"Lernt Deutsch! Passt euch den Sitten an! Schickt eure Kinder auf die besten Schulen!": Mit einem eindringlichen Appell hat der türkische Europaminister Bagis seine Landsleute in Deutschland zu mehr Integration aufgerufen - mitten in dem heftigen Streit um die künftige Zuwanderungspolitik.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...722553,00.html
Deutschland ist kein souveräner Staat. Es hat seine Souveränität im 2. Weltkrieg verloren (genauer eigentlich schon nach dem 1. Weltkrieg). Es mag sein, dass dies im Alltag nicht immer offenbar wird, aber wenn es zur Sache geht, dann schon.
Das wissen auch die anderen Staaten, auch die Türkei. Und deswegen ist es so einfach, sich in deutsche Angelegenheiten einzumischen. Die Deutschen sind einfach gezwungen, den Ball flach zu halten. Und dabei kann Deutschland noch froh sein, keinen Friedensvertrag zu haben, der die ganze politische und finanzielle Misere des Nachkriegsdeutschland erst richtig aufdecken würde. Daher ist es ja auch so wichtig, dass Deutschland in Europa aufgeht, selbst um den Verlust einer scheinbaren "Souveränität".
Natürlich gibt es de facto auch noch zwei andere Gründe, die die Türkei so selbstsicher machen: die Unterstützung durch die USA und die Tatsache, dass ca. 3 Millionen Türken bzw. Türkischstämmige in Deutschland einen erheblichen Machtfaktor darstellen, dessen sich sowohl die türkische Aussenpolitik als auch die deutsche Parteipolitik nach Gutdünken bedient.
So einfach ist es nicht und es wäre sogar ein gutes Signal aus Ankara, wenn...
- ...es nicht ausgerechnet vom Europaminister käme, der schlicht ein machttaktisches, kein inhaltliches Kalkül verfolgt: dem Mann schwimmen gerade die Felle weg, da findet er plötzlich Integration gut. Guten Morgen, das ist ja fast so glaubwürdig wie Gabriel oder Wulff!
- ...es nicht ausgerechnet unter dem Druck der jetzigen Situation käme. Auch ich kann mich dem Eindruck nicht entziehen, dass Ankara Druck braucht, um von dem Nationalistengeschwafel eines Herrn Erdogan weg zu kommen. Wo Druck fruchtet, wird mehr Druck auch mehr fruchten. Also: weiter so. Denn in den letzten 20 Jahren waren solche Töne aus Ankara nicht zu hören. Im Gegenteil. Deswegen sind sie jetzt auch amüsant, aber nicht glaubwürdig.
- ...Ankara daraus ernsthafte Konsequenzen ziehen würde. Weshalb gibt es wohl kaum deutschsprachige Imame? Das ist aus Ankara nicht gewünscht, der mächtige Diyanet-Verband wünscht gar nicht, dass hier eine Sozialisation stattfindet.
Und wer glaubt, dass dieser Verband nicht von der türkischen Regierung kontrolliert wird, ist naiv oder vertritt Interessen.
In den Moscheen und Wohnungen wird ein anderer Text gesprochen, denn nur so kann ich es mir erklären, dass Deutsche Frauen von Schülern als Schlampen und Nutten beschimpft werden(passiert in Essen-Karnap),und es passiert nichts auf Seiten Deutscher, und Migranten finden das nur cool und machen weiter so.
Einzige Reaktion war die Schliessung der Schule, damit die Täter an anderen Schulen weitermachen können
Hier würde nur die konsequente Ausweisung dieser Täter mit Anhang etwas bringen.
Aber dann würden "grüne Weichspüler" sich am Bundestag anketten lassen, um auf "Grausamkeiten deutscher Justiz"
aufmerksam zu machen.
Aber die Volksseele kocht langsam aber stetig bis zur Explosion, das sehen wir in Stuttgart......hoffentlich mit Erfolg.
Aber dann gibts bei den "Wendehälsen" der Parteien genug, die schnell das Lager(Meinung) wechseln und ins andere Boot steigen. Nicht wahr Mister Gabriel??
"Chauvinismus" auf deutscher Seite - im Sinne der Worte des türkischen Ministerpräsidenten - das müssten Sie schon belegen.
Trotz aller Diskussionen - auf politischer Ebene bis zum Stammtischgeschwätz - die Bundesrepublik als Rechtsstaat, und hierauf kommt es an, vertritt eine sehr ausgewogene Haltung in der internationalen Politik, auch gegenüber der Türkei. Und sie vertritt, oder wüssten Sie da etwas Anderes, eine vom Menschenrecht und freundlicher Zuwendung bestimmte Politik gegenüber Ausländern. Das heisst nicht, dass auf individueller Ebene etwas schief laufen kann, ja selbst bis hin zu rassistischen Exzessen, aber, und ich betone es noch einmal, die deutsche Politik und Justiz verhalten sich bislang einwandfrei. Das kann von der türkischen Politik zum Beispiel nicht behauptet werden.
Auch das muss doch endlich einmal gesagt werden. Und insofern läuft Ihre Kritik ins Leere.
Natürlich ist das auch Ihr Land, ich würde niemals etwas anderes sagen oder denken!
Aber hier in der Region, in der ich lebe (nein, nicht Berlin und nicht Ruhrgebiet) sind es bedauerlicherweise keine Einzelfälle mehr. Und was ich beschreieben ahbe, weiß ich nicht von irgendwelchen Berichten oder Stammkneipen, sondern das waren einige ganz persönliche Erlebnisse.
Vielen Dank übrigens für den Faschisten! Wissen Sie, deshalb habe ich enge Kontakte zu Menschen aus vielen Nationen, deshalb habe ich mich mit vielen anderen dafür stark gemacht, daß hier eine Moschee gebaut werden konnte, die heute gerne von städtischer Seite als "Vorzeigemoschee" gilt. Deshalb habe ich mich auch, als - etwa ein halbes Jahr, nachdem unser Islamischer Kulturverein gemeinsam mit anderen die erste Integrationsvereinbarung überhaupt in dieser Republik unterschrieben hat - der Vorsitzende des Kulturvereines einen bekannten und vom Verfassungsschutz beobachteten Hassprediger eingeladen hat (er sagt, auf Wunsch der Jugend und weil er dem Bruder zeigen wollte, daß Integration auch funktionieren kann) in der zwangsläufig folgenden heftigen Diskussion und Verbalprügelei auf einer Veranstaltung im Islamischen Kulturzentrum öffentlich vor ihn gestellt, weil ich ihn über viele Jahre als integren Menschen kennen und schätzen gelernt habe ...
Ich rede mit den Menschen, mit denen ich lebe, und es ist mir völlig egal, ob sie rot, gelb, grün oder kariert sind, aber ich nehme mir schon das Recht, Dinge, die mir auffallen, auch zu benennen. Obwohl hier bei uns bespielsweise seit mehr als 40 Jahren Muslime leben, habe ich Anfang diesen Jahres hier zum ersten Mal eine Frau mit Burka gesehen ... und mittleweile waren es schon einige mehr ...
.
Nein - der Vergleich wäre ja auch schief, denn die ungebildeten Türken wollten ja damals unbedingt eines: arbeiten, Geld verdienen, ihr Leben machen. Und wenn schon in der Türkei - aber sie wollten was.
Diese 1. Genartion und auch Sie persönlich als 2. generation sind doch gar nicht das Problem.
Warum immer diese Solidarisierung mit den "türkischen Volksgenossen" ?
.
Sarrazin hebt ja insbesondere auf die 2. bis 4. Generation renitenter Migranten ab.
.
Und Deutschland hat mit Migrationsbewegungen historisch und aus jüngerer Vergangenheit eine riesige Erfahrung.
.
Da kann ich denn auch mit einem prima Beispiel dienen- meinem eigenen:
.
Mein Urgroßvater war eines von 14 Kindern. Hilfsarbeiter auf dem Bau.
Schlafbursche. Arbeitersiedlung.
Mein Großvater war gelernter Maurerpolier, eines von 7 Kindern. Arbeitersiedlung.
Mein Vater hat Maurer gelernt, Fachabi auf der Abendschule, Bauingenieur, eines von 3 Kindern. Vororthäuschen.
Ich bin Professor Dipl. Ing., eines von 4 Kindern. Großstadtbewohner.
.
Achja - mein Migrationshintergrund:
Meine Großeltern + Eltern sind "Vertriebene" aus Ostpreußen und Westpreußen.
Die standen 1947 im Rheinland (nach 2 Jahren Dänischer Flüchtlingslagern) und wurden als Pimmocken bezeichnet.
.
Nö - weder meine Eltern noch meine Schwestern noch ich haben uns renitent gegen das Umfeld gewendet. Im Gegenteil: ich bin überzeugter Rheinländer:
.
"Mer muss uch jönne könne...!"
.
Seien Sie mir nicht böse, aber das ist wirklich ein in weiten Teilen undifferenziertes, böswilliges Scheibenschiessen.
Deutschland ist - besonders nach zwei verlorenen Weltkriegen - schon gar nicht in der Lage, sich so zu verhalten, wie Sie hier schwarzmalen.
Ob Deutsche Türken oder andere Ausländer "ablehnen" oder nicht, das ist doch eine sehr individuelle Reaktion, die viele Hintergründe haben kann und keinesfalls immer rassistische. Vorurteile - ob berechtigt oder unberechtigt - werden sie in allen Völkern aller Zeiten finden.
Ob die Statistiken des Deutschen Bundesamtes oder anderer Bundesbehörden frisiert sind oder nicht, werden Sie wohl nicht beurteilen können. Ausser denen, die sie eventuell gefälscht haben könnten (Gott weiss, wozu so etwas nutze sein könnte), kann das keiner. Woher Sie den Mut zu einer solchen Behauptung finden und dann auch noch Unterstützung im Forum bekommen, verstehe ich nicht.
Stolz auf deutsche Kultur, Land und Verfassung zu sein? Muss ja nicht sein! Dankbar allerdings können die Deutschen sein. Die deutsche Kultur in all ihren Facetten gehört nun einmal zu den bedeutenden Kulturen der Menschheit. Diese Tatsache werden selbst Sie nicht bestreiten können. Deutschland als Land ist in seiner Vielfalt so schlecht nicht - es gibt schlechtere, und die demokratische und rechtsstaatliche Kultur, die sich Deutschland - das mag sich jetzt ironisch anhören, ist aber nicht so gemeint - in zwei Weltkriegen hart erkämpft hat und nun zu Recht verteidigt, steht mit jedem demokratischen Land auf Augenhöhe.
Ihr Bemühen, die Anliegen der Ausländer oder Immigranten in Deutschland zu verteidigen, in allen Ehren, aber nicht unter Verunglimpfung des deutschen Staates und seiner Bürger.
Das haben Sie.
Herzlich Willkommen in der Welt derjenigen, die sich an Recht & Gesetz halten & dies auch als Basis einer Gemeinschaft betrachten.
Das ist ziemlich einfach: Derjeniege ist schuld an einem Verbrechen/ einer Missetat, der das Verbrechen/ die Missetat begeht.
Hier brauchen Sie nicht sonderlich weit zurück gehen, Araber & Türken sind seit 1987 weit(!) überproportional häufig in Verebrechen verstrickt, das sagen die Statistiken der Länder und des Bundes. Das ist die Faktenlage, nicht mehr, nicht weniger.
Ja und? 1996 bin ich selbst nach Yokohama bestellt worden; glauben Sie allen Ernstes, ich hätte dort 11 Jahre leben können, wenn ich auf a) staatlichen Transferleistungen bestanden und b) die üblichen Landessitten mißachtet hätte?
Erneut: Und? Ich persönlich verstehe nicht im Geringsten, daß Sie selbst -- offenbar -- mangelnde Bildung als Entschuldigung dafür bemühen, den eigenen Nachwuchs der väterlichen/ mütterlichen Dummheit zu überlassen.
Ich glaube, exakt dies ist der springenden Punkt: Andere Kulturen halt... So geht das nicht. Wer hier leben will & die Rechte dieses Landes in Anspruch nimmt, der hat sich a) nicht nur zu integrieren, sondern auch b) die Pflichten anzunehmen -- genau daran hapert es bei Arabern & Türken.
Sicherlich werden Sie gelegentlich auch von Russen lesen, von Dänen, Franzosen, Polen & Italienern, die kriminelle Schmarotzer sind. Seit den 198xer Jahren allerdings sprechen alle Kriminalstatisktiken der Länder & des Bundes eine eindeutige Sprache: 3 von 5 Straftaten werden von Arabern/ Türken begangenen, davon sind 9 von 10 Empfänger von staatlichen Transferleistungen.
Verstehen Sie mich nicht falsch, ich selbst arbeite in einem internationalen Unternehmen, mein bester Freund seit Kindertagen heißt Güven, und meine Frau ist äthiopische Jüdin -- die schönste Frau der Welt übrigens :-). All' das jedoch entbindet weder die Nachfahren türkischer Analphabten von Ihrer Verpflichtung dieses Staates gegenüber, noch davon, mehr Grütze in die Birne zu bekommen, als "Babba" es schaffte. Von jedem hier Geborenen erwarte ich, loyal zu diesem Land zu sein. Wer das nicht gebacken bekommt: Da drüben ist die Tür -- dann allerdings ohne Zuckergebläse in den A.sch.
PS: Es gibt wenig in diesem Land was so verurteilungswürdig ist wie "doppelte Staatsangehörigkeit".
Deutsche wollen in die Schweiz?
Aus welcher Statistik o.ä. leiten Sie das ab?
Und wie kann für die CH das "Wollen" ein Problem sein - verstehe ich nicht, was Sie damit sagen wollen.
Die CH wird sich wohl kaum Menschen ins Land holen (oder "kommen" lassen), die sie aus ökonomischer Sicht nicht "gebrauchen" kann bzw. die lediglich ihre Sozialsysteme belasten würden.
Auf Bundesebene gibt es m.W. in der Schweiz vier Amtssprachen, nämlich Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch - also kaum anzunehmen, dass z.B. gerade Deutsche keine Begrüßung in der Landessprache aussprechen können.
Welche Einwanderer-Nation ist denn - bei dieser Vierfach-Auswahl - auch nach Jahren nicht in der Lage, eine den Landessprachen entsprechende Begrüßung hinzubekommen?
Dass es natürlich für jeden Deutschen, der im Ausland arbeiten soll oder möchte, attraktiver sein kann, in ein/das Nachbarland zu gehen, in dem auch Deutsch gesprochen wird (wie z.B. der CH + Österreich), versteht sich wohl von selbst.