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Initiativbewerbung: "Sie wissen noch nicht, dass Sie mich brauchen"

Alizarin WaissbergSpam für Chefs - oder einfach den Versuch wert? Wer sich bei einem Unternehmen bewirbt, ohne dass eine Stelle ausgeschrieben ist, muss sich sehr gut vorbereiten. Doch die Erfolgsaussichten sind nicht schlecht, wenn man einige Grundregeln beachtet.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...853295,00.html
  1. #1

    Millionen

    von Arbeitslosen machen das jeden Monat und ich wage mal zu behaupten, dass der Großteil der "Initiativbewerbungen" stante pede und ungelesen im Papierkorb landet. Ich würde mir da nicht allzuviel erwarten, zumal der Bewerber eine gehörige Portion Selbstbewusstsein braucht, um beim Vorstellungsgespräch wirklich erklären zu können, warum er sich gerade in den Dienst dieses Unternehmens stellen will. Zudem braucht es wirkliche Referenzen.
  2. #2

    War es auch...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...oder einfach den Versuch wert?....
    Aber ich glaube diese "heißen Tips" sind nicht wirklich neu. Vermutlich auch nicht für mich gemacht, der einen Job als Kurier/Auslieferungsfahrer sucht.
  3. #3

    Situationsabhängig

    Zitat von 01099 Beitrag anzeigen
    von Arbeitslosen machen das jeden Monat und ich wage mal zu behaupten, dass der Großteil der "Initiativbewerbungen" stante pede und ungelesen im Papierkorb landet. Ich würde mir da nicht allzuviel erwarten, zumal der Bewerber eine gehörige Portion Selbstbewusstsein braucht, um beim Vorstellungsgespräch wirklich erklären zu können, warum er sich gerade in den Dienst dieses Unternehmens stellen will. Zudem braucht es wirkliche Referenzen.

    Man sollte sich tatsächlich vor 08/15 Weisheiten der ganzen Job/Karriere-Beraterkaste hüten. Es kommt m.E. auch bei diesem Bewerbungstyp und der ähnlichen "Blindbewerbung" ganz auf die Person des Jobsuchenden als auch die Branchen an. Ich denke einem Studienabgänger der nach der ersten Feststelle/Einstiegsposten sucht, kauft man das Anschreiben ins blaue hinaus eher ab, als jemandem in den 40ern. Je nach Branche und eigenem Abschluss muss man sich m.E. auch nicht derart sorgen, dass die Sachen ungelesen im Müll landen. Dass im Artikel mal wieder die Medienbranche bemüht wird, ist echt nich representativ. In gewissen Industrien wird händeringend nach Leuten gesucht.

    Das wichtigste scheint mir aber halt auch ordentlich Biss und Durchhaltewillen zu zeigen. Auch als Studienabgänger findet man i.d.R. nicht schon mit der zweiten Bewerbung einen Job. Was man da heutzutage zu hören kriegt, dass die Leute schon nach der ersten Absage die grosse Lebenskrise kriegen, gibt einem echt zu denken. Der Arbeitsmarkt hat auf die Wenigsten "gewartet" - get used to it...
  4. #4

    Ja, klar

    so wie die israelische Bloggerin Alizarin Waissberg bekommen hat, ist eine von vielen Mio, da hat man im Lotto besseren Chancen.
  5. #5

    Absolut nicht's Neues...

    was SpON da schreibt. Aber es bringt so gut wie gar nichts. Hunderttausende schreiben Initiativbewerbung, die kann noch so toll formuliert sein, wenn Unternehmen keine Leute suchen dann interessiert sie das auch nicht. Ich habe Dutzende dieser Bewerbungen geschrieben. Ich bin Dipl.-Kfm., 54 und seit 7 Jahren arbeitslos. Hunderte von Bewerbungen auf alles Mögliche. Alles umsonst, Initiativbewerbungen nützen absolut nichts und werden oftmals nicht mal vom Personalchef gelesen. Das ist die Wahrheit....
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spam für Chefs - oder einfach den Versuch wert? Wer sich bei einem Unternehmen bewirbt, ohne dass eine Stelle ausgeschrieben ist, muss sich sehr gut vorbereiten. Doch die Erfolgsaussichten sind nicht schlecht, wenn man einige Grundregeln beachtet.

    Tipps für die Initiativbewerbung - SPIEGEL ONLINE
    Ich finde Artikel wie diesen immer ein bisschen schade. Das liest sich irgendwie wie "von Journalisten für Journalisten", oder zumindest wie "Akademiker unter sich". Initiativbewerbungen KÖNNEN Sinn machen, schätzungsweise in den kreativen Branchen, wo viel Verschleiß und Wechsel herrscht, oder bei Unternehmen oberhalb einer bestimmten Mindestgröße, wo man fast sicher davon ausgehen kann, dass es immer irgendwo Vakanzen gibt. Aber gerade im letzten Fall findet man diese Stellen auch meist auf den Internetseiten der Firmen, so dass eine Bewerbung ohne Bezug darauf schon wieder einen negativen Beiklang hat. Und für die große Masse der Jobs da draußen, sprich die für Facharbeiter und angrenzende Ebenen (Angelernte/ Ingenierure/ 1. Führungsebene) gilt in guter Näherung: wo keine Ausschreibung, da kein Job. Da kann man als Bewerber vom Glück sagen, wenn die Mappe auf den Stapel: "in Zukunft vielleicht brauchbar" kommt und nicht umgehend wieder zum Absender zurückgeht.

    Ich hab auch nie so richtig verstanden, wie man auf 200 Bewerbungen und mehr kommen kann für einen einzigen Anlauf. Ich sitze momentan, Ausbildung eingeschlossen, auf der fünften Stelle in meinem Lebenslauf, und habe dafür alles in allem keine dreißig Bewerbungen geschrieben. Allerdings habe ich oft schon beim Suchen eine Menge ausgeschriebene Stellen aussortiert, einfach weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass ich bei den ausgeschriebenen Profilen eine Chance gehabt hätte.

    Bei Bewerbungen gilt, wie wo überall, das wenig bekannte Prinzip: Don't work hard, work smart.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spam für Chefs - oder einfach den Versuch wert? Wer sich bei einem Unternehmen bewirbt, ohne dass eine Stelle ausgeschrieben ist, muss sich sehr gut vorbereiten. Doch die Erfolgsaussichten sind nicht schlecht, wenn man einige Grundregeln beachtet.

    Tipps für die Initiativbewerbung - SPIEGEL ONLINE
    Sieht so aus, als wäre der Bedarf an Selbstdarstellern nicht zu befriedigen.

    Wer einfach nur gute Arbeit macht, das aber nicht in einer mitreißenden Powerpoint Präsentation vermitteln kann, hat verloren.

    Dies gilt ja auch bei internen Bewerbungen. Ich frage mich, wozu in den Firmen eigentlich mit enormen Aufwand immer feinkörnigere Kennzahlen mit SAP und Co. erfasst werden, wenn am Ende das smarte Grinsen und der selbstsichere Auftritt zählt.

    Das sagt das viel darüber aus, was den Chefs wirklich wichtig ist.
  8. #8

    Zitat von 01099 Beitrag anzeigen
    von Arbeitslosen machen das jeden Monat und ich wage mal zu behaupten, dass der Großteil der "Initiativbewerbungen" stante pede und ungelesen im Papierkorb landet.
    Das sind aber diese Massenbewerbungen, die von vorherein sinnlos sind. Und die Arbeitslosen machen das auch nur, weil sie vom Jobcenter gezwungen werden.
  9. #9

    Zitat von großwolke Beitrag anzeigen
    [...] oder bei Unternehmen oberhalb einer bestimmten Mindestgröße, wo man fast sicher davon ausgehen kann, dass es immer irgendwo Vakanzen gibt. Aber gerade im letzten Fall findet man diese Stellen auch meist auf den Internetseiten der Firmen, so dass eine Bewerbung ohne Bezug darauf schon wieder einen negativen Beiklang hat.
    Der erste Teil stimmt: Bei großen Konzernen sind die Stellenanzeigen auf der eigenen homepage die erste Stelle an der man nachsehen sollte. Aber gerade diese Firmen sprechen sehr oft die Einladung aus, sich initiativ zu bewerben, falls grade nicht der Traumjob offen ist. Insofern hat eine Initiativbewerbung da oft nicht negativ, sondern im Gegenteil sogar erwünscht.

    Zitat von großwolke Beitrag anzeigen
    Ich hab auch nie so richtig verstanden, wie man auf 200 Bewerbungen und mehr kommen kann für einen einzigen Anlauf. Ich sitze momentan, Ausbildung eingeschlossen, auf der fünften Stelle in meinem Lebenslauf, und habe dafür alles in allem keine dreißig Bewerbungen geschrieben. Allerdings habe ich oft schon beim Suchen eine Menge ausgeschriebene Stellen aussortiert, einfach weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass ich bei den ausgeschriebenen Profilen eine Chance gehabt hätte.

    Bei Bewerbungen gilt, wie wo überall, das wenig bekannte Prinzip: Don't work hard, work smart.
    Dass Sie diese Erfahrungen gemacht haben, liegt meiner Meinung nach daran, dass Sie eine Ausbildung gemacht haben. Ihr Aufgabengebiet bzw. Einsatzbereich ist wahrscheinlich relativ überschaubar, bzw. ihre Kenntnisse relativ stark standardisiert. So als Beispiel: Eine Krankenschwester oder ein Automechaniker kann im Prinzip überall arbeiten, jeder weiß grob, was so jemand kann. Bei Akademikern ist das oft nicht so, da sind zum einen sehr starke Spezialisierungen möglich, so dass man eigentlich fast nie perfekt auf eine Stelle passt. Zum Anderen sind da aber oft Grundlagen über viele sehr verschiedene Gebeite vorhanden, weshalb so ein Bewerber wahrscheinlich eher mit der Einstellung rangeht "Was ich noch nicht kann, kann ich schnell lernen. Also kann ich mich auch bewerben." Und in der Regel funktioniert das auch. Ich kenne nur sehr wenige studierte Leute in meinem Bekanntenkreis, die tatsächlich in dem Gebiet arbeiten, in dem sie sich spezialisiert hatten.


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