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Insolvente Drogeriekette: Familie Schlecker fällt weich

dapdTausenden Schlecker-Mitarbeitern droht nach der Pleite die Arbeitslosigkeit, einer muss sich keine Sorgen um seine finanzielle Zukunft machen: Unternehmensgründer Anton Schlecker. Seiner Familie bleiben nach Informationen des manager magazin rund 70.000 Euro im Monat.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...823009,00.html
  1. #260

    Mich beruhigt der Tenor hier!

    Klar - wenn Schlecker Pleite ist, soll der Chef auch nix mehr haben. Geht ja nicht an. Ich hoffe nur, auch alle Schlecker-Mitarbeiter(innen) geben proportional 99% Ihres Vermögens ab. Kommen Sie mir nicht mit "die haben nix" - aus der Perspektive eines Obdachlosen sind viele richtig vermögend.

    Und alle SPON-Foristen werden natürlich, falls ihr Arbeitgeber mal Pleite geht und der Chef das Vermögen verliert, ihr eigenes Vermögen solidarisch opfern. Man sitzt ja in einem Boot. Oder doch nur Einbahnstraße?
  2. #261

    111

    Zitat von sp-onlooker Beitrag anzeigen
    (1) Ja, habe ich: Die schon erwähnte Kollegin sagte einen Tag später, man sei ganz froh über die Nichtexistenz eines Telefons, weil sonst ständig Leute anriefen und fragten "Haben Sie dies ... haben sie das ...?"
    (2) Sie belieben zu scherzen, oder? Dieses Forum ist schließlich kein Pranger!
    Die Telefonnummer der Filialen sind auch nicht so leicht zu bekommen.
    Da kann kein "normaler" Mensch anrufen.
    Vesrtehen Sie aber nicht.

    Was erzählen Sie hier eigentlich, so war das vor 38 Jahren, aber nicht heute.
  3. #262

    Halt Liberalkonservatismus

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Dass die einen 70.000€ bekommen (trotz Totalpleite) und die anderen nichtmal mehr 1000€ IST das wahre Problem in unserem Staat, auf unserer Welt.

    Hat mit Neid nebenbei einen Dreck zu tun. Neid würde bedeuten, man will auch 70.000€ haben. Die Vernunft, derart perverse Unterschiede zu bemängeln und darauf hinzuweisen, dass z.B. diese 70.000€ auf Kosten andere Menschen "verdient" wurden, Neid zu nennen, ist ein Vorantreiben der Zersetzung dieses Staates.
    Ich gebe Ihnen völlig Recht! Aber so funktioniert diese angelsächsische liberalkonservatismus auch Thacherismus genannt. Diese Ideologie hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun und befördert die Finanzdiktatur der Superreichen, die anscheinend Übergötter sind.
  4. #263

    In einem haben Sie recht

    Zitat von simonb. Beitrag anzeigen
    die ganze polemische Parolen und der Mangel an Respekt für Unternehmer.
    Immer wird mit Harz4 Sätze und Verdienst der Schlecker Frauen verglichen.

    Mir tun sie auch Leid aber könnten die roten Kamaraden vielleicht einfach einsehen, dass sie erst dank eines Unternehmer einen Job hatten.
    Ja, sie arbeiteten.......
    Ihre Bewertung "Unerträglich" trifft den Nagel auf den Kopf.
    Allerdings in Bezug auf ihren Beitrag.

    Man liest ja hier in SPON manchmal hanebüchenen Unsinn, aber in so komprimierter Form ist das wirklich ein hervorzuhebender Meilenstein an Weltfremdheit, Voreingenommenheit, oder kurz, an Dämlichkeit.

    Ein kleiner Tipp zum Abschluss:Wenn Sie mit dem Begriff "Ironie" nichts anfangen können, dann lassen Sie's einfach.
  5. #264

    Zitat von CyberDyne Beitrag anzeigen
    Na rechnen wir doch einfach mal nach! Die Unbekannte Größe ist also Zahl der in der Familie Schlecker befindlichen Personen, die mit dem kläglichen Salär von 70.000 Eu/ Monat zurecht kommen müssen.

    Um die Rechnung zu vereinfachen setzen wir einen monatlichen Bedarf von 1.000 Eu/ Familienmitglied an. Vielen Mitarbeitern der insolventen Drogeriekette Schlecker droht Harz IV, da sind 1.000 Eu glaube ich ein guter Wert.

    Demnach hat die Familie Schlecker 70.000 Personen zu versorgen.
    LOL, 70.000 durch 1.000 ergibt bei ihnen 70.000! Sie sollten Mathematik Professor werden....
  6. #265

    Zitat von sp-onlooker Beitrag anzeigen
    (1) Ja, habe ich: Die schon erwähnte Kollegin sagte einen Tag später, man sei ganz froh über die Nichtexistenz eines Telefons, weil sonst ständig Leute anriefen und fragten
    (
    Ich habe eben mit meiner Bekannten gesprochen, die bestätigte mir, dass bei Schlecker es früher unüblich gewesen sei, dass ein Telefonanschluss zur Filialausstattung gehörte. Heute hätte jede Filiale ein teilfreigeschaltetes Telefon, das auch notruftauglich sei! Auch das mit den Ladendiebstählen hätte sich anders geregelt.
  7. #266

    Zitat von WolfHai Beitrag anzeigen
    €70.000 im Monat sind etwa €850.000 im Jahr, das entspricht einem Vermögen von vielleicht €30 bis 70 Millionen - sagen wir €50 Millionen. Das Schlecker-Vermögen vorher war auf ca. €2 Mrd. geschätzt. Dann wären von dem Vermögen noch ca. 2,5% übrig. Das ist nicht nichts, aber dass die Famile nun ungeschoren davon kommt, kann man auch nicht sagen.
    Guter Beitrag.
  8. #267

    ohne

    Zitat von willydilly Beitrag anzeigen
    Es ist im Grunde genommen der Vergleich Chirurg gegen Arzthelferin. Warum nur soll der Chirurg mehr bekommen als 5 Arzthelferinnen?
    Meine Antwort dazu:
    Wenn die 5 Arzthelferinnen das gleiche leisten können wie ein......
    Nicht jeder leistet das gleiche, und nicht jeder soll gleich gut entlohnt werden. Doch darum geht es nicht. Ein Chirurg kann seine Arbeit nicht leisten ohne die fünf Arzthelferinnen, so sieht das aus. Mit anderen Worten, unsere Gesellschaft lebt davon, dass jeder etwas anderes tut, das was er gut kann, wir sind alle aufeinander angewiesen. Wenn die Arbeit der minder Qualifizierten wegfiele, würden sich mancher nämlich die Augen reiben. Deshalb: Nicht gleicher Lohn für alle, aber Gerechtigkeit insofern, dass der "Bessere" einsieht und akzeptiert, dass er ohne "die da unten'" am Ende auch nicht das wäre, was er geworden ist.
  9. #268

    Zitat von hdudeck Beitrag anzeigen
    ,,,denn wenn Schlecker mit seinem ganzen Vermoegen haften wuerde, wuerden keine 70.000 Euro im Monat uebrig bleiben. Auch hat er, wie ein Forist schreibt, niemand ein Auskommen bezahlt, da die Gehaelter immer am unterem Bereich lagen und eben nicht fuers Auskommen gereicht haben. Der Mann und seine Familie haben ihre Angstellten ausgebeutet, ein schoenes Leben gehabt und das wird auch so bleiben. Die Maer vom armen Unternehmer, der mit seinem "privaten" Vermoegen haftet ist eben eine Maer.
    So langsam kann ich das mit der vorgeblichen Ausbeutung nicht mehr hören. Soweit mir bekannt ist, wurden bei Schlecker keine Zwangsarbeiter beschäftigt. Jeder bei Schlecker tätige Mitarbeiter hatte stets das Recht zu kündigen, ist demnach nicht gezwungen worden zu unerhörten Konditionen dort tätig zu sein.
  10. #269

    Zitat von blauer_engel Beitrag anzeigen
    ...ich bejubele niemand. Ich gehöre auch nicht zu einer "Pro-Anton-Schlecker-Franktion". Es geht mir darum, dass ein Unternehmer in Deutschland in der Lage sein muss, ein Unternehmer zu sein. Die Eröffnung eines Unternehmens ist für mich ein normaler Vorgang, die Schließung allerdings auch. Das haben wir die letzten Jahrzehnte zig Mal gesehen (Grundig, AEG, etc) Das Risiko trägt letztlich Herr Schlecker als Unternehmer. Wie schon gesagt, finde ich die Methoden in Schlecker Filialen auch nicht gut, aber was hat denn das mit dem Einkommen von Familie Schlecker zu tun? Heißt das für Sie, dass über den gesetzlichen Rahmen des Insolvenzrechts hinaus eine Enteignung der Familie Schlecker oder eine Kürzung der Einkommens der gesamten Familie stattfinden sollte (nach dem Motto: wenn der kopf rollt, sind wir zufrieden)? Was meinen Sie denn bloß mit Schneeballsystem? Es hat sich hier eine Wut aufgebaut, die einer für mich zu einfachen Argumentationskette folgt, die ich eher in der BILD-Zeitung erwarten würde.
    Ich rege mich nicht über die 70.000 Euro auf, die Schlecker und seiner Familie zustehen sollen. Zumal ich diesen Betrag nicht nachprüfen kann und die Wahrscheinlichkeit recht hoch ist, dass ein gewiefter Rechner wie AS den ein oder anderen Euro im Ausland investiert oder deponiert hat.

    Schneeballsystem - ganz einfach. Schlecker hat sich set Jahren nur aus der eigenen Expansion heraus finanziert. Über pures Wachstum und Größe wurden Großhändler zu Rabatten genötigt (das machen andere natürlich auch), aber aufgrund der Firmenstruktur war es keiner Bank und keinen Händler möglich, die Liquidität von Schlecker zu beurteilen. Sie haben diesem Mann Waren und Geld gegeben und zwar im Glauben, das ständig wachsende Imperium würde ständig Gewinne abwerfen. Alte Kredite und Lieferungen wurden bedient und wie es scheint, reichte Schleckers Leumund über viele defizitäte Jahre aus.

    Seine Familie sollte und kann nicht enteignet werden, aber staatliche Hilfen über eine Auffanggesellschaft wäre der falsche Weg, da Schlecker an vielen Standorten nicht wettbewerbsfähig ist. Vom Image der Läden mal komplett abgesehen, hier wäre meiner Einschätzung nach ein kompletter Neuanfang der einzige Weg, möglichst viele Beschäftigte in Lohn und Brot zu halten.








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