dapdTausenden Schlecker-Mitarbeitern droht nach der Pleite die Arbeitslosigkeit, einer muss sich keine Sorgen um seine finanzielle Zukunft machen: Unternehmensgründer Anton Schlecker. Seiner Familie bleiben nach Informationen des manager magazin rund 70.000 Euro im Monat.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...823009,00.html
€70.000 im Monat sind etwa €850.000 im Jahr, das entspricht einem Vermögen von vielleicht €30 bis 70 Millionen - sagen wir €50 Millionen. Das Schlecker-Vermögen vorher war auf ca. €2 Mrd. geschätzt. Dann wären von dem Vermögen noch ca. 2,5% übrig. Das ist nicht nichts, aber dass die Famile nun ungeschoren davon kommt, kann man auch nicht sagen.
(1) Ja, habe ich: Die schon erwähnte Kollegin sagte einen Tag später, man sei ganz froh über die Nichtexistenz eines Telefons, weil sonst ständig Leute anriefen und fragten "Haben Sie dies ... haben sie das ...?"
(2) Sie belieben zu scherzen, oder? Dieses Forum ist schließlich kein Pranger!
1. Er hat gar kein höheres Einkommen, sondern haftet vollständig.
2. Anton Schlecker wird keiner Transfergesellschaft zugeführt und sitzt somit auch "auf der Straße" (i.S.v. hat nicht per-se einen neuen Job)
3. A. Schlecker trägt das Risiko des Vermögens-, die Angestellten das des Jobverlusts. Welches von beiden existenzieller ist, hängt von den jeweiligen Umständen ab. So gibt es für die Mitarbeiter die einen neuen Job finden keine Nachwirkungen, für seine Insolvenz aber schon.
das waren solche "jobs" noch nie. aber löhne, die von der allgemeinheit auf ein minimalmaß gebracht werden müssen, sind meiner meinung nach sittenwidrig.
es gab aber mal zeiten, da wurden auch die einfachen arbeiten so bezahlt, daß man am ende des monats nicht zum amt rennen musste.
dröselt man das auf DM-zeiten zurück - glauben sie ernsthaft, man hätte die leute für knapp 800DM monatlich vollzeit arbeiten lassen können, ohne daß es in deutschland stunk gegeben hätte?
aber jetzt, wo wir als arbeitnehmer alle im "globalen" wettbewerb stehen, sollen wir alle zu niedriglöhnen arbeiten. dumm nur, daß weder die vermieter, noch die energie- oder wasserversorger dafür auch die passenden niedrigtarife anbieten.
und dem staat entstehend ein doppeltes minus. einmal, weil er aufgrund des "größten niedriglohnsektors in europa" (o-ton schröder auf dem weltwirtschaftsgipfel 2005 in davos) weniger steuereinnahmen für den staat hereinkommen, dafür darf er aber aus dem sinkenden steueraufkommen für immer mehr arbeitnehmer den lohn aufstocken.
daß sich das finanzminister von den unternehmen (die teilweise auch kaum noch steuern zahlen) bieten lassen, lässt schon tief blicken.
und ich glaube kaum, daß REWE, dm, rossmann oder andere läden dann hier "dichtmachen" würden, weil in china die löhne noch preiswerter sind.
Auch wenn Sie Sich jetzt als Held fühlen, es ist nichtsdestotrotz falsch.
Zum Einen habe die nicht gesagt das sie nichts mehr haben (sie haben gesagt: "...kein signifikantes Vermögen..."), zum Anderen haben die sich wahrscheinlich auf die Personen bezogen die auch haften. Nicht das es wichtig wäre was Sie genau der Presse erzählt haben, pure Semantik. Wichtig ist ob Sie gegen das Gesetz verstoßen haben, alles andere ist nur für einen zünftigen Diskussionsabend von Belang.
Was Würden Sie tun wenn Ihre Fa. pleite gehen würde?
Ich weiß was Sie tun würden!
1. Sie würden kein Vermögen auf Ihre Familie übertragen (nur für den Fall der Fälle)
2. Und Sie würden dieses Vermögen freiwillig in die Konkursmasse einbringen. Alles!
3. So das Ihnen und Ihrer Familie nur das Einkommen unter der Pfändungsgrenze bleibt.
Mann, neben Ihnen würde sogar eines dieser Indischen Bettelmönche noch als Gierhals durch gehen.
Na kommen Sie, erzählen Sie mir nichts vom Pferd, keiner würde sowas machen.
Soviel Selbstgerechtigkeit macht mich nur noch müde.
Er hat eine Firma aufgebaut, hat 10-Tausenden von Menschen Arbeit und Brot gegeben, jetzt die Firma Pleite, das passiert täglich tausend mal hier in Europa und mehr als 10000 mal im Jahr allein in Europa. Das ist normal. Hätte er eine AG gegründet so könnte er jetzt nicht mal persönlich gepfändet werden und auch wenn Milliarden hätte könne ihm keiner etwas davon nehmen.
Die Frage ist doch hier, hat er betrogen und seine Firma in den Bankrott getrieben?
Hat er seine Firma gesetzwidrig Dekapitaliziert?
Hat er Vermögenswerte der Fa. gestohlen?
War es ihm bewusst das die Fa. Pleite geht und hat er illegal Vermögenswerte auf die Familie übertragen?
Wenn nicht, dann tut er das was jeder tun würde. Sollte er gegen das Gesetz verstoßen haben, so muss der Schaden beglichen und er bestraft werden.
Alles andere hört sich am Stammtisch gut an, ist aber völlig unerheblich. Mit guten Grund werden solche Sachen vor Gericht verhandelt und nicht am Stammtisch oder gar im SPON.
Oder aus einer Festbroschüre des Einzelhandelsverbandes?
Wen wollen Sie damit veralbern?
Das erste Unternehmensziel, auch bei Schlecker, ist und war es , Gewinne zu erzielen.
Was hier offensichtlich strittig ist, sind die Methoden, die bei Schlecker dazu angewandt wurden.
Ich glaube nicht, dass dieses von ihnen gezeichnete rosarote Bild eines Unternehmens, der zum Wohle der Gesellschaft (welcher?) und der Mitarbeiter unermüdlich tätig ist, auch nur annähernd hier den Realitäten entspricht.
Verhöhnt muss man sich fühlen, wenn Sie bei Herrn Schlecker existenzbedrohende Riskiken unterstellen. Erstens, müsste er dann ein selten dämlicher Kaufmann gewesen sein, wenn er für diesen Fall nicht vorgesorgt hätte (was wohl nicht der Fall ist, bei monatlich 70.000 Euro). Zweitens, die einzigen bedrohten Existenzen hier, wie generell in solchen Fällen, sind die der Mitarbeiter.
Aber vielleicht kennen Sie da jemand , der sich durch die von Herrn Schlecker gebotenen Möglichkeiten, sich beruflich und privat zu "entfalten", ein ähnlich hohes Einkommen gesichert hat?
Das trifft bestimmt für viele Unternehmensgründer zu. Anton Schlecker gehört nach meinen Informationen aber genau NICHT zu der Sorte Manager, die sich einer gesellschaftlichen Verantwortung stellen.
Es ist doch gar nicht lange her, dass Meldungen über die fiesen Praktiken (vorwiegend zum Zwecke des Lohndumpings) bei Schlecker die Runde machten.
Obwohl ich Ihnen im Grundsatz zustimme, hällt sich meine Sympathie und Achtung vor diesem Mann doch sehr in Grenzen - und das hat mit dem Scheitern gar nichts zu tun.