz genau so. :-( Im Prinzip würde ich das auf eine chronische Ungeduld zurückführen, die sich offenbar bei nicht wenigen eingestellt hat und die, so meine ich, ganz sicher irgendwie damit zusammenhängt, wie wir heute Informationen konsumieren und uns, generell, durch den Alltag "klicken".

    Mit Bezug auf mich jedoch noch viel beängstigender ist, dass ich durchaus noch lese und es nach wie vor gern tue; ich spreche hier auch von (formal) regelrechten Büchern und 'längeren Romanen'.. nur sind die immer seltener aus Papier bzw. greifbar. Soll heißen, selbst die meisten "Bücher", die ich heute lese, lese ich tatsächlich auf dem Bildschirm, in Form von e-books oder ähnlichem. Ich weiß, oder HOFFE, das ist eine Abart, die nicht so viele teilen, meine Furcht ist nur, dass es, früher oder später, mehr werden. Manche machen sich's leicht und behaupten optimistisch und ohne besonders gute Argumente hervorzubringen: Ach, (auch richtige) Bücher wird es immer geben.

    Ich bin mir nicht mehr so sicher.


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