Sie sind die MacGyvers der Industrie: Tüfttler, die die Wirtschaft retten. Ingenieure können ihre Arbeitgeber frei wählen*und erhalten nach oben offene Gehälter, sie gelten als die Glückskinder des Arbeitsmarktes. Warum gibt es dann immer zu wenige von ihnen?
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...752513,00.html
Glückskinder?... sie gelten als die Glückskinder des Arbeitsmarktes. Warum gibt es dann immer zu wenige von ihnen?
Wenn die BWLer der Verwaltung nach Hause fahren, ist für
viele Ingenieure noch lange nicht Feierabend!
Besser Bezahlt als die Bürostuhlpiloten werden sie meist auch nicht.
Soso, erstens hätten wir einen Ingenieursmangel und zweitens seien Ingenieure sowieso überbezahlt. Na, wenn diese Märchen nicht von der Arbeitgeberlobby INSM stammt, von wem dann?
...klingt ja so ziemlich nach Schlaraffenland. Ich bin selbst zwar kein Inschenjör, aber wenn ich mich mit Freunden aus dem Bereich unterhalte (inklusive Leuten, die bei Herrenknecht beschäftigt sind) klingt das leider ganz anders. Nach oben hin offene Gehälter? Von wegen. Unbezahlte Überstunden? Sehr wohl. Willkürlich agierende Vorgesetzte? Nicht gerade die Ausnahme. Abwechslungsreiche Tätigkeiten? Gerade in den ersten Jahren eher stupdides Werte-Messen und Ausfüllen von Ecel-Tabellen. Na Prost Mahlzeit. Technik ist sicherlich was faszinierendes, aber die Unternehmen machen wirklich alles, um es langweilig erscheinen zu lassen.
Weil zu wenige von ihnen Atlas Shrugged lesen & den Fehler machen sich ausbeuten zu lassen - Ingenieure sollten *viel* weniger arbeiten, verdienen *viel* höhere Gehälter, kürzere Arbeitszeiten, durchaus immer mal wieder ein Sabbatical Jahr & müssen unbedingt Druck machen *nicht* flexibel sein zu müssen. Es ist wichtig dass solche 'Glückskinder' ihren Vorteil gnadenlos ausnutzen & lieber mal Zeit mit ihrer Freundin verschwenden als zu arbeiten :P
Der Beruf des Ingenieurs wurde über lange Zeiten regelrecht denunziert. Ingenieure, das waren die autistischen Tüftler, die weder englisch sprechen können, noch über signifikante management-Qualitäten verfügen.
Außerdem war das Studium zu schwer.
Deshalb haben sich die köfferchentragenden Nadelstreifenfuzzis durchgesetzt. Über lange Zeit galt auch die These, dass man nichts vom Thema der Firma verstehen muss, sondern bloß managen können müsste.
Nun vermisst man sie, weil Innovation eben doch durch Produkte kommt und nicht durch den 10. Aufguss des Personalabbauvorschlags des Oberpraktikanten von McKinsey und Co.
Außerdem will Deutschland nur junge Ingenieure. Ab Mitte 40 wird es auch da kritisch, ab 50 unmöglich, weil man ja dann ggf. Geld zahlen müsste. Ich kann mich erinnern, dass sich Maschinenbauingenieure für Hausmeisterstellen beworben haben.
Wer das Talent zum Ingenieur hat, sollte diesen Beruf unbedingt ergreifen und mindestens zwei Fremdsprachen fließend sprechen. Dann wird Arbeitslosigkeit ein Fremdwort und die Welt steht offen.
ein Artikel aus der PR und Lügenabteilung!
Ich bin selbst Ingenieurabsolvent im Bereich Umwelttechnik. Abschlussnote gesamt 1,9, zweimal im Ausland gewesen (Europa und Asien). Studium nach 6 Semestern scheinfrei gewesen, Rest für Facharbeit und Diplomarbeit, so dass ich sogar unter der Regelstudienzeit anschliessen konnte (mein Ansporn war schnell eigenes Geld zu verdienen ohne langes Studium, etc.)
Nach wirklich hunterten Bewerbungen kam die Ernüchterung! Nicht einmal die Zeitarbeitsbrachne kann einen gebrauchen! Und es geht nicht nur mir so, auch aus meinem Jahrgang finden die Absolventen keine Jobs!
Das ist die Realität in Deutschland!
Und es ist gradezu ein Verbrechen, solche Artikel vor Semester und Studienbeginn zu bringen! Sollen nochmehr junge Leute ins verderben geschickt werden, wenn sie sich jetzt für solch ein Studium entscheiden?