dapdSind viele junge Muslime gar nicht bereit zur Integration? Eine Studie im Auftrag des Innenministeriums hat Scharfmacher mit Schein-Argumenten versorgt. Peter Holtz ist einer der Autoren der Papiers. In einem Gastbeitrag beklagt er, dass der Bericht gar nicht gelesen und grob falsch zitiert wurde.
Integrationsdebatte: Die Muslim-Studie? Völlig missverstanden - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
Das Problem ist, das es im Islam im Moment eine gegenläufige Tendenz gibt, die vorallem von Saudi-Arabien mit viel Geld finanziert wird. Man nennt es Salafismus. Hier geht es um die wortwörtliche Orientierung am Koran und den Taten, Handlungen und Aussprüchen des Propheten. Alles auf die Kamele und ab in die Zukunft!
Da kennt einer 1. den Unterschied zwischen Bibel und Koran nicht und hat 2. wahrscheinlich nie auch nur im Koran geblättert.
Der Koran ist das Wort Allahs und ist das darf nicht interpretiert werden. Außerdem ist es gültig für die Ewigkeit. Strenggenommen sind auch keine Übersetzungen erlaubt, da diese immer das wahre Wort verfälschen. Schonmal davon gehört, dass in Koranschulen weltweit der Koran auf arabisch auswendig gelernt wird, ohne den Inhalt zu verstehen?
Der Islam müsste eben auch eine Aufklärung durchmachen aber leider mehren sich die Menschen, die die Schrift wörtlich nehmen.
Alle die hier mitdiskutieren sollten sich die Mühe machen und einmal ein paar Seiten im Koran lesen. Dann sollte klar werden, warum er sich nicht mit unserer Demokratie verträgt.
Kann mir jemand 10 aufeinanderfolgende Seiten des Korans nennen, in denen
1. Menschen anderer Religion oder Atheisten nicht beschimpft oder bedroht werden
2. keine Drohungen mit dem Höllenfeuer beim Abfall vom Glauben, etc. vorkommen
Das mag für die Herkunftsländer gelten.
Für Deutschland ist das nicht "relativ" und "geht schon irgendwie".
Hier hat man eine Gesetzgebung, der sich ggfs. auch "Religionen" unterzuordnen haben.
Ob und was die "Scharia" hergibt ist bestenfalls theoretischer Natur.
Hier ist sie nicht bindend. Unser GG verbietet sie sogar.
Entsprechend ist dagegen vorzugehen.
so einfach ist das natürlich nicht.
denn es gibt da die familienzusammenführung und statistiken bzw beobachtungen meinerseits, die das bestäigen, heiraten die meisten türken oder tükischstämmige eben partner aus der türkei.
und was die bildung betrifft: die attentäter von 11.9. waren studenten, die verhinderten attentäter in großbritannien waren ärzte.
bildung verhindert überhaupt nicht radikalisierung.
um ein neutrales beispiel zu nennen: die radikalsten der franzöischen revolutionsführer waren sehr gut bis hochgebildet.
bildung ist eines, fanatismus ist das andere. beides kann durchaus zusammengehen. leider.
Ich widerspreche Ihnen da ja gar nicht. In Deutschland gilt das Grundgesetz und das ist wunderbar! Es ging nur darum, ob Muslime in ihrem Religionsverständnis Spielräume haben. Sie sind da, aber eben nur relativ. Für eine Demokratie, wie wir sie in Deutschland haben, reichen sie nicht aus.
Letztendlich ist es für einen bekennenden Muslim immer schwierig, wenn man ihn in eine Grundsatzdiskussion verstrickt.
Er muss dann auch für Positionen einstehen, die er persönlich vielleicht gar nicht einnimmt. Da ist es manchmal besser zu schweigen, um die Person nicht in Verlegenheit zu bringen.
Ansonsten bin ich immer für offene Diskussionen. Aber hier mag es angebracht sein, diplomatisch zu sein.
Anders bei den Überzeugten. Die foppe ich gerne.
Was die Heirat angeht haben Sie leider recht; auch in zweiter oder dritter Generation heiratet man viel stärker unter sich als andere Migranten, was leider die Separation noch verstärkt. Einer Muslima ist es verboten einen Nichtmuslim zu heiraten und viele männliche Muslime heiraten lieber eine "unverdorbene" Frau aus der Türkei als eine "verwestlichte" deutsche Frau.
Es ist zwar auch richtig, dass Bildung Radikalisierung nicht verhindert, aber ich halte Separation für ein größeres gesellschaftliches Problem als Terrorismus.
Bei den in der Studie genannten 15% gewaltbereiten, abgehängten Jugendlichen sehe ich eher Bandenbildung denn Terrorismus als Problem an, vegleichbar etwa mit rechtsradikalen deutschen Losern.