dapd besteht aus 26 Gesellschaften? Wozu das denn?
dapdSie wollte die Spitzenposition in Deutschland erobern - nun muss die dapd nachrichtenagentur GmbH Insolvenz anmelden. Die Schuld daran suchen die Eigentümer auch bei vermeintlich unlauteren Subventionen für die Konkurrenz. Die Mitarbeiter trifft der Schlag völlig überraschend.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-859267.html
dapd besteht aus 26 Gesellschaften? Wozu das denn?
... von dapd kann man unter anderem auch auf bildblog.de überprüfen.
http://www.bildblog.de/search/dapd/
Da ist die Insolvenz wirklich völlig unerklärlich. Oder so.
Wer die Herren Vorderwühlbecke und Löw kennt, wusste, dass das nur eine Frage der Zeit war. Da war viel heiße Luft im Spiel.
vielleicht gelingt es ja den kollegen der tagschicht, sich am rande auch fuer die belange mehrerer hundert freier dapd-mitarbeiter zu interessieren, die vielfach von jetzt auf gleich vor einem beruflichen wie rechnungstechnischen scherbenhaufen stehen duerften
Schade, schade....immer wenn ein Konkurrent in der Presselandschaft faellt, ist es ein Verlust, insbesondere wenn es eine Agentur ist.
Quasi-Monopolisten sind nicht gut fuer die Versorgung mit Nachrichten, weil die Politik gerne Einfluss ausueben will und die "Gutwilligkeit" mit Subventionen 'verguetet'....
International recherchierende Presseorgane in Deutschland, wie zum Beispiel BBC, gibt es nicht mehr. Zumeist werden Infos von den Grossen uebernommen, die politisch eingefaerbt sind und Zwecke verfolgen (z.B. Iran, Syrien etc.)
Ich war während des Lesens ziemlich lange verwirrt, ob die dapd das gleich Unternehmen wie dpa ist, evtl. aufgrund einer Umbenennung, was ja durch die zahlreichen erwähnten Übernahmen/Fusionen durchaus denkbar gewesen wäre. Ich habe erst später begriffen, dass ich dapd im Kopf fälschlicherweise als dpad gelesen hatte.
Aufgrund der Namensähnlichkeiten wäre es hilfreich gewesen, klarer darzustellen, dass nicht die sehr bekannte dpa insolvent ist, sondern jemand anderes (von dem ich bisher noch nicht gehört hatte).
Wenn die Insolvenz rechtzeitig angemeldet wird, haben die Angestellten keine Lohnausfälle. Widerlich daß man die halbe Belegschaft kostenlos arbeiten läßt. Dicke Hose, nichts drin.
Da lobe ich mir die unabhängigen Journalisten des alten Schlages, die sinngemäss auf die heutige Zeit übertragen gesagt hätten: "und wenn ich noch 30 Jahre jedes Jahr 10 Millionen Minus einbringen würde, wäre ich dennoch nicht bankerott und würde weiter machen". Solche Unabhängigkeit muss da sein. Wir leben davon. EIn Beispiel wäre der Kölner Stadtanzeiger. Solchen unabhängigen Journalismus würde ich mir wünschen, selbst recherschiert und selbst verantwortet!!! Die anderen Blätter schreiben meist die Vorlgaen ab. Wenn jetzt ddp wegfällt, woher dann? Aus Google?
Dahinter steckt die Umstrukturierung hin zu elektronischen Medien, die Zeitungen und andere Printmedien in deren abgehobener Hybris immer entbehrlicher machten. Weil offenbar wurde, dass die keinen eigenen Qualitätsjournalismus betreiben, sondern nur Nachrichten aus dem Ticker umformulieren. Falls überhaupt. Dann geht man doch per Internet selbst an den Ticker.
Das eigentliche Ärgernis ist aber, dass die Medien sich nicht mehr der Information der Bürger verpflichtet fühlen, sondern einer Manipulation im Sinne einer angenommenen "pc". Ich weise nur auf die Berichterstattung über Libyen hin. Und nun Syrien, die sogar nicht mehr über Presseagenturen lief, sondern über einen Stoffhändler aus London.