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Insolvente Drogeriekette: Tschechischer Finanzinvestor will Schlecker kaufen
DPADas Bieten um Schlecker geht in die heiße Phase. Fünf Interessenten streiten sich um die insolvente Drogeriekette. Doch nach SPIEGEL-Informationen gibt es bislang nur ein ernstzunehmendes Angebot. Der tschechisch-slowakische Finanzinvestor Penta will die verbliebenen 3000 Filialen retten.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...826160,00.html
- #1 06.04.2012 09:41 von
- #2 06.04.2012 10:11 von
Insolvente Drogeriekette...
So sieht es aus denn Merkel, Schäuble, Rösler & Co. incl. Lobby ermöglichen das erst und als Schmackerln gibt es Dumpinglöhne versteht sich und da ist es kein Wunder, wenn mit angeblichem Rückgang der Arbeitslosenzahlen geprahlt wird nur das eben diese aufstocken etc. müssen, sagen die feinen Damen und Herren natürlich nicht nach dem Motto, dass Volk schön dumm und am Boden halten ergo von einer Diktatur in die Andere.
- #3 06.04.2012 10:19 von
- #4 06.04.2012 10:29 von
Das soll wohl ein Witz sein. In der Tschechei und Slowakei hat Penta ein Renome von Korruption und Bestechung. Die Gründer der Investment Gruppe haben in Moskau an einer Schule für Geheimagenten studiert. Die Gruppe beschäftigt mehrere ehemalige hochrängige STB (Tschechosl. Stasi) Mitarbeiter. Ihre Arbeitsweise entspricht dem Hintergrund. Die Investment Gruppe kauft strategisch wichtige Unternehmen (Krankenhäuser, Energiewerke, Wasserwerke) von der Regierung ab (in Osteuropa hat während Sozialismus alles dem Staat gehört und wird allmählich privatisiert). Dazu bestechen Penta die Politiker und Beamte die für die Auswahl des Investors zuständig sind. Das geschieht oft auf ziemlich grobe Weise - z.Bsp. die Beamte gewinnt ein paar tausend Euro in der Lotterie.
In der Slowakei hat Penta sogar eine Bank die den politischen Parteien vor den Wahlkämpfen zu niedrigen Zinsen Geld leiht. Das ist noch die bessere Variante. Über die meisten Anzahlungen an die Politiker erfährt man nichts. Als Gegenleistung für die 'gestifteten' Gelder erhält Penta politischen Einfluss über ganze Ministerien. Zum Beispiel, die neue Gesundheitsministerin in Slowakei ist ehemalige Managerin einer von Penta gegründeten und geführten Krankenkasse (Dovera).
Penta und andere Investment Gruppen kann man in der Slowakei als eine Schattenregierung betrachten - wobei der Penta es grundsätzlich egal ist wer regiert, sie haben fast alle Parteien unter dem Hut.
Penta hat versucht sich auch in Polen auszubreiten. Da wurden sie wortwortlich mit einer Anklage wegen Bestechung rausgeschmissen.
Für die, die es interessiert, googlet einfach "penta gorila corruption"
Tom Nicholson's blog hat auch viele Hintergrundinfos auch im Englisch:
Blog - Tom Nicholson (blog.sme.sk)
(Ich glaube hier wäre es auch für die Reporter und Journalisten interessant den Hintergrund von Penta nachzuhaken.)
Als Faustregel gilt, keine Geschäfte mit Penta!! - #5 06.04.2012 10:32 von
- #6 06.04.2012 10:41 von
Ich verstehe das nicht....
"Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied", heisst es doch so schön. Aber Methode hat ein Deutschland nur eines: Meckern über Politik, Einkommen und Einfluss, anstatt den Hintern hoch zu bekommen und was aktiv dagegen zu tun!
Dann stellt man nämlich schnell fest: Deutschland kann alles! - #7 06.04.2012 10:42 von
Ihr habt ja recht, Leute, ....
Ein paar Billiönchen an Cash und Garantien ins Ausland schieben, da ist uns kein Grieche zu fern, kein Portugiese zu weit weg und auch Irland stört uns da nicht, als hin mit der Kohle.
Wenn dann nun aber 11.000 arme Damen bei Schlecker mit ihren teilweise Dumpinglöhnen gerettet werden müssten, um die Arbeitsplätze zu erhalten, dann ist für diese fernen Damen kein Geld da.
Gut, kleinere Insolvenzen gehen die Angestellten auch leer aus, das ist richtig, aber dann gehen nicht gerade 11.000 auf einmal baden.
Ich bin immer froh über die offiziell 2 Billionen € Staatsschulden, inoffiziell sind es geschätzt 5 Billionen €, ist ja nicht so viel, sind nur
1000 Millionen Euro x Fünftausend, geht ja noch.
Da kann man natürlich keine Bürgeschaften der Länder über die riesige Summe von 70 Millionen € verlangen, das geht doch nicht. - #8 06.04.2012 10:58 von
Penta ist ja kein Unbekannter...
Dieser besonders honorige Verein ehemaliger tschechischer Privatisierungsgewinner wollte vor wenigen Wochen in Österreich einen Industriekonzern übernehmen. Ein Glück, dass es nicht geklappt hat...
Bieterkampf: A-Tec: Penta klagt wegen Annahme des Contor-Angebots « INDUSTRIEMAGAZIN - Das Magazin für Ihren unternehmerischen Erfolg - #9 06.04.2012 10:59 von
Was soll denn das nationalistische Getue. Der deutsche Kaufmann Schlecker war ja nicht gerade dafür bekannt, ein guter Arbeitgeber zu sein, das zum Thema Schundlohn. Der Laden ist pleite, man kann ihn daher abwickeln, oder man findet jemanden der bereit ist viel Geld hinein zu stecken. Ausschlachten kann den den Laden nicht, da ist nichts vorhanden, was wirklich Wert hätte, außer eine Infrastruktur und eine Belgschaft, um weiter zu machen.
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