Der deutsch-türkische Anwalt Mehmet Daimagüler galt lange als Vorzeigezuwanderer. Nun rechnet der frühere FDP-Mann mit Staat und Gesellschaft ab.
http://www.spiegel.de/0,1518,792399,00.html
Selbst wenn sie als Einanderer Superzeugnisse mit Einsen haben, finden sie hier keinen Arbeitsplatz. Warum? Weil in der Personalabteilung als erstes Bewerber mit Einwanderungshintergrund aussortiert werden. Heißt jemand Murat, weg damit. Heißt er Mahmut, auch weg.
Das Märchen mit der deutschen Sprache lassen Sie besser stecken. Das Verhalten was ich Ihnen geschildert habe ist schon lange belegt und dokumentiert.
Das Wort Integration im jetzigen Sprachgebrauch hat den Stellenwert von Degenarativdenke.
Entsprechend duemmlich sind "Integrationsbemuehungen" von Politikern, Verwaltungsbeamten, offiziellen Texten und die Wortwiderkaeuungen in den Medien.
Sind in der Schweiz etwa italienisch sprechende "integriert"? Sind es die Bevoelkerungsteile, die franzoesisch sprechen? Sind die deutschidiom Sprechenden in der Schweiz etwa "integriert"?
Wenn ja: integriert in was denn?
Unterschiedliche Volksgruppen mit absolut unterschiedlichen Sprachen und historischen Wurzeln bilden vielmehr als "Schweiz" einen Staat und eine Gesellschaft, die in Europa seinesgleichen sucht und mehr als wuenschenswert ist. Uebrigens: schon 700 Jahre lang.
Auch in punkto Demokratie und Plebiszitsteurung der jeweiligen Politiker ist dieses Land dem Resteuropa haushoch organisatorisch ueberlegen.
Deshalb will es sich verstaendlicherweise auch nicht in Europa "integrieren" lassen.
In Deutschland reden dumme Leute immer noch unentwegt ueber "Integration" und meinem damit doch nur, Andersdenkende "aufzufressen", sprich: sie sich einzuverleiben.
Was natuerlich nie auch nur ansatzweise funktionieren wird.
Sind die Ossis etwa von den Wessies "integriert" worden oder umgekehrt? Mitnichten!
Beide entwickelten im Zeitablauf eine ganz andere Gesellschaft, als sie vorher in Westdeutschland oder in der DDR bestand.
Mit Rueckschritttendenzen zum "Grossdeutschlandempfinden", welches es vorher nicht gab, weder in der DDR, noch in der BRD.
Man mag darueber streiten, ob das eine gute Entwicklung ist oder nicht.
Aber es ist eine reale. Und war eben keine "Integration" nach heute scheinheiligem Sprachduktus.
Wenn in 4 Jahren, wie es im Artikel steht, 50 % der arbeitenden Bevoelkerung hierzulande vermutlich aus tuerkischstaemmigen Deutschen bestehen wird, dann ist es unausweichlich, dass vorher, also jetzt, nach der alten und sogenannten Wiedervereinigung (auch so ein Luegenwort: es war eine Fusion):
erneut und diesmal die tuerkischstaemmigen und deutschstaemmigen Buerger (letztere sind in Wahrheit nichts als ein Sammelsurium von Restgermanen plus Hugenotten, plus Polen, plus Italienern, plus Bavariern, Hollandern, plus, plus...waren) eine naechste "Wiedervereinigung", sprich Fusion unterschiedlicher Volksteile zu zelebrieren ist.
Und sich so wiederum zu einer neuen und dann auch wieder anderen Mentalidentitaet zusammenfinden. Die bisherige Denke auf beiden Seiten ist also dringlichst abzulegen.
Bitte niemanden mehr meinen, "integrieren" wollen, auch die tuerkischstsaemmigen sich selber nicht!
Und wenn diese "junge Generation" die deutsche Identität nicht will? Soll man sie zwingen Deutsche zu sein? Da liegt das Problem. In der dritten Generation in D und immer noch Türke. Und das freiwillig. Eher werden die Deutschen so in 30-40 Jahren die türkische Identität annehmen, als Türken sich als Deutsche bezeichnen werden.
Eines schockiert mich an solchen Berichten immer wieder, und ich glaube nicht, dass sich die Leute das aus den Fingern saugen, bzw. besonders empfindlich sind: dieses unglaubliche Misstrauen und die Vorbehalte und Vorurteile vieler Deutscher Fremden gegenüber, bzw. auch die Tatsache, dass Leute, die nicht deutsch (noch schlimmer, nicht europäisch) aussehen, nie als wirklich deutsch angesehen werden, egal ob sie einen deutschen Pass haben, egal wie gut sie die Sprache sprechen.
Für mich sind solche Umstände typisch für Länder, in denen es aus welchen Gründen auch immer kaum Ausländer gibt, deren Sprachen nicht sehr verbreitet, oder schwer zu lernen sind (wie z.B. japanisch), oder die sich kulturell weniger an der Idee einer Nation orientieren, sondern wo Stammeszugehörigkeiten wichtiger sind (wie viele afrikanische Länder). Ich kann überhaupt nicht verstehen, wie in einem wie ich meine modernen Land wie Deutschland so ein Denken vorherrschend sein kann.
Ich spreche dabei gar nicht unbedingt von Rassismus (den gibt es auch in anderen Ländern Europas), sondern von der merkwürdigen Vorstellung, dass es nur eine ganz bestimmte Sorte Menschen gibt, die als Deutsche gelten können. Um das mal an einem Beispiel zu veranschaulichen: wenn Sie in England oder Frankreich als Farbiger sagen, Sie seien Engländer oder Franzose, wird das ganz normal hingenommen. In Deutschland kommt dann allerdings erst mal die Frage, ja und wo kommen Sie wirklich her?
Die einzige, die hier keulen schwingt und polemisiert, sind sie selbst.
"Kritikern an der deutschfeindlichen Haltung der türkisch-stämmigen Bevölkerung".
Da geht der käse schon los. Sie lassen es klingen, als ob die türkisch-stämmige bevölkerung per se deutschlandfeindlich ist.
Dabei lieben diese menschen Deutschland oft am meisten voon allen. Gleichzeitig ziehen erstaunlich viele reiche, man möchte meinen "zufriedene" deutsche in die Schweiz oder sonst wo hin. Wo ist da wohl die integration schief gelaufen?
Und wo ist überhaupt das problem, einen ausweis nur als stück papier zu sehen?
Ist er nicht genau das? Ein stück papier? Wollen wir etwa zurück zum blutrecht? Ich glaube: nein.
Um steinzeit-patriotismus beneide ich ganz sicher keine nation.
Irgendjemand schrie auch wieder nach zwangs-deutschkursen. Aber dann bitte zuerst für deutsche! Dann könnten sie mal staunen, wie viele "blutsdeutsche" (mir wird schon beim ausschreiben schlecht) sich eine neue nation suchen müssten.
Überhaupt deutschkurse...wozu? Als wenn wir 50 jahre gewartet hätten, um uns ENDLICH mit den heissgeliebten türken unterhalten zu können.
Da andere länder schon weit länger als unser junges Deutschland mit vielsprachigkeit überlebt haben, wird es zeit, die angst vor andersartigkeit zu überwinden, und zu leben und leben zu lassen.
Mir als ruhrgebietler sind die vielen türken hier doch per se schon näher als ein vermeintlicher "deutscher volksgenosse" in Bayern, oder dem Saarland. Da verstehe ich meistens den dialekt nicht mal im ansatz, aber wenn mein nachbar Mahmut mich fragt "gehse heute Aldi?", ja, dann fühle ich mich zu hause.
Ich finde, dass es für Ausländer, die in Deutschland scheitern, eine verführerische Option ist, nicht selbst für das eigene Tun und Lassen und das Leben insgesamt die volle Verantwortung zu übernehmen, sondern es sehr gern auch auf die angeblich miesen Umstände geschoben wird. Man selbst kann natürlich nichts dazu, dass es einem nicht so geht, wie man's sich mal erhofft hat.
Das können Deutsche natürlich auch gut, aber Ausländern wird es argumentativ wesentlich einfacher gemacht, sich zum Opfer der Umstände zu machen![/QUOTE]
....mal jemand der aus dem Leben schreibt!
Danke für diesen Beitrag... sagt eine 58jährige, seit 1111 Generationen "echte" Kölnerin!
Die Wortwahl ist typisch aggressiv und unverschämt, also auch wieder mal bezeichnend für jemanden, der nicht mit der Gesellschaft in Deutschland klar kommt.
Grundtenor: in Deutschland sind alles eh alte Nazis, im Ausland ist überall alles besser und toleranter. Ansich ja in Ordnung, so eine Ansicht zu vertreten, wenn auch nur EIN Land genannt werden könnte, in dem es einfacher ist, sich zu integrieren.
In jeder x-beliebigen Auslandsreportage wird deutlich, dass in anderen Ländern durchaus wenig Wert auf Einwanderer gelegt wird, ES SEI DENN man erhofft sich da einen Nutzen. Wer dort anfänglich die (nur selten vorhandenen) Sozialkassen belastet ist doch regelmäßig ganz schnell wieder in Deutschland zurück.
Aber Hauptsache mal ordentlich Wut rauslassen!
Das ist realitätsferner Quatsch! In Deutschland wird niemand wegen seiner Hautfarbe angesprochen, es sei denn es handelt sich um irgendwelche nächtlichen Ausflüge im tiefsten Osten o.ä.
Hier sollte sich mal die Frage gestellt werden, ob in Anbetracht der FAKTEN von "Vorurteilen" gesprochen werden kann.
Wenn lt. Statistik die Migranten bestimmter Länder weit öfter Probleme bereiten als andere Menschen, dann ist ein daraus resultierender Vorbehalt kein Vorurteil, sondern eine begründete Vorsicht.
Für den Einzelfall heißt das noch nichts, aber es liegt in der Natur des Menschen, Erfahrungen zu sammeln und daraus zu lernen, was das beste für ihn ist. Und das können genauso gut auch negative Erfahrungen sein, mit der Konsequenz des fehlenden Willens auf Kontakt.
Aber nochmal: da ja Einwanderer aus vielen Teilen der Welt in Deutschland gut integriert sind, spricht das gegen generelle Vorbehalte.