dapdFragwürdiges Angebot oder besser als nichts? Die insolvente Drogeriekette Schlecker hat zwei gekündigten Mitarbeitern 500 Euro Abfindung angeboten. "Im Ergebnis ist das nichts", sagt der Anwalt einer Klägerin. Die Angestellten haben nun zwei Wochen Zeit, sich zu entscheiden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...829910,00.html
Zitat Alice:
" Verdi hat Schlecker in die Pleite getrieben
Ich erinnere mich an die Verdi Aktion "rote Karte für Schlecker". Mit anderen Worten bedeutet das: Leute kauft doch woanders ein. Jetzt soll Verdi sich doch auch mal finanziell um die Betroffenen kümmern, anstatt mit grosser Klappe die anderen in die Scheiße zu reiten"
Da scheint Ihre Erinnerung zu trügen,die Aktion hieß "Rote Karte für Anton Schlecker",dabei ging es darum,besagte Karte mit Forderung nach Übername usw.an das Ehepaar Schlecker zu senden.Es ging nicht um einen Aufruf zum Boykott.So dumm ist selbst Verdi nicht.
Tja, so ist das im schönen Kapitalismus, wo laut FDP die Freiheit herrscht und jeder frei wählen kann, ob er 500,00 Euro haben will oder gar nichts. Abgesehen davon sind erzwungene Abfindungen natürlich Teufelswerk. Anders nur, wenn es sich um vereinbarte Managerabfindungen in 6- oder 7stelliger Höhe handelt, die gerne auch für das Fahren eines Karrens an die Wand gezahlt werden. Dann ist es natürlich etwas anderes.
Ich hoffe, das der Betriebsrat und Verdi genügend Stehvermögen haben.
Anfang der Neunziger gab es nach harten Verhandlungen dank Betriebsrat und Gewerkschaft, für uns pro Jahr Betriebszugehörigkeit ein halbes Gehalt und noch etwas extra.
Die Arbeitgeberseite wollte sterben und gab den Verzweifelten.
Als alles unterschrieben war sagten der Verhandlungsführer, das der Arbeitgeber happy sei so gut aus der Sache herauszukommen.
Er hätte einen noch um 25% höheren Spielraum gehabt, wir waren zu schnell zufrieden. Darum Kopf hoch und Härte zeigen!!!!
Wow, Wahnsinn. 500 Euronen! Die zwei Wochen brauchen die Angestellten sicher auch, um erstmal nachzudenken, was sie mit dem ganzen Geld überhaupt machen sollen.
Wie wäre es, wenn ein unabhängiger Sachverständiger berechnet, in welcher Höhe den Angestellten Abfindung aufgrund von Beschäftigungsdauer, Grundgehalt, Kündigungsfrist etc. zustehen würde?
Dieser Betrag kann der Familie Schlecker dann vom Privatvermögen abgezogen werden. Der Patriarch ist schliesslich schuld an diesem Debakel, nicht die Angestellten.
Wenn das Vermögen dabei draufgeht - das ist dann eben das unternehmerische Risiko, das die FDP in ihren pseudoplanwirtschaftlichen Heldenstories besingt. Es könnte sonst der Eindruck entstehen, dass es ab einem gewissen Vermögen kein solches Risiko mehr gibt, und der Steuerzahler als Vollkasko für jeden Vollpfosten, der sich für einen Unternehmer hält, geradesteht.
na na pervers ist was anderes, z. B. wenn ich den Damen meiner Schleckerfiliale ein gutes Zeugnis ausstellen würde. Sorry - aber ich würde es so verbrämen, dass jeder Arbeitgeber die Finger davon lassen würde, denn "meine" Damen haben einem das Einkaufen bereits vor der Pleite vergällt.