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Intelligente Elektrogeräte: Schlaue Stromzähler kommen teuer
Intelligenter Strommesser können die Kosten längst nicht so deutlich senken wie angenommen: Nach Informationen des SPIEGEL kommen mehrere Studien zu dem Ergebnis, dass entsprechende Geräte oftmals teurer sind als sie Energiekosten sparen helfen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...711879,00.html
- #1 14.08.2010 15:39 von
- #2 14.08.2010 15:58 von Reformhaus
Monteure der EVUs wissen es
Digitale Stromzähler erwirtschaften den Energieunternehmen pro Jahr umgerechnet durchschnittlich 40€ Mehrumsatz, weil sie auch geringste Ströme messen können. Ein analoger Zähler merkt den Unterschied z.B. nicht, wenn ein Mobiltelefon aufgeladen wird. Dem digitalen Zähler hingegen entgeht nichts.
- #3 14.08.2010 16:00 von
Nun,
zu so einem Ergebnis kommen sie recht häufig, wenn es um das Thema "Sparen" geht. Zum einen, weil man in der Regel erst investieren muss (auch bei einem neuen Kühlschrank) und zu anderen, weil die angeblichen Sparpotentiale in vielen Fällen auf reinen Milchmädchenrechnungen bzw. unrealistischen Preissteigerungen in der Zukunft basieren (Gasheizung-Austauschwelle vor einigen Jahren) wo aus dem Sparen ganz schnell eine Geldvernichtungsmaschine wird.
Von den "Sparbirnen" wollen wir doch gar nicht reden, teuer, nicht umweltveträglich und die Laufzeiten sind auch geschönt, wie Tests inzwischen bereits bewiesen haben.
Und auch so zweifelhafte Dinge wie Nachtabsenkungen oder Standby ausschalten (Stichwort Auskühlung bzw. Zerstörung von elektronischen Bauteilen) lass ich jetzt auch mal außen vor.
Genau wie eine der größten Lügen - die jährliche Zeitumstellung um Energie zu sparen
Ach ja , was machen eigentlich Haushalte mit diesen Stromzählern, die aufgrund der Lage nicht mal einen DSL Anschluß besitzen?
Man muss sich ganz klar vor Augen führen, weniger Verbrauch heisst entweder a) auf Lebensqualität verzichten, b) eigene Verschwendung bekämpfen oder c) Geld in die Hand nehmen und in neue Produkte investieren, die selbst weniger verbrauchen.
a) geht am schnellsten (Heizung aus und A.... abfrieren)
b) setzt kritische Überprüfung des eigenen Verhaltens voraus (Muss der PC wirklich 24 Std laufen?)
c) dauert in der Regel am längsten bis der break-even-point erreicht ist (wenn er überhaupt je eintritt) - #4 14.08.2010 16:11 von Querulant
Rechnung
131kW für eine DSL Leitung? Die Rechnung würde ich gerne sehen!
- #5 14.08.2010 16:19 von
Der intelligente
Stromzähler tut das was er soll, intelligent dem Verbraucher das Geld aus der Tasche ziehen. Wer seinen Verbrauch nicht durch eigene Schlauheit und Mathe berechnen kann wird eh nix sparen!
Es wird bei uns nichts geschehen womit man wirklich sparen kann wie sollen wir dann noch abgezockt werden? - #6 14.08.2010 16:33 von
- #7 14.08.2010 16:42 von Privatier
Schlaue Stromzähler: Ein perfider Angriff auf die Intimsphäre!
Meine Einschätzung habe ich bereits hier abgegeben:
Verlieren die Energieriesen die Kontrolle?
Viel hinzuzufügen habe ich nicht. Allenfalls noch soviel: Eine Nation, die sich wie kaum eine andere über Google-Streetview-Schnappschüsse aus 10m Entfernung echauffiert, aber gleichzeitig die Brisanz von Spionen in den eigenen vier Wänden nicht annäherend erkennt und diskutiert, handelt nach mir völlig unverständlichen Maßstäben.
Und selbstverständlich werden die Geräte geschmückt mit dem Zauberwort "Energiesparen" Ahnungslosen wie Unbedarften Konsumenten untergeschoben - mit dem Begriff, der in Deutschland schneller als alle anderen Prädikate garantiert, den Verstand zu lähmen, und sich willig der Verführung dogmatischer Anschauungen hinzugeben.
Ach ja: Im Computerbereich bezeichnet man Software, die lokal Daten sammelt, und diese dann ebenso unaufgefordert wie unkontrollierbar nach "draussen funkt" beispielsweise als Spionage-Trojaner. Und "übernommene" Systeme, deren Verhalten von aussen gesteuert wird, und denen als Bestandteil eines Botnets die Interessen fremder Herrscher aus der Ferne aufoktroyiert werden, sind dort ebenfalls bereits bekannt.
Reichen die Blicke und Griffe über das Internet bis in den heimischen PC noch nicht aus? Ist es wirklich sinnvoll (und erwünscht - und falls ja: von wem), dies weiterzuentwickeln, um bald über das Stromnet(z) bis den letzten Winkel der Schlafzimmer zu schauen und zu greifen?
Ob die ökologischen Frontkämpfer, die nicht müde werden, die "Vorzüge" dieser Schnüffeltechnik anzupreisen, fahrlässig oder vorsätzlich handeln, ihnen also entweder nur die allergerinste Sachkompetenz fehlt, oder ob sie es vielleicht gar nicht abwarten können, freies und selbstbestimmtes Handeln mit allmächtigen Kontrollinstrumenten zu bekämpfen, weiss ich leider nicht.
MfG - #8 14.08.2010 16:42 von
- #9 14.08.2010 16:42 von
es geht auch anders
Ein Gegenbeispiel aus dem Ausland:
Der Zähleraustausch hat mich gar nichts gekostet. der neue Zähler kostet unverschämte 68 Cent monatlich ... ach und die Tarifübertragung braucht kein DSL, weil die direkt über das Stromnetz geht. Umgekehrt ist für die Zählerablesung jetzt kein Hausbesuch mehr nötig. wobei b) im Zusammenspiel mit flexiblen Raten den meisten Nutzen bringt: seit der Umstellung hat sich der variable Teil meiner Rechnung halbiert, allein durch Verhaltensumstellung. Denn intelligente Geräte sind auch hier Mangelware und oft überteuert.
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