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Insolventer Drogerie-Discounter: Schlecker-Mitarbeiter erfuhren Pleitenachricht aus d
Der Sparkurs hat nicht gereicht, die Drogeriekette Schlecker muss Insolvenz anmelden - mehr als 30.000 Arbeitsplätze sind jetzt in Gefahr. Die Mitarbeiter wurden laut Gewerkschaft Ver.di von der Pleitenachricht völlig überrumpelt. "Es sind Tränen geflossen."
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...810442,00.html
- #20 20.01.2012 16:39 von
Ach und die Waren, die Schlecker verkauft hat, werden jetzt nicht mehr gekauft?
Was für eine Scheinheiligkeit.
Marktfetischisten wie Sie verteidigen doch immer den freien Markt.
Und der hat nun mal entschieden, dass Verbraucher entweder Schlecker von seiner Aufstellung her als überflüssig empfinden oder aber wegen seiner Personalpolitik.
Wie auch immer, der Markt hat entschieden.
Denn wenn Schlecker wirklich so gut wäre, hätte Ver.di nix dran ändern können. - #21 20.01.2012 16:39 von
Überdimensioniert
In unserer Gegend eröffneten in den letzten 20 Jahren mehrere Schlecker-Filialen (unter Verwendung von Investitionssubventionen, versteht sich) und schlossen nach ein paar Jahren wieder. Das Schlecker-Filialnetz ist viel zu groß aufgebauscht worden. - Leider setzt dieses Wirtschaftssystem auf Konkurrenz bzw. Wettbewerb (in dem Falle zwischen dm, Schlecker, Rossmann, Ihr Platz) Besser wäre eine vernünftige Absprache mit Aufteilung des Marktes. Man sollte bedenken, dass bei weitem nicht jeder eine Auswahl wahrnehmen kann, das geht nur in größeren Städten.
- #22 20.01.2012 16:44 von
Vieleicht ist es für die Arbeiter sogar ein Vorteil, dass sie von der Insolvenz nichts wussten.
Vieleicht kann das ein Jurist mal aufdecken:
Darf ein Arbeiter noch Lohnzahlungen annehmen, ohne Rückforderungen fürchten zu müßen, wenn ihm die drohenden Insolvenz bekannt ist?
Ich glaube mich zu erinnern ich hätte vor etwa einem Jahr mal etwas in dieser Richtung gelesen.
Dirk - #23 20.01.2012 16:48 von
"Fachkräftemangel"
- #24 20.01.2012 16:50 von
Schlecker-Pleite
Zeigt sich hier die Macht der Verbraucher? Unternehmen, die sich unfair ihren Mitarbeitern gegenüber verhalten, müssen geächtet werden.
Es ist ein Zeichen sozialer Kälte, wenn Filialen geschlossen, Mitarbeiter entlassen, um anschließend zu schlechteren Bedingungen in der neuen Filiale nebenan oder auf der anderen Straßenseite, wieder eingestellt zu werden.
Ich wünsche den Schlecker-Erben und Managern, dass sie bald den Weg gehen müssen, den so viele ihrer Ex-Mitarbeiterinnen gehen mussten.
Wenn die Schleckerläden verschwinden, ist das kein großer Verlust.
Sollten einige Läden die Planinsolvenz überleben, werde ich dort nicht einkaufen, denn mein attraktivster, modernster, unkompliziertester und vertrauenswürdigster Qualitätsdrogeriemarkt, ist und bleibt dm, denn dort bin ich Mensch und dort kauf ich ein! - #25 20.01.2012 16:53 von
- #26 20.01.2012 16:54 von
Das finde ich gut!
Dort, wo ich gewohnt habe, gab es Rossmann, Kloppenburg (heute eins), Budnikowsky, und irgendwann kam auch noch Schlecker hinzu. Ich war mal in einem der Läden und fand sie ganz schön teuer. Dann las ich, wie mies Schlecker die eigenen Angestellten behandelt und bin nie wieder dagewesen. Ich weiß zwar nicht, wie es bei den anderen Oligopolisten ist, aber dass es Schlecker jetzt schlecht geht, finde ich gut.
- #27 20.01.2012 16:54 von
jaja
jaja! Die bösen Gewrkschaften! Sollen doch ihrer Meinung nach die Leute für Hungerlöhne und unter üblen Arbeitsbedingungen arbeiten, damit das Unternehmen wenigstens noch ein Plus macht, aber die Mitarbeiter verheitzt werden. Schlecker bekommt das was er mit seiner Art der Unternehmensführung verdient - die Mitarbeiter kommen hoffentlich besser davon! Ich denke mal ihr Name ist Programm!
- #28 20.01.2012 16:55 von
Soweit hätte es ja auch nicht kommen müssen!
Da hab´ich ja glatt ein schlechtes Gewissen, daß ich die Schlecker-Läden in den letzten Jahren so gut wie möglich boykottiert habe. So groß können doch die Umsatzeinbußen durch meine Abwesenheit nicht gewesen sein, oder etwa doch? Seltsam irgendwie, denn Schlecker war in Deutschland ja fast so eine Erfolgsgeschichte wie Aldi. Mir waren die meisten Schlecker-Läden aber immer unsympathisch und dies muss wohl einigen anderen Konsumenten auch so gegangen sein.
Es gibt zwar genug, wirklich gute Drogerieketten in Deutschland, aber für all die schlecht bezahlten und behandelten Schlecker-Angestellten, die ja nichts für das Mißmanagement können ist dieser Niedergang schon bitter und unverdient. - #29 20.01.2012 16:55 von
Die andere Sicht sei erlaubt:
Hochachtung vor der Familie Schlecker und den Mitarbeitern bei Schlecker, die seit Jahrzehnten zehntausenden von - oft ungelernten - Mitarbeitern also hundertausenden von Familienmitgliedern bei Mitarbeitern, Lieferanten, Produzenten "Brot" gegeben haben.
Es tut mir für alle Beteiligten leid, dass das Unternehmen mit den vielen klugen Köpfen vom Packer bis zum Chef den Richtungswechsel zu spät eingeschlagen hat. Auch ich gehe derzeit lieber zu DM als zu Schlecker.
Aber wie immer im Leben: Mal ist man Erster, mal ist man Letzter. Eine Planinsolvenz ist eine Chance für alle, neu durchzustarten und zusammen mit den Schlecker Kindern etwas Neues aufzubauen, dass Schiff wieder flottzumachen.
Und wenn aus dem Schlecker-Bashing bei Gewerkschaften und Medien noch ein Schlecker-Pushing wird, steigert das die Chancen wieder zu wachsen, also wieder mehr Arbeit geben zu können.
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