Forum


 

Insektensterben: Rätselhafter Bienentod alarmiert EU

Bienen bestäuben Blüten - sie sichern der Landwirtschaft gute Erträge. Doch die Insekten*sterben in großer Zahl, Forscher stehen vor einem Rätsel. Mit einem Notprogramm will die EU dem Massentod auf die Spur kommen. Doch bereits jetzt drohen hohe wirtschaftliche Verluste.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...741260,00.html
  1. #80

    GVO Debatte

    Zitat von s_f Beitrag anzeigen
    Bei der geschlechtlichen Kreuzung 2er Arten oder Sorten ist es Zufall wie sich die elterlichen Chromosomen aufteilen. D.h. man bekommt eben auch eine neue Mischung, die es so evtl noch nie so gab und deren Eigenschaften dementsprechend nicht vorhersehbar sind (transgenen organismen wird ja eben auch genau dies vorgeworfen).
    (...)
    Ich habe da letztens einen schönen Vortrag von einem emeritierten Prof des Max-Planck-Instituts für Pflanzenzüchtung gehört.

    Der hat auch darauf hingewiesen dass es vom wissenschaftlichen Standpunkt eben keine Unterschied macht ob ein Gen künstlich eingesetzt wird oder durch Kreuzung.
    Warum auch? Ist dem Genom egal.
    Deshalb ergeben sich für neue Züchtungen aber die selben Probleme wie für transgene Pflanzen, das wird aber eben von der Gesellschaft nicht so wahrgenommen.
    Gibt dafür auch keine Richtlinien.

    Dann muss man halt sachlich beurteilen ob es besser ist eine Pflanze künstlich mit einem Insektizid zu 'bestücken' oder statt dessen massenhaft Spritzmittel auf die Felder zu geben, was ökologisch evtl mehr Auswirkungen hat. (...)
  2. #81

    GVO Debatte

    Zitat von s_f Beitrag anzeigen
    Bei der geschlechtlichen Kreuzung 2er Arten oder Sorten ist es Zufall wie sich die elterlichen Chromosomen aufteilen. D.h. man bekommt eben auch eine neue Mischung, die es so evtl noch nie so gab und deren ........
    Ich gebe ihnen Recht, dass bestimmte Verfahren der Genmanipulation nach diesem Prinzip funktionieren, d.h. sie schalten bestimmte Gene der Nutzpfanze "ein" oder "aus" um dadurch eine "positive" Veränderung des Phänotypes hervorzufrufen (größerer Fruchtkörper, Farbe der Frucht etc.). In geweissem Maße können so auch Resitenzen erzeugt werden. Dies unterscheidet sich kaum von der Züchtung.
    Anders ist es, wenn artfremde DNA in eine Pflanze eingetragen wird. Dies findet auf natürlichem Wege (so gut wie) nie statt. Besonders extrem ist dies, wenn es sich bei der eingeschleusten DNA nicht nur um artfremde handelt, sondern diese sogar von einer ganz anderen Spezies ist (Bakterien).
    Solche Gene können nicht isoliert eigetragen werden, d.h. es werden immer große DNA-Abschnitte in die Pflanzen Zelle eingeschossen. Desweiteren kann nicht aktiv bestimmt werden, wo sich die Bakterien-DNA in die Pflanzen-DNA einbaut. Es ist also unbekannt, ob a) noch mehr Gene des Bakteriums abgelesen werden, als eigentlich gewollt, b) durch den Einsatz der Gene bestimmte Abschnitte der Pflanzen-DNA deaktiviert oder zersört wurden und c) welchen Einfluss die fremd DNA auf das komplexe Zusammenspiel der Gene hat.

    Desweiteren muss ich ihrer Aussage widersprechen, man würde entweder eine Pflanze mit einem "Insektizid bestücken" oder Spritzen müssen.
    Das gängige Verfahren bei GVO-Pflanzen ist es nicht, eine Pflanze so zu manipuliernen, dass sie Insektizide in sich trägt oder produziert.
    Beispiel Soja: Hier wird in die Pflanzen-DNA ein Abschnitt einer Bakterien-DNA eingesetzt, welches die Pflanze selber resitent gegen Pestizide macht(bzw. gegen ein Pestizid). Die Felder werden jetzt besprüht und alle Pflanzen, die keine Resitenz aufweisen sterben (u.a. auch das Unkraut). Ein Verfahren geschaffen für Monokulturen.
    Dieses Verfahren wird meist bei Soja und Mais eigesetzt aber auch viel bei Getreide.
    Das verbreitetste Pestizid beispielsweise ist seit 1980 "Roundup" von Monsanto. Die verbreitetste Sojapflanze inzwischen die "Roundup-Ready-Sojabohnen" (ebenfalls Monsanto). Diese Pflanze wurde also so manipuliert, dass sie auf einem Feld als einzige das Pestizid (oder auch Pflanzenvernichtungsmittel) überlebt.

    für grundlegende Informationen bspw.: http://umweltinstitut.org/gentechnik...os_02-756.html

    Mit besten Grüßen
  3. #82

    Bienentod

    Zitat von Shivananda Beitrag anzeigen
    Ein Schritt in Richtung Pollenvielfalt wäre, dass in ganz Deutschland blühende Streifen an Feldern Pflicht würden.

    Ein Elend ist auch, dass neben Straßen extrem breite Streifen regelgmäßig abgemäht werden. Viel Lebensraum bleibt unseren Insekten wirklich nicht mehr. .
    Blühende Strassenränder sind der sichere Bienentod!
    Bienen kennen (noch) keine Autos. Nach dem Blütenbesuch am Strassenrand fliegen sie auf kürzestem Wege und in geringer Höhe über die Strasse in den Stock, klatschen aber vorher auf vorbeifahrende Autos. Die Verluste sind höher als der Nutzen der zusätzlichen Nektar- od. Pollenquelle.

    Blühstreifen an Feldern wären da schon hilfreicher. Allerdings erfordert es schon jetzt hohe Überredungskünste, Landwirte davon abzubringen die Wiesen tagsüber zu mähen.

    Tagsüber, halten sich Millionen von Bienen auf blühenden Wiesen auf und werden erbarmungslos im Mähwerk geschreddert.

    Bizarr ist an der Sachlage, daß die Landwirte zwar vom Bienenflug enorm profitieren, aber wenig Ahnung haben wie man diese schützt.
  4. #83

    Für ein titelfreies SpOn-Forum.

    Zitat von ibramaru Beitrag anzeigen
    Die Bienen sind als Bestäuber anderen Insekten vielfach überlegen. Als staatenbildende Lebensform sind sie, wie kann es anders sein, hochgradig organisiert und arbeiten mit System: Wenn sie Pollen einsammeln, dann trägt jedes Insekt immer nur eine Pollensorte einer einzigen Pflanzenart in den Stock! Im Stock und in den Waben ergibt sich dann allerdings ein farbenfrohes Pollenmosaik. Ausser bei Monokulturen! Hier ist die Wabe einfarbig. Entweder gelb (Raps), orange (Kürbis), violett (Phacelia), usw.
    Auf einer artenreichen Wiese sind jeweils Bienengruppen unterwegs. Jede Gruppe sammelt auf diesem Flug nur eine Sorte Pollen................

    Erzählen Sie das Bitte nicht meinen Bienen!
    Ein Nachbar ist Hobbybienenzüchter, kommt aber Kasachstan, wo er das Beruflich machte. Er behauptet zweierlei:

    Erstens, würden die Bienen zuviel mit Zucker gefüttert.

    Zweitens, würde es zu wenig Blumen und Pflanzen auf dem Land geben. Die Bienen hätten n den Städten ein größeres Nahrungsangebot, als auf dem Land.

    Hinzu käme, dass es eine große Anzahl von Bienen Unterarten gäbe, zum Teil winzige Tiere, die durch Spritzmittel vernichtet würden.

    Das klingt für mich logisch, aber ich muss zugeben, das ich keine Ahnung habe;o).

    MfG. Rainer
  5. #84

    @ Rainer

    Die Bieneninstitute in DE füttern Bienenvölker zu Forschungszwecken seit Jahren nach der letzten Honigentnahme mit dickflüssigem Zuckerwasser. Es treten keine futterbedingten Verluste od. Krankheiten auf.

    Unmittelbare Verluste traten nach Behandlungsfehlern gegen Varroamilben und auch durch Pestizide auf.

    Der transgene GVO-Maispollen mit dem Giftgen des bacillus thuringiensis wird als Ursache für die Schwächung des Immunsystems der Bienen näher untersucht.

    In den USA ist transgener Pollen fast jeder Agrarpflanze, in allen Bundesstaaten `on the air´ und gerade in USA sind die Bienenverluste am höchsten.

    Innerhalb einer Bienenrasse entstehen u.U. kleinere Individuen, wenn alte Waben nicht aussortiert werden, die Zellen verengen mit jeder Generation und schränken das Brutwachstum ein. Diese Bienen sind dann entsprechend klein u. schwach.

    Ja, in den Städten ist das Nektar- und Pollenangebot das ganze Jahr über hervorragend. Verkehrte Welt!
    Ich hätte allerdings ein ungutes Gefühl, wenn meine Bienen in einer Smogwolke fliegen sollen um belasteten Pollen od. Honig im Stock einzulagern. Bienen trinken auch Wasser und schleppen Wasser in den Stock. Mensch und Tier hinterlassen auf Bürgersteigen Stoffwechselrückstände in allen Farben. Ein leichter Sommerregen löst diesen Nährboden auf. Wie dann Randsteinpfützen in der Stadt aussehen ist bekannt. Aber Honigsortenvorliebe ist Geschmackssache...
  6. #85

    Bienenvolksterben

    http://www.berufsimker.de/files/DeBi..._DBIB_EPBA.pdf

    Was die sogenannten wisssenschaftlichen Bewertungen zum Bienenvolksterben angeht, siehe obigen Link.
    Die Drittmittel der Agropharmaindustrie bewirken Wunder bei den sogenannten Wissenschaftlern.








TOP



TOP